Donnerstag, 1. November 2012

Allerheiligen - Gedanken

Allerheiligen


Das ist bei uns ein Feiertag, an dem wir unserer Verstorbenen gedenken.
Ich mochte den Tag nie.
Wir trafen uns bei unserer Mutter und gingen dann gemeinsam an das Grab meines Vaters.
Dort standen wir dann zitternd in der Kälte und die Feuchtigkeit in der Luft legte sich auf Haare und Kleider.
Wir warteten, dass der Geistliche begleitet von zwei Ministranten, die den Weihrauchkessel schwenkten, an unser Grab kam, um es zu segnen.
Der Friedhof war groß und das dauerte!
Doch da ich so fror, konnte ich weder beten, noch Zwiesprache mit meinem Vater halten.
Ich wartete nur, dass es endlich vorbei war.
Lieber besuchte ich das Grab meines Vaters alleine.
Heute 23 Jahre nach seinem Tod ist er immer noch in meinem Herzen und Gedanken.
Manchmal muss ich noch schmunzeln über seine Macken, oder ich sehe sein Lächeln, das so spitzbübisch oder verlegen hilflos sein konnte.
Und ich spüre seine Kraft und Stärke, die mir das Gefühl gab, geborgen zu sein.
Der Tod gehört zum Leben, man wird sich nie daran gewöhnen, aber man muss ihn akzeptieren.