Dienstag, 23. Oktober 2012

Vanessa und der Feenkönig (5)


Vanessa und der Feenkönig  ( 5)


Doch am nächsten Tag laufen sie schnell zu Lilofee.
Diese freut sich sehr, dass ihre Schwester im Forsthaus ist und nimmt sich vor, sie später zu besuchen.
Aber nun auf zu den Zwergen.
Wie staunen Peter und Vanessa, als sie die Zwergenstadt betreten.
Ein buntes Treiben herrscht hier.
Girlanden werden aufgehängt und Tische und Stühle aufgestellt.
Aus den Häusern dringen herrliche Düfte, dort wird gekocht und gebacken, denn morgen soll ja Hochzeit sein.
Lilofee führt die Kinder zum Zwergenschloss.
Melisande und die Königin sind gerade bei der Kleiderprobe und sie treffen nur König Murzel und Prinz Mirzel , die gerade die Gästeliste prüfen.
Hallo, Lilofee, gut dass du kommst, die Einladungen müssen verschickt werden,“ begrüßt sie der König.
Lilofee sieht lächelnd auf den Korb mit Briefen und nickt.
Seid ihr nicht ein wenig spät dran? Aber ich werde ihn mitnehmen und die Vögel damit beauftragen.
Darf ich euch meine Nichte Vanessa und meinen Neffen Peter vorstellen.“
König Murzel schüttelt ihnen herzlich die Hand.
Willkommen, ihr seid die Kinder von Verena. Gaukel hat mir schon von euch erzählt.“
Mit einem liebevollen Blick deutet er auf Mirzel.
Das ist mein Sohn Prinz Mirzel, der so lange verschollen war und morgen seine Melisande heiraten wird.
Euer Großvater wird auch zur Hochzeit kommen.“
Erschrocken sehen die Kinder und ihre Tante sich an.
Lilofee bittet den Zwergenkönig ihrem Vater nicht zu verraten, dass Vanessa und Peter die Kinder von Verena sind.
Mein Vater kennt seine Enkelkinder noch nicht und wir wollen ihn langsam darauf vorbereiten.“
Der Zwergenkönig nickt und dabei rutscht ihm die Krone in die Stirn.
Vanessa kann nur mit Mühe ein Kichern unterdrücken.
Durch die Halle eilt ein hübsches Zwergenfräulein, verfolgt von Gaukel, der sich nun graziös vor dem König verneigt und klagt.
Majestät, Melisande will sich meine wundervoll einstudierten Tänze nicht vorführen lassen, wie entsetzlich!
Oh, da sind ja meine kleinen Freunde. Wollt ihr vielleicht meine Tänzerinnen sehen?“ fragt er hoffnungsvoll.
Nein, wir lassen uns morgen überraschen, die Kinder kommen mit uns. Wir wollen Erdbeeren pflücken.“ ruft Mirzel, nimmt Melisande an der Hand und schnell verlassen sie das Schloss.
Liliofee aber eilt zu Königin Rosamund.
So muss sich also der König die Generalprobe anschauen.

Mit rot verschmierten Mäulchen und glänzenden Augen sitzen die Kinder in Viktors Garten und pflücken fleißig Erdbeeren.
Die Körbe, die sie und das Prinzenpaar schon gefüllt haben, werden von einigen Zwergenjungen zu Bäcker Strudel gebracht.
Im Schatten der Gärtnerei steht ein großer Steinpilz, den Viktor und sein Gehilfe mit einer Säge zerkleinern und die Stücke werden mit einem Leiterwägelchen ins Schloss zu Küchenmeister Petersilie gebracht.
Ach es gibt soviel zu sehen und schnell ist der Nachmittag vorbei und Lilofee holt sie ab.
Mit viel Gekreische und Spritzen wird sich am Brunnen gewaschen, dann verlassen sie das Zwergenreich.
Lilofee hat den Korb mit den Einladungen dabei und gibt ihn unterwegs bei Frau Rotkehlchen ab.
Nachdem Vanessa und Peter versprochen haben, gleich am nächsten Morgen wiederzukommen, laufen sie schnell durch den Wald zum Forsthaus.
Heute Abend wird Mama besonders fest gedrückt beim gute Nachtkuss .
Vanessa liegt noch eine Weile wach und grübelt.
Wäre es nicht schön, die Mutter und den Feenopa zu versöhnen?
Als sie dies am nächsten Tag Peter erzählt, meint dieser nur brummig. „Erst mal sehen wie nett der Opa ist!“
Heute ziehen sie sich besonders festlich an, was die Erwachsenen kopfschüttelnd beobachten.
Opa Braun meint sogar.
Man könnte meinen, ihr wärt auf einer Hochzeit eingeladen.“
Vanessa kichert nervös und Peter brummt etwas Unverständliches und mit einem schnellen „Tschüss!“ verlassen sie das Haus.
Verena steht im Garten und sieht ihnen sinnend nach.
Leise kommt Michael legt den Arm um ihre Schultern.
Verena schmiegt sich an ihn.
Ob sie wohl im Zauberwald sind?“ fragt er leise.
Ich denke doch. Dass es einmal passiert, habe ich schon lange geahnt, aber keine Angst, meine Schwester wird auf sie aufpassen.“
Ein Zeisig fliegt in den Garten, setzt sich auf einen Ast und beginnt eifrig seine Federn zu putzen.
Hallo, kleiner Zeisig,“ ruft Verena, „so eitel heute?“
Ja, muss doch gut aussehen, bin zur Zwergenhochzeit eingeladen.“
Er fliegt davon.
Vergnügt wendet sich Verena an ihren Mann.
Es gibt tatsächlich eine Hochzeit, eine Zwergenhochzeit!“
Lachend gehen sie ins Haus.







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