Donnerstag, 25. Oktober 2012

Vanessa und der Feenkönig (Ende)







Vanessa und der Feenkönig  (Ende)



Vanessa sitzt schmollend in ihrem Zimmer.
Peter und Papa sind mit Opa in den Wald gegangen und sie durfte nicht mit.
Das ist Männersache hat Peter hochnäsig erklärt.
Verena schaut ins Zimmer.
Sei nicht traurig meine Süße, komm mit zu Oma in den Garten.“
Missmutig erhebt sich das Mädchen und schlurft hinter ihrer Mutter hinaus.
Das ist doch langweilig,“ mault sie und beobachtet, wie die Oma Kartoffel schält.
Wie kann man an so einem schönen Tag nur so grantig sein,“ lacht Verena.
Vanessa scharrt mit der Fußspitze im Kies.
Ich möchte zu Tante Lilofee.“
Verena tauscht mit ihrer Schwiegermutter einen Blick.
Du hast also meine Schwester kennen gelernt?“
Vanessa nickt und dann sprudelt die ganze Geschichte aus ihr heraus, nur von der Begegnung mit dem Feenkönig erzählt sie nichts.
Aufgeregt umfasst sie die Hände der Mutter.
Komm doch mit Mama, Tante Lilofee wird sich bestimmt freuen.“
Geht nur, ich komme allein zurecht,“ lacht die Oma.
Vergnügt wandern sie durch den Zauberwald.
Ein aufgeregtes Wispern begleitet sie.
Verena ist wieder da!Verena ist wieder da!
Vor Lilofees Haus bleiben sie stehen und schon läuft diese heraus und umarmt ihre Schwester liebevoll.
Wie schön, dass du endlich wieder einmal im Zauberwald bist, komm herein, Muhme Immerzerstreut ist auch da.“

Mathilde hüpft durch die Küche und zuckt erschreckt zusammen, als sie jemand am Schürzenband zupft.
Unwirsch dreht sie sich um und bemerkt Vanessa die mit ernstem Gesicht zu ihr aufsieht.
Sie beugt sich zu der Kleinen hinab.
Begleitest du mich zu meinem Großvater, aber Mama und Tante Lilofee dürfen davon nichts wissen.“
Mathilde überlegt und schmunzelt.
Ich verstehe, warte im Garten auf mich.“
Vanessa schlendert hinaus zu den Anderen.
Mathilde hüpft heran, am Arm einen Henkelkorb.
Ich muss zu Agnes, um Kräuter zu holen, kann ich Vanessa mitnehmen?“
Verena möchte etwas sagen, doch Lilofee legt ihr die Hand auf den Arm.
Im Zauberwald ist sie sicher.“
Wenig später springt das Mädchen vergnügt neben dem Känguru durch das grüne Moos.
Der Weg zum Schloss ist steil und Mathilde muss öfter stehen bleiben und verschnaufen.
Endlich stehen sie vor dem mächtigen Tor und betätigen den Türknopf, der wie der Kopf eines Wolfes aussieht.
Ein dumpfer Ton hallt durch die Halle und die Hausdame öffnet die Tür.
Ich möchte meinen Großvater sprechen,“ verlangt Verena energisch.
Die alte Dame strahlt.
Du bist die Tochter von Verena. Ich habe deine Mutter schon gekannt, da war sie noch ein ganz kleines Ding und genau so keck wie du. Kommt herein.“
Vanessa betritt das Schloss und Mathilde macht sich auf den Weg zu der Kräuterfrau Agnes, verspricht aber auf dem Rückweg wieder vorbei zu kommen.
Die Hausdame führt das Mädchen durch die riesige Halle zu einer Treppe, die mit einem roten Teppich ausgelegt ist.
An den Wänden hängen Bilder mit altmodisch gekleideten Damen und Herren. Frauen in wallenden Kleider, einige mit spitzen Hüten und Männer in prächtigen Gewändern.
Die alte Frau öffnet nun eine große Tür, die leise knarrt und führt Vanessa in eine Bibliothek.
Staunend betrachtet das Mädchen die riesigen Regale, die bis zu der hohen Decke reichen und voll mit Büchern sind.
Der Feenkönig sitzt an seinem Schreibtisch und öffnet einladend die Arme.
Jubelnd umarmt Vanessa ihren Opa und die Hausdame wischt sich schnell ein paar Tränen aus den Augen.
Das ist ja wunderbar, dass du mich besuchst. Bist du allein gekommen?“
Hoffnung schwingt in seiner Stimme.
Mama ist bei Tante Lilofee. Sie weiß nicht, dass ich hier bin. Mathilde holt mich später ab.“
Spitzbübisch blinzelt das Mädchen den alten Mann an.
Wie wäre es, wenn du mit mir kommen würdest zu Mama.“
Ich weiß nicht,“ murmelt dieser unbehaglich.
Empört strampelt sich Vanessa frei und springt von seinem Schoß.
Mit blitzenden Augen, die Hände in die Hüften gestemmt stellt sie sich vor den Feenkönig.
So du hast gesagt, du willst dich mit Mama versöhnen und nun habe ich sie überredet, Tante Lilofee zu besuchen und du kneifst. Pah!“
Sie dreht sich um und marschiert zur Tür.
Ein dröhnendes Lachen ertönt hinter ihr und der Feenkönig ruft.
Warte kleiner Hitzkopf, ich begleite dich.“
Langsam dreht sich Vanessa um
Ehrenwort?“
Ehrenwort!“
Das Mädchen strahlt und umarmt den Opa stürmisch.
Die Hausdame verspricht Mathilde zu benachrichtigen und der große mächtige Feenkönig marschiert den Berg hinunter, an der Hand ein kleines Mädchen.
Mit klopfendem Herzen steht der Feenkönig wenig später im Garten seiner Tochter Lilofee.
Die Tür des Hauses wird aufgerissen und Verena stürmt heraus.
Papa!“ Schluchzend liegen sie sich in den Armen.
Vanessa lehnt an der Mauer, die Arme verschränkt und zufrieden grinsend.
Lilofee steht neben ihr, glücklich lächelnd, mit feucht schimmernden Augen.
Mathilde hüpft in den Garten.
Das wurde ja endlich Zeit, dass der alte Querkopf sich besinnt!“
Das habe ich gehört!“ ruft der Feenkönig.
Das Känguru brummelt etwas und hüpft in die Küche.
Glücklich lachend hebt der alte Mann seine Enkelin in die Höhe und gibt ihre einen schallenden Kuss.
Na du kleiner Friedenstifter bist du zufrieden?“
Vanessa lacht vergnügt und schlingt die Arme um Opa und Mama.

Später begleitet der Feenkönig Verena und ihre Tochter zum Forsthaus.
War das eine Überraschung, als der mächtige Herr der Feen in die Stube tritt.
Etwas verlegen reicht er seinem Schwiegersohn die Hand, in die dieser nach kurzem Zögern einschlägt.
War das ein Fest!
Oma Braun trägt auf, was die Küche zu bieten hat und es wird erzählt und gelacht.
Später holt Opa Braun seine Zither und es wird musiziert.
Peter ist anfangs etwas beleidigt, weil Vanessa ohne ihn den Großvater besucht hat, aber als der Feenkönig ihm verspricht, dass er morgen ganz allein zu ihm kommen darf, ist er beruhigt.
Der Feenkönig lehnt sich in seinem Stuhl zurück und schmunzelt. Es gefällt ihm bei den Menschen.




Nun habt ihr Peter und Vanessa und ihre Familie kennen gelernt.
Schon lange habe ich vor, diese beiden Kinder zauberhafte Abenteuer erleben zu lassen, doch erst jetzt habe ich so richtig die Zeit zum Schreiben.
Mittlerweile gibt es drei abenteuerliche Geschichten, die ich nach und nach hier einstellen möchte.
















Kommentare:

  1. Liebe Lore,
    über Regina's Blog bin ich zu Dir gekommen und hab mich gleich auch bei Dir als Leserin eingetragen, denn ich liebe solche Geschichten! sie sind so herzlich geschrieben! So wie es mir die Zeit erlaubt, muß ich auch Deine anderen Geschichten lesen!
    Ich wünsch Dir einen schönen Tag und ein gemütliches Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße Claudia ♥

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Claudia, das freut mich sehr. Bin ja neu hier und habe es Regina zu verdanken, dass ich einen Blog habe in die ich jetzt meine Märchen und Geschichten setzen kann. Bin noch ein wenig ungeübt im Internet aber werde immer sicherer. Freue mich sehr dich als ständigen Leser bei mir begrüßen zu dürfen. Wünsche dir noch ein schönes Wochenende und sende liebe Grüße. Lore

      Löschen
  2. Hallo Lore,

    ich habe Deine schöne Geschichte auch in Reginas Blog gelesen und sehr schön gefunden. Du hast noch eine neue Leserin gefunden.

    Liebe Grüße

    Kerstin mit Finchen und Ayla

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das freut mich, da ich noch neu bin freue ich mich über jeden Leser. Wie sagt man so schön: Applaus ist das Brot des Künstlers. (schmunzel) Liebe Grüße Lore

      Löschen
  3. Liebe Lore, ich freu mich für dich, dass deine Leserschar wächst.
    Die Geschichten sind es allermal Wert, gelesen zu werden.

    AntwortenLöschen

Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.