Donnerstag, 4. Oktober 2012

Verena und Michael 2




















Bild von dreamies.de




Verena und Michael   ( 2 )




Lilofee vertieft sich wieder in ihre Papiere.
Die Amsel beschwert sich, dass der Kuckuck seine Eier immer in ihren Nestern ablegt und sobald das Junge ausgeschlüpft ist, schmeißt der nimmersatte Schmarotzer die kleinen Amseln aus dem Nest.
Die junge Fee seufzt, auch von anderen Vögeln liegen diesbezüglich schon Beschwerden vor.
Wie sollte man dies aber verhindern. Seit Urzeiten schon legt der Kuckuck seine Eier in fremde Nester.
Mit dem silbernen Glöckchen auf ihrem Tisch ruft sie Matlilda herbei und bittet sie, den ersten Minister Purzel zu holen und als der Zwerg wenig später das Zimmer betritt, reicht sie ihm den Brief.
Nachdem Purzel den Brief gelesen hat, schüttelt er bedenklich den Kopf.
Hier kann man wenig tun, Lilofee. Die Kuckucke sind gewitzt und schnell und ebenso hinterlistig, dass es ein Massenaufgebot an Wächtern bedarf, um die Nester zu schützen.“
Die Königin des Zauberwaldes seufzt:
Ich weiß, aber etwas muss geschehen. Die jungen Kuckucke sind so gefräßig und werfen die anderen Nestlinge einfach raus, die dann elendig am Boden zugrunde gehen.“
Purzel zuckt hilflos die Schultern.
Das ist mir alles bekannt, aber was können wir dagegen tun?“
Bitte die Vögel zu mir in den Garten, aber achte darauf, dass die Kuckucke nichts davon erfahren.“
Purzel verbeugt sich und verlässt das Zimmer.
Lilofee aber stützt den Kopf in die Hände und blickt nachdenklich aus dem Fenster.
Obwohl es schon viel friedlicher geworden ist im Zauberwald, seit man sie zur Königin gewählt hatte, gibt es doch immer noch zahlreiche Beschwerden und sie weiß, wirklich friedlich wird es nie werden, dazu leben zu viele verschiedene Arten hier.
Aber das betrübt sie nicht. Sie will wenigstens versuchen, das Leben im Zauberwald schöner zu gestalten.


Fortsetzung folgt




Der Kuckuck und der Esel



Der Kuckuck und der Esel
die hatten einen Streit
wer wohl am besten sänge
zur schönen Maienzeit

Der Kuckuck sprach das kann ich
und fing gleich an zu schrei`n
Ich aber kann es besser
fiel gleich der Esel ein

Das klang so schön und lieblich
so schön von fern und nah
Sie sangen alle beide
Kuckuck, Kuckuck, Iaaaah

Musik von Friedrich Zelter (1810)
Text von Hoffmann von Fallersleben (1835)


August Heinrich Hoffmann geboren am 2. April 1798 in Fallersleben, deshalb auch bekannt als Hoffmann von Fallersleben,
verfasste 550 Kinderlieder, von denen er 80 selbst vertonte.
Mit 18 Jahren begann er mit wenig Geld und Lust, wie er einst sagte, ein Studium der Theologie.
Bereits im nächsten Semester sattelte er auf Archäologie um, um später nach Italien und Griechenland zu reisen.
Doch als er 1818 Jakob Grimm begegnete, da wechselte er erneut das Studienfach und studierte Germanistik und deutsche Philologie.
Was für ein Glück für seine Nachwelt.
Als er 1874 starb hinterließ er uns viele wunderschöne Lieder.

Verdanken wir ihm doch die deutsche Nationalhymne und viele wunderbare Kinderlieder, wie zum Beispiel:

Abend wird es wieder“, eines meiner Lieblingslieder.
Auch:
Alle Vöglein sind schon da“ - Als unser Mops ein Möpschen war“
Auf unserer Wiese gehet was“ - „Ein Männlein steht im Walde „
Eine kleine Geige möcht` ich haben“ - Summ, summ, summ Bienchen summ herum“ - „Wer hat die schönsten Schäfchen?“
Morgen kommt der Weihnachtsmann“

Wieder muss ich sagen: „Wer schreibt – der bleibt“





















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