Mittwoch, 7. November 2012

Der Engel Cherubim Ende

Der Engel Cherubim    Ende 





Ein prächtiges Bild bietet sich ihren Augen.
Ein geschmückter Weihnachtsbaum steht in einer Ecke und eine Menge Geschenke füllen den Raum.
Ein bunter Ball liegt neben einer wunderschönen Puppe, ein rotes Rennauto steht fahrbereit neben einem Schlitten, Handschuhe, Schals und Mäntel und Mützen sind daneben aufgetürmt.
Inzwischen sind nun die Wichtel in die Höhle gekommen und vergnügt wird nun der Schlitten mit all den Herrlichkeiten beladen.
Wenig später wandert die kleine Gesellschaft durch den Wald.
Bambi zieht den Schlitten durch den knirschenden Schnee.
Knirps wird voraus geschickt.
Leise schleicht er sich an das Fenster, hinter dem es noch dunkel ist, und späht durch die Scheibe.
Die Menschen scheinen noch zu schlafen, nicht ahnend, welch wunderbare Überraschung ihnen bevorsteht.
Die Tür knarrt leise, als die kleinen Geister in den ärmlichen aber sauberen Raum treten.
Sie verharren einen Moment und lauschen.
Dann wird schnell der Baum aufgestellt und die Geschenke darunter verteilt.
Hinter Büschen verborgen warten sie nun und bald hören sie einen Jubelschrei.
Mami, Mami, sieh nur!“ ruft aufgeregt der Junge.
Kalle gibt den anderen ein Zeichen und geschwind schleichen sie an das Häuschen und spähen neugierig durch das Fenster.
Die Witwe Klaasen steht vor dem Baum, die Hände zum Gebet gefaltet und Tränen laufen über ihre Wangen.
Der Junge hält mit glückseligen Augen das Rennauto in die Höhe und das Mädchen hat liebevoll die Puppe an sich gepresst.
Kalle muss sich schnell einige Tränen aus den Augen wischen.
Verflixt nun ist mir so eine Schneeflocke ins Auge gekommen.“ brummt er.
Auch die anderen wischen sich verstohlen über die Augen.
Da hebt das Mädchen plötzlich den Kopf und deutet zum Fenster.
Mutter, Karli seht nur!“ ruft es und deutet auf die kleinen Späher.
Husch! Ist die kleine Gesellschaft verschwunden und als gleich darauf die Tür des Häuschens sich öffnet und die Kinder heraus stürmen, sind die Wichtel schon auf dem Weg zu ihrer Höhle.
Irgendwie sind sie alle fröhlich gestimmt.
Es ist doch immer wieder ein schönes Gefühl, anderen eine Freude zu bereiten.
Und Cherubim verspricht, dass St. Nikolaus die Witwe und ihre Kinder nicht mehr vergessen wird.
Bambi nickt und meint.
Das wäre wirklich gut, doch nun komm, ich werde dich durch den Wald tragen.“
Voll Freude umarmt der Engel das Reh.
Er verabschiedet sich von den Wichteln und dann geht es quer durch den Wald.
Ein Klingeln weht durch die Bäume und auf einmal taucht der Schlitten auf.
Cherubim springt von Bambis Rücken und direkt in die ausgebreiteten Arme von St. Nikolaus.
Na, du kleiner Taugenichts, habe mir große Sorgen gemacht um dich, deshalb bin ich auch noch einmal umgekehrt. Außerdem hat mir Frau Sonne erzählt wo du bist.“
Erzählst du es auch nicht dem Petrus?“
Nikolaus lächelt.
Nein, das bleibt unser Geheimnis! Aber nun komm, ich habe deinetwegen schon viel Zeit verloren.“
Cherubim steigt glücklich auf den Schlitten, winkt dem Reh noch einmal zu und ab geht die Fahrt.













1 Kommentar:

  1. Es macht soviel Freude, Deine Geschichten zu lesen!
    Danke dafür!
    Ich wünsch Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße Claudia ♥

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.