Samstag, 17. November 2012

Die Puppen Namenlos Teil 8







Er springt in den Garten, schaut noch einmal bei Hannchen vorbei, doch der Futternapf ist leer.
Gemächlich schlendert er durch die Straßen.
Wäre es nicht schön, wenn Namenlos und Anna sich begegnen könnten?
Unwillkürlich lenkt er seine Schritte zu   „Marions`s Puppenstube“.
Am Straßenrand steht eine große Kastanie und Ramon flitzt den Stamm hinauf und legt sich auf einen Ast.
Er döst ein wenig vor sich hin, als er Stimmen hört und den Namen Anna.
Schnell springt er auf und steckt den Kopf durch die Blätter.
Auf der Bank neben dem Schaufenster sitzt eine alte Frau und daneben ein kleines Mädchen, das den Kopf gesenkt hat und mit den Beinen baumelt.
Das Mädchen hat genau so rote Haare wie seine kleine Freundin.
Die alte Frau streicht liebevoll über den Kopf der Kleinen.
Liebele, immer wenn wir an dem Schaufenster vorbei gehen, wirst du traurig. Ist es wegen der Puppe, die verkauft wurde?“
Anna nickt und senkt tief den Kopf, damit Oma Jansen ihre Tränen nicht sehen kann.
Ramon aber lässt sich wieder auf den Ast sinken und legt eine Pfote über die andere.
Das war ja interessant. Das Mädchen sehnte sich genau so nach der Puppe, wie diese nach ihr.
Es müsste doch möglich sein, die Beiden zusammen zu führen.
Eine Bewegung unter dem Baum lässt ihn aufspringen.
Die alte Frau ist mit dem Mädchen an der Hand weiter gegangen.
Ramon klettert den Stamm hinunter und folgt den Beiden.
Sie biegen durch eine Toreinfahrt in einen Hof, in dem ein mehrstöckiges Mietshaus steht.
Die alte Frau kramt einen Schlüssel aus der Tasche, schließt auf und die zwei gehen ins Haus.
Hier wohnt also Anna.
Der Kater erkundet den Hof.
In einer Ecke stehen nebeneinander fünf Mülltonnen.
Alles ist hier ordentlich und sauber.
Mehrere Fahrradständer sind an der Hausmauer angebracht, in denen vereinzelt Räder stehen.
In der Mitte des Hofes steht eine schöne prächtige Linde und um den Baum sind Veilchen angesiedelt.
Vögel turnen auf den Zweigen und erfüllen die Luft mit ihrem fröhlichen Gezwitscher.
Ramon überlegt, wie er seiner Freundin Namenlos helfen könnte, damit sie und Anna zusammen kommen.
Doch da meldet sich sein Magen.
Erst wollte er auf Nahrungssuche gehen, dann war immer noch Zeit einen Plan zu entwerfen.
Schließlich war er Ramon der König der Straßen und nichts war für ihn unmöglich!




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