Mittwoch, 16. Januar 2013

Robins Wiese Teil 12




Am anderen Morgen werden sie von lauten Stimmen, groben Schlägen und berstendem Holz geweckt.
Vorsichtig spähen sie aus ihren Blüten und sehen zwei Männer, die mit großen Äxten auf den Zaun einschlagen.
Erschreckt ziehen sie sich wieder zurück.
Primelchen fliegt von Blüte zu Blüte und flüstert:
Nehmt eure Koffer und kommt zu mir unter die Sträucher.“
Bald sind sie unter dem Himbeerstrauch dicht gedrängt an den zitternden Hoppelchen.
Nach einiger Zeit ist der schützende Zaun gefallen und die Männer stappeln die Holzplatten an der Wand der Hütte.
Dann stapfen sie über die Wiese, denn gegenüber steht ihr Auto.
Einer der Männer bleibt plötzlich stehen und ruft:
Sieh doch Ernst, ein Himbeerstrauch!“
Gleich darauf tauchen unter dem Strauch grobe braune Schuhe auf.
Die Elfen weichen zurück.
Eine große Hand greift in den Strauch und pflückt ein paar Beeren.
Die Zweige zittern und einige Himbeeren prasseln zur Erde.
Die kleinen Wesen müssen schnell zur Seite springen, damit sie nicht getroffen werden.
Nun komm schon, Bruno, der Chef mag es nicht, wenn wir trödeln.“
Brummend folgt dieser seinem Kollegen.
Ein Motor brummt auf und das Auto fährt weg.
Die Elfen atmen auf und wagen sich langsam wieder aus ihrem Versteck.
Besorgt blickt Primelchen zum Himmel.
Hoffentlich kommt Mohnblüte bald.
Sie fordert nun die Elfen auf, noch einmal die Blumen zu versorgen.
Diesmal singen und plaudern die kleinen Geschöpfe nicht bei der Arbeit.
Eine große Traurigkeit liegt über der Wiese.







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