Dienstag, 8. Januar 2013

Robins Wiese Teil 4









Die Elfenkönigin Primelchen sitzt auf einem Himbeerstrauch, lässt die Beine baumeln und sieht ihren Elfen zu, die vergnügt singend und lachend ihrer Arbeit nachgehen.
Mit den am Morgen gesammelten Tautropfen gießen sie die Blumen, frischen mit ihren Farbpinseln die Farben auf und helfen den geknickten Blumen sich wieder aufzurichten.
Die Elfenkinder aber reiten kreischend und lachend auf Hoppelchen.
Der kleine Zwerghase war eines Tages bei ihnen aufgetaucht und wohnte seither bei ihnen.
Hoppelchen gehörte einem kleinen Jungen, der aber bald die Lust an dem Geschenk verloren hatte.
Als er wieder einmal bei sengender Hitze den Hasen auf den Balkon sperrte, war dieser einfach hinunter gesprungen.
Das war vor zwei Jahren gewesen und nun lebt er bei den Elfen.
Als Robin dies bemerkte, legte er Salatblätter, Karotten oder Äpfel ins Gras.
Im Winter, wenn die Elfen tief unter der Wurzel ihrer Blumen schliefen, holte der alte Mann den Hasen zu sich ins Haus.
Was diesen Winter sein würde, das stand noch in den Sternen.
Doch Hoppelchen hatte sich inzwischen die sorglose Lebensweise der Elfen angewöhnt, die nur den Augenblick wichtig nahmen und nicht über später nachgrübelten.
Anton lässt sich neben Primelchen auf dem Strauch nieder.
Freundlich lächelt die Elfe ihn an.
Schön, dass du uns mal wieder besuchst. Wie geht es der Familie?“
Gut, meine Kinder sind inzwischen alle flügge und wir, mein Gretchen und ich haben etwas mehr Ruhe, aber ...“
Ein fragender Blick von Primelchen lässt ihn innehalten.
Wie soll er seiner kleinen Freundin nur die schlimme Nachricht überbringen?
Doch dann gibt er sich einen Ruck und erzählt ihr, was er heute im Rathaus erlauscht hat.
Primelchen wird immer blasser.
Inzwischen sitzen alle die niedlichen kleinen Wesen auf dem Strauch und lauschen dem Spatz.
Sie weinen, klagen und jammern, als sie begreifen, dass man ihre Heimat zerstören will.
Anton wird ganz traurig und verabschiedet sich schnell.

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