Montag, 14. Januar 2013

Robins Wiese Teil 10





Später beim Abendessen fragt Annegret dann ihren Vater.
Papa, darf ich morgen früh mit dir zur Elfenwiese gehen und zuschauen?“
Herr Fröhlich sieht sie nachdenklich an.
Kind, das ist bestimmt keine schöne Sache, wenn sie die Wiese zerstören und du wirst traurig sein.“
Nein, Papa, das kann man eben nicht ändern, was der olle Bürgermeister macht. Aber ich muss unbedingt dort hin und Hoppelchen retten. Außerdem muss ich den Elfen winken, denn sie fliegen morgen in ihre neue Heimat.“
Die Eltern sehen sich an und lächeln über die Fantasie ihrer Tochter.
Aber, wer ist denn Hoppelchen, den du unbedingt retten musst?“ erkundigt sich der Vater schmunzelnd.
Aber Papi, das ist doch der kleine Zwerghase, der auf der Wiese wohnt! Du hast ihn doch schon gesehen, wenn wir Herrn Robin besucht haben.“
Natürlich, da ist tatsächlich so ein kleiner Hase durch das Gras geflitzt. Selbstverständlich müssen wir ihn retten, wenn er sich retten lässt,“ schmunzelt der Vater.
Keine Bange, Papa, Primelchen, die Elfenkönigin, hat ihm schon gesagt, dass er jetzt bei mir wohnen wird, denn er
kann mit den Elfen nicht mitfliegen, wenn sie in ihre neue Heimat reisen.“
Wieder sehen sich die Eltern lächelnd an.
Doch Herr Fröhlich meint ernst.
Wenn das so ist, Kind, müssen wir deinem Freund natürlich helfen. Wir gehen morgen alle zusammen zur Wiese von Herrn Robin.“
Jubelnd springt Annegret auf und umarmt stürmisch ihren Papa.
Dieser lacht und gibt ihr einen Kuss, dann hebt er das Mädchen auf seinen Schoß und sieht seine Frau vergnügt an.
Was würdet ihr dazu sagen, wenn wir uns auch eine neue Heimat suchen und vielleicht habe ich sie schon gefunden.“
Auf den erstaunten Blick seiner beiden Mädels, erklärt er.
Ich habe mich für das nächste Schuljahr bei einer kleinen Dorfschule beworben und heute eine Zusage bekommen.
Wir ziehen aufs Land.“
Der Jubel ist groß!
Lehrer Fröhlich sieht seine Frau an und meint dann etwas zögernd:
Das Gehalt ist aber kleiner als jetzt?“
Diese winkt lächelnd ab und meint glücklich.
Wir kommen zurecht.“
Ihr Mann nickt und meint:
Das denke ich auch, denn neben der Schule steht ein kleines Haus mit Garten und dies würde uns die Gemeinde mietfrei zur Verfügung stellen.“
Das ist doch wunderbar und ich werde Gemüse pflanzen und Blumen...“
Mit einem Blick auf ihre Tochter meint sie grinsend, „...vorausgesetzt der kleine Hase knabbert nicht alles an.“
Annegret winkt ab, „ ich werde ihm schon sagen, dass er das nicht darf.“
Die Eltern lachen und nun wird noch lange über die neue Heimat gesprochen und drei glückliche Menschen freuen sich auf die Zukunft.









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