Samstag, 5. Januar 2013

Robins Wiese




Es war einmal eine große Stadt.
Sie unterscheidet sich wenig von anderen Städten.
Ein Hochhaus grau und trist neben dem anderen und wenig grün dazwischen.
Die Menschen hasteten durch die Straßen ohne rechts und links zu schauen und ohne einander einen freundlichen Gruß zu schenken.
Es gab einen kleinen Park, in den aber nur die Hundebesitzer gingen.
Kinder sah man selten, die hockten lieber zu Hause vor dem Computer.
Bäume gab es auch in den Straßen, auf denen die Vögel wohnten.
Doch nicht einer, der Menschen, die vorüber hasteten, blieb stehen, um dem fröhlichen Gezwitscher zu lauschen.
Am Rande dieser Stadt lag eine große wunderschöne Wiese, voll mit Mohnblumen, Kornblumen, Margeriten, Augentrost,Frauenschuh, Butterblumen und Vergissmeinnicht und dazwischen die kleinen bescheidenen Gänseblümchen.
Auch einige Sträucher mit saftigen Beeren wuchsen auf dieser schönen, grünen Insel.
Ein hoher, kräftiger Zaun umgab das Grundstück.
Daneben stand ein kleines gemütliches Häuschen, das gehörte dem alten Robin.
Oft saß er auf der Bank vor seinem Häuschen, die geliebte Pfeife im Mund und sah über die Wiese und lächelte, als wäre da etwas, was nur er sehen konnte.
Als er vor langer Zeit seine Wiese eingezäunt hatte, wurde er neugierig gefragt, warum er das machte, da antwortet er:
Damit niemand mit seinen groben Schuhen die Elfen verletzt.“
Das Gelächter war groß und seitdem hieß er nur der Elfenkönig oder der alte Spinner.
Den alten Robin störte das nicht, denn mit den heutigen Menschen konnte er nicht mehr viel anfangen.

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