Samstag, 12. Januar 2013

Robins Wiese Teil 8




Still sehen die Elfen ihr nach, bis die Schwalbe nicht mehr zu sehen ist, dann aber lachen, schwatzen, singen und jubilieren sie und schwirren ausgelassen über die Wiese.
Nur Hoppelchen ist auffallend still.
Außer Primelchen aber bemerkt dies niemand.
Die Elfen sind liebenswerte, sorglose Geschöpfe, die sich selten Gedanken machen und niemals lange unglücklich sind.
Die Elfenkönigin aber setzt sich neben den Hasen ins Gras und fragt leise:
Was bedrückt dich?“
Hoppelchen hebt den Kopf und sieht sie aus traurigen Augen an.
Ihr werdet Morgen mit Mohnblüte in eure neue Heimat fliegen und was wird aus mir?“
Primelchen erschrickt.
Daran hat sie gar nicht gedacht.
Seit zwei Jahren war der Hase nun bei Ihnen, doch in die neue Heimat konnten sie ihn nicht mitnehmen.
Den weiten Weg konnte er nicht laufen.
Aber wo sollte er in Zukunft bleiben?
Den harten Kampf auf der Straße würde er nicht lange überleben.
Ich werde mir etwas einfallen lassen,“ verspricht sie und ist sich doch selbst nicht sicher.
Doch Hoppelchen sieht sie voller Vertrauen an und rast Hacken schlagend über die Wiese und tollt vergnügt mit den Elfenkindern herum.
Primelchen aber setzt sich auf den Zaun und blickt traurig auf die kleine Hütte, in der bis vor kurzem noch ihr Beschützer gelebt hat.
Nur Menschen mit reinem Herzen können Elfen sehen und diese werden immer weniger.
Robin und seine Frau gehörten zu diesen selten Menschen.
Nur ab und zu wird noch ein ganz besonderes Kind geboren.
Kind?
Primelchen klatscht in die Hände und lacht fröhlich.
Annegret! Sie konnte Elfen sehen und musste ihr helfen!








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