Montag, 25. Februar 2013

Der Sohn des Wassermannes Teil 11





Nachdenklich verlässt Seerose das Schloss, schwimmt durch den friedlichen ruhigen See und klettert in der Nähe einer Trauerweide, deren Zweige fast den Boden berühren, ans Ufer.
Zufrieden lehnt sich das Mädchen an den Baum und beobachtet wie die Sonne helle Kringel durch die dichten goldgrünen Zweige wirft und diese sich im Wasser widerspiegeln.
Hier ist ihr Lieblingsplatz und sie kommt oft hierher, wenn sie in Ruhe über etwas nachdenken will.
Seerose schlingt die Arme um die Knie und stützt das Kinn auf.
Verträumt sieht sie den bunten Schmetterlingen zu, die unbeschwert über die Wiese tanzen, den Bienen, die summend eine gelbe Blüte nach Nektar untersuchen.
Ein Eichkätzchen flitzt den Stamm herunter, beobachtet sie aus großen dunklen Augen und verschwindet blitzschnell wieder im Gewirr der Äste, als Schritte zu hören sind.
Seerose hebt den Kopf, als Erkan einige der langen Zweige beiseite schiebend zu ihr tritt.
Darf ich?“
Das Mädchen nickt errötend und der junge Prinz setzt sich neben es ins Gras.
Eine Weile schweigen beide und genießen die Stille und Schönheit der Natur, doch dann vertraut Seerose dem Bruder ihrer Schwägerin ihre Sorgen an.
Erkan schmunzelt.
Mach dir keine Sorgen. Was soll so eine kleine Nixe schon anstellen. Dein Vater ist schließlich der mächtige Wassermann.“
Seerose muss lachen und nimmt die Hand von Erkan, der ihr aufhilft.
Komm, lass uns ein wenig spazieren gehen, das bringt dich auf andere Gedanken.“
Und ohne ihre Hand loszulassen wandern sie am Seeufer entlang und Seerose vergisst ihre Sorgen.

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