Sonntag, 17. Februar 2013

Der Sohn des Wassermannes Teil 3




So vergingen die Tage.
Die jungen Männer vergnügten sich mit Spielen, Essen und Trinkgelagen.
Meeresheld beteiligt sich nicht an an lärmenden Spielen.
Still und unaufdringlich umwirbt er seine große Liebe.
Immer wieder findet Lucinda neben ihrem Teller
eine hübsche Muschel oder Seerose.
Und wenn sie den Kopf hebt und den edlen Spender sucht, sieht sie seine strahlenden Augen voller Liebe und Zärtlichkeit und ihr wird ganz eigen ums Herz,
Es ist ihr selbst noch nicht bewusst, doch auch sie liebt ihn.
Wenn sie im Park mit ihren Freundinnen und dem Hund Bobby herum tollt, lehnt Meeresheld an einem Baum und schaut ihnen zu.

So vergeht die Woche.
Lucinda hat schon längst bereut, dass sie eine Aufgabe stellen will.
Doch sie muss Wort halten.
Auf einmal hat sie eine Idee und wenn sie gelingt, dann wird Meeresheld der Sieger sein.
Die jungen Männer haben sich im Saal versammelt.
Eine vergnügte Woche liegt hinter ihnen mit Ritterspielen und Zecherei.
Keiner hat einen Gedanken an Lucinda verschwendet.
Doch als sie nun zusammen mit ihren Eltern den Saal betritt, da geht ein Aufatmen durch die Reihen.
Die Prinzessin ist wunderschön.
Meeresheld lehnt etwas abseits an einer Säule und betrachtet versonnen das liebliche Mädchen.
Zwei Diener tragen ein Bild in den Saal auf dem ein alter Herr mit langen grauen Haaren, königlich gekleidet, zu sehen ist.
Dies ist mein Großvater, König Egmund. Wie sie sehen trägt er einen Siegelring mit unserem Wappen.
Diesen Ring ließ ich verstecken im Umkreis von zehn Kilometern.
Wer ihn binnen 24 Stunden findet, den nehme ich zum Mann.“

Der König und die Königin stehen oben am Fenster
und betrachten belustigt die jungen Männer.
Sieh sie dir an! Sie balgen sich wie junge Hunde.
Ihnen ist das Spiel wichtiger, als unsere Tochter.
Und einen von ihnen soll ich meinen Sonnenschein anvertrauen.“
König Winfried seufzt.
Königin Sonja legt ihm die Hand auf den Arm.
Liebster, dir wird nie ein Mann gut genug sein für deine Tochter.
Doch einmal musst du sie hergeben.
Hast du den Sohn des Wassermannes beobachtet.
Ein ernster junger Mann und er liebt unser Mädchen.
Aber lassen wir den Dingen ihren Lauf.“




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