Mittwoch, 27. März 2013

Aurelia Ende






Gernot und der Wichtel laufen nun schnell zum Schmetterlingsland.
Das Tor ist verschlossen und dahinter türmen sich Steine zu einer Mauer auf.
Sie rütteln an dem Gitter und rufen, doch nichts rührt sich.
Der Garten ist wie ausgestorben.
Frau Eule fliegt heran.
Die ganze Aufregung heute bringt sie wirklich um ihren Schlaf.
Wurzel hat sich schon gedacht, dass ihr Hilfe braucht.“
Eusebia kichert.
Sie hat die herum schleichenden Kobolde aufgescheucht und treibt sie nun wie eine Herde Schafe zurück ins Koboldreich. In der Haut von
Unwirsch möchte ich jetzt nicht stecken.
Aber nun kommt, ich bringe euch über die Mauer.“
Sie nimmt die zwei Freunde auf ihren Rücken und
setzt sie im Garten ab.
Hier könnt ihr alleine weiter und ich will nun endlich schlafen!“
Mit rauschenden Flügel fliegt sie über die Mauer und verschwindet im Wald.
Der Elfenkönig und der Wichtel aber streifen durch den Garten.
Es ist ruhig, kein Lebewesen ist zu sehen, kein Laut zu hören.
Selbst das Schloss ist leer.
Ratlos setzen sie sich auf die breiten Stufen vor dem Schloss.
Wo können sie nur sein? Sie müssen sich irgendwo versteckt haben?“ grübelt Gernot.
Springinsfeld grinst.
Lass uns den Schutzwall vor dem Tor abbauen und möglichst viel Lärm machen.
Wichtel sind sehr neugierig.“
Sie tragen nun Stein für Stein ab und lassen sie polternd neben dem Tor zu Boden fallen.
Dabei machen sie mehr Lärm, als nötig.
Als sie ein Rascheln hinter sich hören, grinsen sie sich an, drehen sich aber nicht um.
Springsinsfeld!“ jubelt ein Wichtel.
Es ist Spoki, sein Bruder, um seinen Hals hängen noch einige Spinnweben.
Glücklich umarmen sich die Brüder.
Schnell wird erzählt, dann laufen sie zum Maulwurfshügel.
Weißbart späht heraus, doch als er sieht, wer da angelaufen kommt, klettert er flugs heraus.
Sie entfernen die restlichen klebrigen Spinnweben,
dann klettert Spoki zurück, um die Anderen zu holen.
Bald kommen sie heraus.
Die Ersten noch zögernd, doch dann geht es ganz schnell.
Aurelia verlässt als Letzte das unterirdische Gebäude.
Sie hat sich noch von Spitznase verabschiedet und sich bedankt.
Der Maulwurf ist froh wieder seine Ruhe zu haben.
Gernot strahlt , als er seine wunderschöne Braut erblickt und liebevoll nimmt er sie in die Arme.
Aurelia beginnt zu singen, so schön und jubilierend wie schon lange nicht mehr.
Die kleinen Wesen tanzen ausgelassen durch den Garten.
Die Vögel im Wald beginnen erst leise dann immer lauter zu zwitschern.
Dazwischen hört man das zornige „Ruhe!“ von Frau Eule.
Die Sonne lacht voller Glück auf die kleine Schar herunter.
Schließlich hat auch sie geholfen, das Zauberland zu retten.
Unwirsch aber wurde vom großen Elfenkönig ernstlich verwarnt und Wurzel hat ihm auch ganz schön die Leviten gelesen.



Die Hochzeit von Aurelia und Gernot wird bald gefeiert und das ganze Zauberland feiert mit.
Die Kräuterhexe bekommt ein extra großes Glas Honigmet und Springinsfeld behauptet, er hätte sie
sogar Lächeln gesehen.


Ich habe mir gedacht, ich muss mich wohl selber auf den Weg machen, um für Unwirsch die passende Frau zu finden, sonst ist nie Ruhe in Zauberland.
Nach den Osterfeiertagen werde ich euch davon erzählen.
Vorher möchte ich noch eine kleine Erinnerungsgeschichte und
natürlich eines der wunderschönen Gedichte von Frau Ammerich, der Jugendfreundin meiner Schwiegermutter hier einstellen. 

Eure Märchenfee








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