Sonntag, 3. März 2013

Der Sohn des Wassermannes Teil 17


Lucinda wandert zügig voran.
Die wunderbar warme Kleidung schützt sie vor der schneidenden Kälte und sie ist voller Zuversicht.
Irgendwann würde sie den Weg in ihre Heimat wieder finden.
Tief in ihrem Inneren weiß sie, dass sie Meeresheld wieder sehen wird.
Als sie eine kurze Pause einlegt, um ein Rosinenbrötchen zu essen, bemerkt sie hinter sich den weißen Wolf.
Hastig packt sie ihr Bündel und hastet weiter durch den schneebedeckten Wald.
Hinter sich hört sie es donnern und blitzen und dichter Graupelregen versperrt dem Wolf die Sicht.
Lucinda lächelt.
Danke Graupel,“ flüstert sie und läuft weiter.
Am Abend legt sie sich in einer Höhle schlafen und sobald die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken spitzen, macht  sie sich wieder auf den Weg.
Es ist kurz nach Mittag, als sie wieder den Wolf hinter sich erblickt.
Er hat ihre Spur wieder aufgenommen.
Es blitzt und donnert hinter ihr und dicke Hagelkörner prasseln auf die Erde.
Der Wolf heult auf, als ein besonders großes Hagelkorn sein Fell trifft und verkriecht sich im Gebüsch.
Danke Hagel,“ murmelt Lucinda leise und läuft weiter.
Am Abend übernachtet sie in einer Felsengrotte.
Doch leider hat der Wolf auch am nächsten Tag wieder ihre Spur aufgenommen.
Aber wieder blitzt und donnert es und dicke Schneeflocken schieben sich wie eine Wand zwischen den Wolf und Lucinda.
Danke, Schneeflocke,“ flüstert diese und lacht glücklich auf, als vor ihr das Häuschen von Frau Holle auftaucht.
Sie läuft durch den Garten und klopft atemlos wenig später an die Tür.


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