Mittwoch, 13. März 2013

Der Sohn des Wassermannes Teil 27


Meeresheld durchstreift das ganze Haus auf der Suche nach Lucinda, dann kehrt er in den Wohnraum zurück, in dem Frau Holle in ihrem gemütlichen Sessel schläft.
Mit schief geneigtem Kopf betrachtet die Möwe die Schlafende.
Plötzlich erhält sie einen leichten Schlag und schlittert quer durch den Raum.
Empört und leise vor sich hin maulend zupft sie wieder einmal an ihren Federn herum.
Über das Gesicht der Schlafenden gleitet ein Lächeln.
Meeresheld aber grinst.
Das kommt davon, wenn man immer so neugierig ist.“
Der Vogel ignoriert ihn beleidigt.
Ein zartes Klingeln ertönt und der Tisch deckt sich mit den herrlichsten Speisen.
Erst jetzt merkt der Prinz wie hungrig er ist und greift wacker zu.
Ein Blick aus dem Fenster zeigt ihm, dass die Nacht ihren schwarzen Mantel über das Land gebreitet hat und er gähnt herzhaft.
Wie durch Zauberhand liegt plötzlich ein weiches Fell auf dem Boden.
Meeresheld macht es sich bequem und schläft bald tief und fest.
Die Möwe, neben der ein Eimer mit Fischen aufgetaucht ist und die sich nun herrlich satt fühlt, kuschelt sich auf den Boden, steckt den Kopf unter die Federn und schläft ebenfalls.
Am nächsten Tag erscheint wieder für beide ein Frühstück und neben der Tasse des Prinzen liegt eine Nachricht, die ihm genau erklärt, wo seine Liebste sich jetzt befindet.
Bevor Meeresheld geht, beugt er sich über die schlafende alte Dame und gibt ihr einen Kuss auf die Wange.
Diese errötet und lächelt im Schlaf.

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