Freitag, 19. April 2013

Die Klassenfahrt Fortsetzung 1

Eines Morgens kommt die Sekretärin herein mit mehreren Blättern, die sie an Leopold weiterreicht, der sie austeilt.
Die Schulsekretärin bittet die Kinder diese Mitteilung von ihren Eltern unterschrieben wieder mitzubringen.
Es handelt sich um die Klassenfahrt in den Pfingstferien und das Geld dafür sollte bis Ostern überwiesen sein.
Als die Sekretärin das Zimmer verlässt, reden alle durcheinander und Frau Streit erzählt ihnen, dass sie in einer Jugendherberge in der Nähe von Kelheim wohnen werden und von dort aus Ausflüge zu der Befreiungshalle , der Tropfsteinhöhle Schulerloch und auch zum Naturschutzgebiet der Weltenburger Enge machen würden.
Die Lehrerin benützt die Gelegenheit zu einem kleinen Geschichtsunterricht.
Sie erzählt von den Kelten, die hier ihre Stadt Alkimoennis errichtet hatten, den Römern die die Donau überquert haben und den Limes bauten, später herrschten von hier aus die Wittelsbacher über ihr Reich.
Die Brüder Asam hinterließen herrliche Bauten im Stil des Barock.
König Ludwig der I. von Bayern ließ hoch über der Stadt die Befreiungshalle, zum Gedenken an die siegreichen Schlachten 1813-1815 gegen Napoleon, errichten.
Ebenso erhob er 1840 das Gebiet um die Weltenburger Enge zum ersten Naturschutzgebiet Bayerns.
Auch erzählt sie ihnen von der schönen faszinierenden Tropfsteinhöhle Schulerloch.
Der Name wird teils abgeleitet von der keltischen Druidenschule, die einer Legende nach dort war und teils von dem altbayerischen Wort „Schuller“ für Räuber.
Einer Sage nach wurde dort ein gotteslästerlicher Räuber zur Strafe mitsamt seinem Hund in Stein verwandelt.
Die Kinder freuen sich riesig auf die Reise und was sie alles erleben würden und reden alle durcheinander.
Nur Katja beteiligt sich nicht an der Diskussion. Stumm starrt sie auf das Blatt Papier, das vor ihr liegt.
Die Reise würde 148 Euro kosten, das konnte sie ihren Eltern nicht antun!
Der Gong ertönt und immer noch aufgeregt und voller Vorfreude auf die baldige Klassenfahrt nach Kelheim verlassen die Kinder das Schulgebäude.

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