Mittwoch, 17. April 2013

Erinnerung an die Schulzeit






Heute möchte ich euch einmal meinen Arbeitsplatz vorstellen.
Die Bäume im Garten meines Nachbarn sind so hoch, dass ich manchmal das Gefühl habe mitten im Wald zu leben.
Besonders jetzt, da endlich der Frühling seine wärmenden Strahlen auf die Erde sendet, kann ich bei weit offenem Fenster an meinem Laptop sitzen und meine Märchen schreiben.
Das vielstimmige Gezwitscher der Vögel ist schöner als ein Konzert in der Philharmonie und oft sehe ich sie gegenüber auf dem Dach mit einem Halm im Schnabel.
Denn bald müssen die Nester fertig sein, wenn der Nachwuchs kommt.
In den Bäumen gegenüber wohnen auch zwei Eichkätzchen und manchmal spielen sie fangen auf dem Dach unseres Fahrradschuppens.
Ihr seht der ideale Platz um Geschichten zu erfinden.
Morgen werde ich euch eine kleine Schulgeschichte erzählen.
Habt ihr schöne Erinnerungen an die Schule?
Meine erste Begegnung mit der Schule war fürchterlich.
Ich wurde nach meiner Taufpatin Elisabeth genannt und als zweiten Namen Eleonore, da dieser Name meiner Mutter so gefiel.
Und deshalb nannte mich auch niemand Elisabeth zuhause, sondern Eleonore.
Als wir mit unseren Schultüten aufgeregt in den noch ungewohnten Bänken saßen war die Welt noch in Ordnung.
Doch am nächsten Tag ging der Albtraum los.
Da die Lehrerin meine Geburtsurkunde vorliegen hatte, ging sie natürlich davon aus , dass ich Elisabeth hieß.
Da ich es nicht gewohnt war, reagierte ich nicht auf diesen Namen und fühlte mich nicht angesprochen.
Das machte sie so wütend, dass sie anfing mit Kreide nach mir zu werfen.
Als ich sie nur entsetzt und mit großen Augen ansah, brachte sie das noch mehr in Wut und raste wie eine Furie auf mich zu und schlug mir das staubige Kreidehandtuch um die Ohren, bis ich heulte.
Ich war natürlich total eingeschüchtert und verschreckt.
Am nächsten Tag musste meine Mutter in die Schule kommen und die Lehrerin teilte ihr mit,
dass ich bösartig und verstockt sei und nicht hören würde.
Meine Mutter konnte das gar nicht fassen, war ich doch ein schüchternes verträumtes und vor allem sehr braves Mädchen.
Dann fragte sie einer Eingebung folgend wie Fräulein Hartleitner (nie werde ich diesen Namen vergessen) mich denn rufen würde.
Und dann klärte sich das Missverständnis auf.
Das Verhältnis zwischen der Lehrerin und mir entspannte sich etwas, aber wir wurden uns beide nie sympathisch.



Kommentare:

  1. Schön, dein Arbeitsplatz, liebe Lore,
    ich habe an meine Grundschuldzeit durchweg positive Erinnerungen. Erst später machte ich schlechte Erfahrungen mit einem Lehrer, der mich nicht mochte und ich ihn nicht. Es war der Mathelehrer am Gymnasium und seitdem war mir die Mathematik verleidet und so richtig habe ich mich davon nie erholt.

    Liebe Grüße
    Regina

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    1. Ja, liebe Regina, habe ja in deinen Jugenderinnerungen gelesen von deiner netten Lehrerin in der Grundschule und habe dich da schon beneidet, denn gerade wenn man noch so jung ist ist es wichtig welchen Menschen man begegnet. Ich hasse die Schule heute noch, lach.
      siehst du, dieses Bild habe ich doch extra für dich fotografiert und nun hat es mich gleich zu zwei Einträgen inspiriert.
      Hihii reimt sich auch noch.
      Lieben Gruß, Lore

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.