Freitag, 31. Mai 2013

Das Hohnsteiner Kasperle


Bestimmt seid ihr auch als Kind vor einem Kasperletheater gesessen und habt mit gezittert, wenn der böse Räuber, die Hexe oder das Krokodil dem Kasperle übel wollten.
Ab und zu kommt im Fernsehen noch eine Aufführung des österreichischen Kaspertheaters und wenn die Kamera dann auf die Kinder schwenkt, das ist einfach zum Niederknien schön.
Wie sie mitfiebern, die einen kämpferisch, die anderen ein wenig ängstlich und manche warnen auch lautstark das Kasperle.


 




















Das älteste Kasperle dürfte wohl das Hohnsteiner Kasperle sein.
1921 wanderte Max Jacob aus Hartenstein im Erzgebirge mit den Puppen im Rucksack durch die Gegend und führte seine Stücke vor.
Dann wurden er und sein Kasperle sesshaft und zwar auf der Burg Hohenstein in der Sächsischen Schweiz.
Das war 1928.
Wenige Jahre später und zwar 1936 wurde er für den Film entdeckt und trat in 30 Filmen auf, das Kasperle nicht der
Max.
Auf der Weltausstellung 1937 in Paris erhielt er sogar eine Goldmedaille.
Dann kam der Krieg und Max und sein Kasperle beschlossen, den Soldaten ein bisschen Freude zu schenken.
Doch dann war alles zerstört und auch einem Kasperle vergeht manchmal wegen der Dummheit der Menschen das Lachen.
Doch 1945 beschloss er mit seinem Freund Max Jacob in Hamburg wieder neu anzufangen.
1949 war das Kasperle der erste deutsche Künstler, der nach Schweden eingeladen wurde.
Und 1971 feierte er das 50jährige Bühnenjubiläum.
Menschen kommen, Menschen gehen, aber so ein Kasperle mit seinem Lachen bleibt für immer.

Morgen erzähle ich euch eine kleine Geschichte vom Kasperle Hieronymus, die ich geschrieben habe.

Kommentare:

  1. Liebe Lore Nun habe ich mich bei Dir umgeschaut und werde öfter hier sein, denn da gibt es viel schönes zu lesen.
    Es grüßt herzlich Joachim

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  2. Liebe Lore,
    gerade habe ich hier vom Hohensteiner Kasper gelesen und mir fällt ein, dass Peter eine solche Platte vom Hohensteiner Kasper hat.
    Kinder und Kasperletheater, das gehört einfach zusammen. Wir haben ein wunderschönes Zeitungsfoto von unserem damals noch kleinen Sohn. Der Fotograf hat ihn genau in dem Moment im Bild eingefangen, in dem er voll mit dem Kasper mitfiebert und ihm etwas zeigen will. Jedenfalls lässt sein ausgestreckter Arm und sein Zeigefinger darauf schließen. Das ist so schön!
    LG
    Astrid

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.