Montag, 6. Mai 2013

Pension Eulenspiegel Fortsetzung 7



Hier werden sie von Eulenspiegel mit einem erfreutem „Iaaaah, Iaaah“ begrüßt.
Sie knuddeln beide liebevoll den grauen Gesellen, dann beladen sie den großen Schlitten.
Vergnügt ziehen sie das voll beladene Gefährt hinauf in den Wald.
Bei der Futterkrippe angekommen, heben sie gemeinsam den großen Korb mit Saftfutter, das aus Rüben, Obst, Kartoffeln und Gemüse besteht, vom Schlitten und stellen ihn neben die Krippe.
Ebenso einen Eimer mit Eicheln, Kastanien und Bucheckern.
Ellen drückt Peter den großen Reisigbesen in die Hand, der neben der Krippe steht und deutet auf den Weg in den Wald hinein.
Kannst du bitte den Schnee fegen und dann auch hier vor der Krippe.
Wir müssen den Weg zu Futterkrippe immer freihalten, dann wenn der Schnee friert können sich Rehe und Hirsche leicht ihre Hufe verletzten und das kann zu Wundfieber führen. Die todkranken Tiere werden dann leicht eine Beute für den Fuchs.“
Während der Junge den gefallenen Schnee weg fegt, stopft Ellen das mitgebrachte Heu in die Futterraufe.
Als sie fertig sind verstecken sie sich mit dem Schlitten hinter einem Gebüsch und warten.
Es dauert auch nicht lange, als ein großer stattlicher Damhirsch mit geflecktem Fell , die Nase witternd erhoben, sich dem Futterplatz nähert.
Vorsichtig und misstrauisch beobachtet er die Umgebung, bis er dann beginnt an dem Hafer zu zupfen.
Plötzlich ist ein wildes Schnaufen zu hören und ein Keiler bricht durch das Gebüsch.
Der Hirsch senkt drohend sein schaufelartiges Geweih, doch das Wildschwein beachtet ihn gar nicht, sondern stürzt sich auf den Eimer und vergräbt grunzend seine Schnauze darin und beginnt
gierig zu fressen.
Ellen zupft Patrick am Ärmel und leise entfernen sie sich.
Als sie in die Nähe des Waldrandes kommen hören sie ein ängstliches „Iaaaaah!“

Erschrocken sehen sie sich an, setzen sich auf den Schlitten und sausen den Abhang hinunter und kommen direkt vor dem Haus zum Stehen.
Der LKW des Abdeckers Xaver steht in der Einfahrt und zusammen mit dem Bertl zerren sie gerade den widerstrebenden Esel aus dem Schuppen.
Frau Wildmooser durch den Lärm wach geworden, kommt aus dem Haus und das Polizeiauto fährt mit lautem Sirenenklang die Straße herunter und hält mit quietschenden Bremsen vor dem Haus.
Patrick aber stürzt sich auf die beiden Männer und versucht Eulenspiegel zu befreien.
Der Bauer gibt ihm einen heftigen Stoß, dass er in den Schnee stolpert und die beiden Frauen schreien empört auf.
Xaver hat den Esel los gelassen, als der Polizist Salvermoser in den Garten kommt und Eulenspiegel nutzt die Gelegenheit um loszulaufen.
Wenig später ist er im Wald verschwunden.
Der Bauer aber deutet anklagend auf den Jungen und fordert den Polizisten auf den Dieb festzunehmen.
Patrick hat sich inzwischen wieder aufgerappelt und steht nun mit trotziger, wütender Miene und geballten Fäusten da.
Ellen und ihre Mutter stellen sich schützend neben ihn.
Der Abdecker hat sich in seinen LKW zurück gezogen.


Guten Morgen liebe Uschi, habe deine Mail erhalten und freue mich riesig, dass dir meine Märchen so gut gefallen.
Wünsche dir einen schönen Tag, Lore


 

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