Samstag, 20. Juli 2013

Die abenteuerliche Reise im Ballon - Fortsetzung 3

Hieronymus sitzt schon mit beiden Backen kauend vor einem riesigen Teller mit Apfelstrudel.
Tante Amalie sieht ihren Mann liebevoll lächelnd an.
Dieser lächelt abwesend zurück und beginnt gedankenverloren zu essen.
Während der Professor ein Mittagsschläfchen macht und Vanessa beim Abspülen hilft, erzählt Peter Hieronymus begeistert von dem riesigen Ballon hinter dem Schuppen.
Begeistert erörtern die Jungen wie toll es doch wäre zu fliegen und was für tolle Abenteuer man damit erleben könnte.
Etwas später auf dem Heimweg führt sie ihr Weg automatisch hinter den Schuppen, damit das Kasperle den super tollen Ballon besichtigen kann.
Fachmännisch begutachten die beiden Jungen das Flugobjekt, während Vanessa etwas gelangweilt daneben steht.
Doch als die Beiden dann an dem Seil hochklettern, um in das Innere des Korbes zu gelangen, wird dem Mädchen doch mulmig zumute.
Ach stell dich nicht so an, Nessa,“ spottet Peter, „der Ballon ist doch gesichert.“
Schließlich siegt ihre Neugier und Vanessa klettert auch noch oben.
Im Korb ist es richtig gemütlich.
Kissen und Decken liegen auf dem Boden und die Kinder setzen sich und schwärmen begeistert von den Reisen, die sie unternehmen würden.
Sie ahnen nicht, wie bald sie ein Abenteuer erleben würden, denn Kunibert sinnt auf Rache.
Durch Peters Turnen auf dem Zaun hat sich der Riegel gelockert und Kunibert hilft noch mit kräftigen Schnabelhieben nach, bis sich die Tür einen Spaltbreit öffnet, gerade soviel, dass er sich durchzwängen kann.
Wütend watschelt er über den Hof in die Richtung, wo er seinen Erzfeind verschwinden sah.
Ha! Kräftig würde er ihn in die Waden beißen!
Der Gänserich erreicht die Wiese in dem Moment, als die Kinder in den Korb klettern.
Mit schief geneigtem Kopf bleibt er stehen.
Wütend, aber auch neugierig nähert er sich dem seltsamen schwankenden Ungetüm.
Er stolpert über das Tau und blind vor Wut hackt er auf den vermeintlichen Feind ein.
Der Eisenring löst sich aus dem gelockertem Boden und durch den Ruck rutscht auch das andere Tau aus der Schlinge.
Der Ballon schwebt langsam nach oben.
Peter, Vanessa und Hieronymus sitzen immer noch auf dem Boden und überbieten sich im Erfinden toller Geschichten.
Vanessa kichert:
Ich spüre bereits wie der Ballon schaukelt und wir langsam gen Himmel schweben.“
Lautes Motorgebrumm lässt sie nach oben sehen.
Ein Sportflugzeug rattert an ihnen vorbei.
Der fliegt aber tief,“ staunt das Mädchen.
Peter springt auf und beugt sich über den Rand des Korbes.
Erschrocken setzt er sich wieder und stammelt.
Wir fliegen.“
Hieronymus und Vanessa sehen nun ebenfalls über den Rand.
Entsetzt lassen sie sich auf den Boden plumpsen und der Korb schwankt ein wenig.
Erschrocken schreit das Mädchen auf.
Hieronymus aber lehnt mit kalkweißem Gesicht
an der Wand.
Mir wird schlecht!“ stöhnt er.
Das kommt davon, weil du immer soviel isst, untersteh` dich und mache hier eine Schweinerei!“ droht Peter grimmig.
Vanessa aber setzt sich neben den Freund.
Leg deinen Kopf zwischen die Knie und atme tief durch.“ befiehlt sie und das Kasperle gehorcht.
Nach wenigen Minuten geht es ihm besser und er springt auf und stellt sich neben die Kinder.
Lange stehen sie da und betrachten die immer kleiner werdende Welt unter sich.
Wie auf Kommando beginnen sie übermütig zu lachen.
Jetzt haben wir unser Abenteuer!“ ruft Hieronymus glücklich.



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