Mittwoch, 24. Juli 2013

Die abenteuerliche Reise im Ballon Fortsetzung 7



Peter wird durch das Klappern der Fensterläden geweckt.
Als er vor die Tür tritt, sieht er Luftikus gemütlich unter einem Baum liegen und mit dem Schwenken seines Hütchens bringt er die Fensterläden in Bewegung.
Lass den Unfug, du weckst ja alle auf!“ schnauzt ihn der Junge an.
Oh, was haben wir heute schlechte Laune, wohl zu viel gefeiert gestern Abend.“
Was geht das dich an,“ grollt Peter.
Luftikus erhebt sich geschmeidig.
Ein leichter Wind fährt durch die Blätter der Bäume und lässt sie leise seufzen.
Mit unvermindert guter Laune gleitet Luftikus an Peter vorbei ins Haus.
Wie von Zauberhand fliegen die Bettdecken durch die Luft und vier verschlafene Gesichter blicken den Störenfried unfreundlich an.
Diesen stört das nicht.
Er setzt sich auf die Tischkante, lässt die Beine baumeln und ruft fröhlich:
Guten Morgen ihr Schlafmützen!“
Peter ist inzwischen auch herein gekommen.
Mister „Leichte Brise“ ist heute besonders gut aufgelegt,“ spottet er.
Luftikus grinst und lässt den Wind durch Peters Haare fahren.
He, lass das,“ knurrt der empört.
Der Wind zuckt die Schultern und wendet sich ab.
Fridolin zeigt seinen Gästen, wo sie sich waschen können und dann geht er mit einem Korb in den Hühnerstall.
Angela will zum Frühstück Pfannkuchen backen.
Bald hat jeder einen Pfannkuchen und ein Glas Milch vor sich stehen.
Luftikus, der inzwischen auf der Fensterbank sitzt und die Katze grault, sieht ihnen vergnügt
zu.
Als sie fertig sind, meint er nur:
Na endlich, warum ihr Menschen nur soviel Zeit mit essen verschwenden müsst.
Aber nun kommt, Blasebalg wartet schon.“
Angela bleibt zurück, um das Haus aufzuräumen, während die anderen Luftikus zum Strand folgen.
Blasebalg sitzt mit dick gefüllten Bauch neben dem umgestürzten Korb.
Endlich!“ stöhnt er und ein Wirbel entweicht seinem Mund.
Lange kann ich die Luft nicht mehr halten!“
Luftikus bläst eine leicht Brise in die schillernde Seide des Ballons und diese breitet sich über dem Strand aus.
Auf allen Vieren kriecht Blasebalg zu der Öffnung des Ballons und pustet mit aller Kraft.
Während der Wind immer dünner wird, wird der Ballon immer praller.
Schließlich steigt er langsam nach oben, der Korb wankt, schleift über den Boden und bleibt mit einem Ruck stehen.
Denn die Kinder hatten den Ballon mit einem der Tau an einen Baum gebunden.
Lachend und schwatzend kommen die Dorfbewohner mit Angela an den Strand.
Sie betrachten erst einmal staunend das
Luftgefährt, dann umringen sie die kleine Reisegesellschaft.
Viele Hände müssen geschüttelt werden.
Der Bürgermeister verspricht sich um die Hütte und die Tiere zu kümmern, während der Abwesenheit von Fridolin und Angela.
Dann klettern die Freunde in den Ballon und mit Hilfe von den zwei Winden erhebt sich dieser in die Luft.
Lange winken die Dorfbewohner ihnen noch nach.
Dann werden sie immer kleiner und verschwinden dann ganz.
Auf zu neuen Abenteuern!“ ruft Peter und seine Freunde nicken begeistert.
Luftikus und Blasebalg fliegen noch eine Weile neben dem Ballon, dann wenden sie und verschwinden in den Wolken.
Luftikus kann es nicht lassen.
Er schlägt einen waghalsigen Salto in der Luft, wirft ihnen eine Kusshand zu und ruft.
Grüßt mir eure liebreizende Tante!“
Vanessa kichert: „ Er ist in Tante Lilofee verliebt.“
Peter lacht geringschätzig.
Dieser Windbeutel hat doch nicht die geringste Chance!“
Das habe ich gehört!“ ertönt es über ihnen
und Luftikus fröhliches Gesicht erscheint plötzlich zwischen der Wolkendecke.
Das sieht so ulkig aus, dass sie lachen müssen.

Gemächlich schweben sie dahin.

Kommentare:

  1. Ein schöner Auftakt zum Mittwoch Morgen,und der Luftikus möchte mal zu uns kommen und ein klein wenig wedeln, damit etwas Frischluft in die Hitze kommt.
    Es grüßt herzlich Joachim

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  2. Das ist eine gute Idee von Joachim. Wir könnten den Luftikus auch gut gebrauchen. Liebe Lore, du bist eine begnadete Geschichten-Schreiberin und erfreust uns alle sehr mit deiner großartigen Fantasie!
    LG Martina

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.