Freitag, 2. August 2013

Die abenteuerliche Reise im Ballon Fortsetzung 16

Und los geht die Fahrt.
Die Freunde kreischen entsetzt auf und klammern sich mit beiden Händen am Auto fest.
Der Osterhase fährt nämlich mit Lichtgeschwindigkeit und ist deshalb auch für das menschliche Auge kaum zu sehen.
Wie der Blitz saust er durch das Hasenland und quer durch Deutschland und gerade als die Sonne aufgeht erreichen sie die kleine Hafenstadt.
Stummelschwänzchen lässt sie aussteigen. „Hier müsst ihr alleine weiter.“
Er winkt ihnen noch einmal zu und dann ist nur noch ein ein Lichtstrahl zu sehen.
Nun sind sie wieder allein und auch etwas ratlos, denn sie wissen nicht, wo sie eigentlich mit der Suche beginnen sollen.
Es ist wieder Kasperles „großes Loch im Bauch,“ das sie daran erinnert, dass sie ohne Frühstück losgefahren sind.
Sie finden eine Bäckerei, die um diese Zeit schon offen hat und in der man auch frühstücken kann.
Nachdem sie sich gesättigt und beraten haben, verlassen sie die Bäckerei und suchen nach der Kneipe, in der Direktor Quirin zuletzt gearbeitet
hat.
Es dauert lange, bis sie im Hafenviertel die Spelunke gefunden haben.
Doch um diese Zeit ist sie geschlossen und sie finden in dem schmutzigen Hinterhof nur einen alten Mann, der in den Mülltonnen wühlt und erschrocken aufschaut, als sie den Hof betreten.
Ängstlich weicht er zurück und stammelt.
Ich, ich, ich habe nichts böses getan.“
Keine Angst, wir wollen ihnen nichts tun,“
beschwichtigt Peter.
Wir suchen nur einen alten Freund.“
Sie beschreiben nun den Direktor, doch erst als sie Cäpt`n Cook erwähnen, geht ein Leuchten über das Gesicht des Alten.
Der alte Quirin, ein lieber Mensch. Er hat mir heimlich immer Essensreste zugesteckt.
Vor einigen Tagen hat ihn der alte Geizknüppel von Wirt hinaus geworfen, weil er zu krank zum arbeiten war.
Den Papagei aber wollte er behalten, weil der seine Gäste so schön unterhält.
Aber der Vogel hat ihn kräftig in die Backe gebissen und ist seinem Herrn nachgeflogen.“
Der alte Mann kichert schadenfroh bei der Erinnerung.
Wissen sie, wo der Direktor jetzt ist?“
Der Alte schüttelt den Kopf.
Habe ihn nur noch einmal getroffen. Er hatte Fieber und einen bösen Husten und meinte, er wolle den Papagei in der Zoohandlung verkaufen.
Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen.“
Die Freunde bedanken sich.
Peter greift in den Beutel, zieht einen größeren Geldbetrag heraus und drückt sie dem Mann in die Hand, dann verlassen sie den Hof.
Der Alte aber öffnet die Hand und starrt auf das Geld.
Dann grinst er, wobei seine Zahnlücken sichtbar werden, blickt sich schnell um, bückt sich und stopft seinen Reichtum in den Stiefel.
Dann humpelt er davon.
Die kleine Gesellschaft aber sucht nun die Zoohandlung.
Bevor sie in die Straße einbiegen, in der das Zoogeschäft liegen soll, hören sie eine krächzende Stimme:
Putz dir die Schuhe ab, potz blitz, alter Seeräuber, steh gerade dummer Kerl!“
Brüllendes Gelächter war zu hören.
Worauf die Stimme wieder krächzte:
Lacht nicht so blöd, ihr ollen Dösköppe!“
Noch mehr Gelächter ertönt.
Hieronymus drängt sich gefolgt von den
Anderen durch Menge und betritt die Zoohandlung.
Das Geschäft ist leer und der Besitzer sieht nicht sehr glücklich hinaus auf die Straße.
Als die Fünf den Laden betreten leuchtet sein Gesicht auf.
Was wollt ihr? Ich habe gerade junge Schildkröten bekommen, auch putzige Hamster oder Meerschweinchen oder einen Kanarienvogel?
Ich habe einen hier, der trillert wie eine Opernsängerin!“
Peter tritt an die Verkaufstheke.
Wir möchten gern den Papagei, der draußen vor der Tür sitzt, kaufen.“
Dann Mann ist etwas unschlüssig.
Er ist eine gute Reklame für das Geschäft,“
meint er zögernd.
Ich zahle ihnen das doppelte, was er wert ist!“
meint Peter und hofft, dass der Beutel einverstanden ist.
Bald sind sie sich handelseinig und der Ladenbesitzer reicht ihm das kleine Schlüsselchen für das Fußkettchen des Papageis.
Leider kann er ihnen keine Auskunft über den Besitzer des Vogels geben, nur dass er sehr krank war und einen guten Platz für den Vogel
gesucht hat.
Wenigstens wussten sie, dass Quirin noch in der Stadt war, denn der Verkauf fand gestern Nachmittag statt.
Sie verlassen die Zoohandlung und treten zu der Stange auf der der Papagei sitzt.
Dieser legt den Kopf schief und schreit plötzlich mit der Stimme vom Kasperle:
Ich habe so ein großes Loch im Bauch!“
Schallendes Gelächter ringsum und auch unsere Freunde müssen grinsen.
Fridolin öffnet das Fußkettchen, setzt den Papagei auf seine Schulter und begleitet von den enttäuschten Rufen der Umstehenden
machen sie sich weiter auf die Suche.

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