Freitag, 16. August 2013

Unsere Haustiere - Erinnerungsgeschichte



Schmusekätzchen

Ach du mein liebes Kätzchen
Mit deinem weißen Lätzchen
Liegst gern in meinem Schoß
Ich soll dich kraulen bloß

Gehst jetzt nicht gerne aus dem Haus
Es ist zu kalt für dich dort drauß
Suchst auch nicht nach Mäuschen
Die bleiben auch in ihrem Häuschen

Nachts liegst du schön im Bett mit mir
Und fühlst dich wohl, das glaub ich dir
Da bist du gut geborgen
Machst dir auch keine Sorgen

Liegst ruhig auch die ganze Nacht
Bis ich morgens bin erwacht
Dann springst du aus dem Bett mit hinaus
und hurtig in das Freie raus

Lange aber dauert es nicht
Du wieder um Einlass bitt`st
Gehst zu deiner Futterstelle
Und labst dich an der gefüllten Quelle

Dann wieder in deinem Körbchen ruh`n
Denn ich habe am PC zu tun
Lange du dort nicht bleiben tust
Schon bist du wieder auf meinem Schoß

Schaust was ich wohl mag so treiben
Möchtest am liebsten den ganzen Tag dort bleiben
Immer kannst du aber nicht dort ruh`n
Muss ja auch noch was anderes tun

Treibst auch manchen Schabernak
Darüber ich auch vielmals gelacht
Und immer willst du Schmusen
Manchmal Zuviel des Guten

Du liebes Schmusekätzchen
Abends gehst du wieder mit ins Bettchen
Hast wieder einen schönen Tag vollbracht
Und nun sage allen eine „Gute Nacht“

Die Nachtigall 





Unsere Haustiere

Leider war die Geburt unseres Wunschkindes Claudia sehr schwer und so legte man mir nahe auf weitere Kinder zu verzichten.
Und obwohl ich einmal den großen Traum hatte eine ganze Fußballmannschaft in die Welt zu setzen, blieb unsere Kleine ein Einzelkind.
Damit sie nicht gar so allein war legten wir uns einen kleinen Zoo an.
Ein Meerschweinchen, zwei Wellensittiche und eine kleine getigerte Katze namens Strolchi und einen schwarzen Pudel mit dem Namen Nando.
Eigentlich hieß er ja Fernando von Elfenthann aber, obwohl von Adel, war er doch so gar nicht eingebildet und vertrug sich mit unserem kleinem Streuner der getigerten Katze bestens.
Nando war ja sehr gut erzogen und bettelte nicht, doch wenn ich eine Hühnersuppe machte und das Fleisch von den Knochen löste, dann saß er stocksteif neben mir und sobald ich ein Bewegung machte zuckte sein Kopf in meine Richtung.
Natürlich fiel ab und zu ein kleines Stückchen Fleisch auf den Boden.
Ganz verrückt aber war er nach roten Paprika, die knackte er mit Begeisterung.
Strolchi war eine richtige Stallkatze von einem Bauernhof, robust und ohne Skrupel.
Sie hatte keine Bedenken auf den Tisch zu springen und blitzschnell mit ihrer Beute davonzulaufen.
Manchmal teilte sie diese sogar mit Nando

Mein Mann arbeitete Schicht und wenn er alleine essen musste, dann tat er das am liebsten im Wohnzimmer an dem kleinen Couchtisch und sah
dabei Fernsehen.
Ich briet ihm ein großes Stück Schinken mit Spiegelei und stellte es auf den Tisch, dann ging ich in die angrenzende Küche, um Brot zu holen.
Mein Mann zog sich gerade um.
Als ich ins Wohnzimmer zurück kam sah ich Strolchi die gerade unter dem Tisch verschwand zu dem wartenden Nando.
Sie war auf die Couch gesprungen, von dort auf den Tisch, hatte mit ihren kleinen spitzen Zähnen das riesige Stück Schinken gepackt und eine Spur kleckerndes Ei hinterlassend unter den Tisch gezerrt.
In trauter Zweisamkeit verzehrten sie die Beute.
Vor lauter Lachen vergaß ich zu schimpfen.
Nun ist der kleine Strolch schon lange im Katzenhimmel.
Sie durfte frei über die Felder streifen und manche Maus brachte sie mir als Souvenier mit.
Doch eines Tages kam sie nicht mehr zurück.
Nando mussten wir nach zwölf glücklichen Jahren einschläfern lassen.
Mein Mann hat sein Halsband bis heute noch in seinem Auto als Glücksbringer hängen.
Übrigens habe ich eine kleine Geschichte für meine Tochter damals geschrieben, wie wir zu Nando kamen.
 
Ich werde sie euch morgen erzählen.


Kommentare:

  1. Eine liebevolle Geschichte. Beide Hausgenossen haben es gut bei Euch gehabt. Ich war gerührt und freue mich auf die Geschichte morgen.
    Eine guten Start ins Wochenende wünscht dir
    Irmi

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  2. Oh wie schön, ich mag deine Erinnerungsgeschichten sehr, liebe Lore,
    und auf morgen freue ich mich dann schon und auf die neue Geschichte!

    Liebe Grüße und einen schönen Abend dir
    Regina

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  3. Liebe Lore!

    Schön das Du wieder schreibst! Läßt Dich vielleicht ein bischen Deinen Kummer vergessen.

    Liebe Grüße Uschi!

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  4. Liebe Lore,
    mit Freunden habe ich deine Gedichte gelesen.
    Na ja, einen Einwand habe ich bei dem Gedicht von der Katze:

    "Liegst ruhig auch die ganze Nacht
    Bis ich morgens bin erwacht!?!?"

    Da ist nicht Susi nicht gemeint, denn sie weckt mich spätestens um 4 Uhr, auch wenn ich noch schlafe....lach!

    LG und alles Liebe
    Irmi

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    1. Liebe Irmi, die Gedichte sind nicht von mir. Alle Gedichte mit "Die Nachtigall" als Unterschrift sind von einem auch dir bekannten Dichter, der aber seinen Namen nicht genannt haben möchte. LGLore

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  5. Hallo liebe Lore,
    auch unser Sohn ist leider ein Einzelkind geblieben und auch wir hatten mehrere Haustiere. Zuerst hatten wir zwei Zwergkaninchen, dann zwei Meerschweinchen und mit 18 Jahren brachte uns Timo noch ein Kätzchen ins Haus, unser liebes Lottchen, das hoffentlich noch lange lebt. Ich hätte nie gedacht, dass man so sehr an einem Kätzchen hängen kann, aber sie hat sich wirklich in unsere Herzen geschlichen.
    LG
    Astrid

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.