Mittwoch, 23. Oktober 2013

Haben Tiere eine Seele?

Neulich habe ich einen Artikel darüber gelesen und es ist erstaunlich, immer mehr Forscher geben zu, dass Tiere eine Seele haben.
Prof. Ludwig Hubert vom Messerli-Institut in Wien, sagt:
Tiere können denken und fühlen.“
Und Prof. Birger Puppe vom Leibniz Institut in Dummersdorf meint zu diesem Thema:
"Wenn mit Seele gemeint ist, dass Tiere Gefühle haben, dann haben sie eindeutig eine Seele."
Pfarrer Otto Thonhofer aus Ebeleben, weist auf die Schöpfungsgeschichte hin, die berichtet, dass Menschen und Tieren das Leben gleichzeitig eingehaucht wurde.
In dem Artikel werden einige Beispiele genannt.
In einem chinesischem Zoo wurde ein Elefantenbaby von seiner Mutter verstoßen und das erst wenig Stunden alte Baby weinte, da sind sich die Pfleger einig.
In einem Zoo von Illinois stürzte ein dreijähriger Junge in das Gehege der Gorillas und ein Weibchen hat ihn vor ihren Artgenossen geschützt und zu der Eingangstür getragen, wo die Pfleger den Jungen heraus bringen konnten.
Vor der Bucht von San Francisco verfing sich ein Buckelwal in einem Krabbennetz.
Vier Taucher kämpften stundenlang, um das riesige Tier zu befreien.
Der Wal schwamm dann nicht gleich davon, sondern umkreiste seine Retter und stupste jeden einzelnen an, als wollte er sich bedanken.
So gibt es viele Beispiele.
Ob die Ratte, die in einem Pflegeheim in Schleswig Holstein einem demenzkranken, durch Medikamente ruhig gestellten, Mann mehrere Bisswunden zufügte, wohl auch eine Seele hatte?
Oder gibt es auch bei den Tieren gute und böse Seelen?

Wie treu bis über den Tod hinaus ein Hund sein kann, das habe ich vor vielen Jahren erlebt.
Wir wohnten damals in einem kleinem Dorf und ich war Tagesmutter und Pflegemutter, hatte also für viele Leute zu kochen.
Leider war kein Geschäft im Ort und mein Mann arbeitet Schicht, also orderte ich die Firma Eismann.
Zwei Jahre kam der gleiche Fahrer, ein netter sehr sympathischer junger Mann nun alle vier Wochen in unseren Hof gefahren.
Auf dem Beifahrersitz saß sein bester Freund, ein deutscher Schäferhund.
Ein schönes Tier und besonders brav. Er saß aufrecht auf dem Sitz, mit leicht heraus hängender Zunge und beobachtete alles ganz genau.
Eines Tages aber saß am Steuer ein anderer Fahrer.
Nanu, hat Herr … Urlaub?“ fragte ich den Mann.
Doch traurig schüttelte dieser den Kopf und ich erfuhr folgende Geschichte:
Es war ja Winter und der junge Mann ging mit seinem Hund an einen einsam gelegenen See um Schlittschuh zu laufen.
Dann ist er eingebrochen und nicht mehr heraus gekommen.
Am nächsten Morgen fand man den halb erfrorenen Hund bei den Schuhen seines Herrn.
Die ganze eiskalte Nacht hatte der treue Hund ausgeharrt und geduldig auf seinen Herrn gewartet.






 Ein Hundeleben


Im Ort lebte noch ein Junggeselle,
schon erwachsen, nicht ganz helle,
faul wie eine Sau voller Frust,
zu einer Arbeit hat er wenig Lust.

Vor der Glotze liegt er jede Stund
Denkt dabei nicht an sein Hund,
der sehr abgemagert ist,
da er selten Fressen kriegt.

Dieses Tier ist dem Herrn treu ergeben,
teilt mit ihm ein tristes Leben,
er wird täglich nur einmal gesichtet,
wenn er dann sein Geschäft verrichtet.

Er darf da kurze Zeit hinaus,
Gerade mal bis vors Haus,
sein Herr steht nur in der Tür,
hat kenne Zeit für das arme Tier.

Der Hund tut einen Platz sich suchen,
der Herr ist nur am fluchen
der Hund läuft schnell zum Nachbar hin
gerade dort, wo die Blumen sind.

Der andere Nachbar pflegt sein Heim
aber der Hund setzte sich hinein,
und das schöne Blumenkissen,
wurde immer von dem Hund beschissen.

Der Blumenpfleger hatte da einen Groll,
er hatte ja schon lange die Nase voll,
da ging er dieser Sache auf den Grund,
und bemächtigte sich des Nachbars Hund.

Er sperrt ihn ein paar Tage in sein Haus,
führt ihn dann jeden Abend aus,
Der Nachbar freute sich dass er ihn los geworden,
konnte er doch immer vor der Glotze hocken.

Der Hund hatte nun ein schönes Leben,
den Blumen hat er nichts mehr gegeben,
Herr und Hund täglich ausgegangen sind,
Beide freuten sich über den Gewinn.


Die Nachtigall