Sonntag, 24. November 2013

Mäxchen, der Dieb



 
Vor einigen Tagen besuchte mich ein ehemaliges Tageskind.
Ihre Mutter wohnt hier im Ort und wenn sie diese besucht, dann schaut sie auch bei mir vorbei.
Sie nimmt sich die Zeit, um mit mir Rommé zu spielen, denn dieses Spiel liebe ich ganz besonders.
Sicher ich habe es auch im Computer, aber so macht es natürlich noch mehr Spaß.
Wenn Nadine ihre Mutter besucht, dann darf sie sich aussuchen, was ihre Mutter für sie kocht.
Diesmal war es Sauerbraten und Spätzle.
Nach dem herrlichen Mahl lehnten sich die beiden entspannt zurück, da kam der Kater Mäxchen aus der Küche und leckte sich genießerisch mit seiner kleinen roten Zunge das Mäulchen.
Um Himmels Willen!“ rief Nadines Mutter und stürzte in die Küche.
Entsetzt starrten die Beiden auf den Boden, wo noch die Hälfte des großen Stücks Sauerbraten lag.
Mäxchen angelockt von dem verführerischen Duft war auf den Ofen gesprungen hatte das wirklich große Stück Sauerbraten zwischen die Zähne genommen und eine Spur Soße hinterlassend, das Fleisch auf den Boden fallen lassen.
Genüsslich hatte er dann die Hälfte verzehrt.
Nadine durfte also nur noch die Reste der Spätzle und der Soße mit nach Hause nehmen, während Mäxchen am nächsten Tag wieder ein Festmenü erwartete.


Übrigens meine Tochter bekommt auch immer bei ihrem Besuch ihr Leibgericht.
Hähnchen in Weinsoße, nach einem Rezept meiner Schwiegermutter, nur serviere ich dazu bayrische Beilagen, nämlich Semmelknödel und Blaukraut.
Als ich geheiratet habe war meine Kochkunst noch nicht so besonderes ausgeprägt und mein Freund ( mein späterer Mann Kurt) lud mich immer zum Essen ein.
Ich dachte noch, wie spendabel und, dass er mir Arbeit ersparen will.
Bis er mir dann eines Tages, da kannten wir uns schon länger, gestand, dass ihm mein Essen überhaupt nicht schmeckte.
Nach der Hochzeit habe ich mir Tipps bei meiner Schwiegermutter geholt und so wie die Elsass- Bayern -Verbindung als Ehe funktionierte, so  war es auch beim Zusammenstellen der Gerichte


Nun wünsche ich euch einen schönen Sonntag, lasst das schlechte Wetter draußen vor der Tür und macht es euch drinnen bei Kerzen und gutem Kaffee oder auch Tee gemütlich.

Ich mache jetzt  eine kleine Pause, denn ich bin gerade dabei einen Adventskalender mit Wissenwertem, Plaudereien und kleinen Erzählungen zu gestalten.
Am 30. November werde ich euch erzählen, wie der erste Adventskalender entstanden ist und ab 1. Dezember dürft  ihr dann jeden  Tag ein Türchen öffen und euch überraschen lassen.

Eure Märchenfee