Sonntag, 3. November 2013

November - Gedicht








Habt ihr das auch als Kinder gemacht, euch in die Wiese gelegt und zu den Wolken hinauf geschaut und wir haben dann geraten, welche Figuren die zarten Gebilde darstellten.
Krankheitsbedingt muss ich tagsüber die Füße hoch lagern und das tue ich am liebsten dann im Bett und sehe meist Fernseh dabei.
Doch gestern habe ich die Wolken durch mein Fenster beobachtet. 
Es war wirklich faszierend die vielen Schattierungen von grau und wenn man genau hinsah konnte man die Bewegungen der zarten Gebilde sehen.
Manchmal wollte eine Wolke nicht weiter ziehen und bauschte sich auf, dann wurde sie von der nachfolgenden Wolke bedrängt, als würde ein kleiner Engel hinter dieser stehen und sie kräftig anschieben.
Auch der triste November hat seine schönen Seiten, wenn man nur genau hinsieht.
Wenn die Bäume auch inzwischen fast kahl sind und in der nebelverhangenen Landschaft oft bizarre Gestalten bilden, so haben auch sie etwas Schönes und können die Fantasie beflügeln.
Wenn man mit offenen Augen durch Gottes Welt geht, dann kann man soviel Wunderbares entdecken, selbst an einem tristen Novembertag.


November

Der November hat es schwer
Da muss schon guter Wille her
Keiner will den November loben
Wenn seine Stürme draußen  toben  

Grau sind seine Zeiten
Wer kann das schon leiden
Mit nur wenig Sonnenschein
Das kann schon sehr verdrießlich sein

Er selbst hat schon darüber nachgedacht
Und manchmal sich die Mühe gemacht
Wollte auch mal freundlich sein
Oft aber fällt ihm das nicht ein

Er bringt uns das mieseste Wetter
Und die ganzen welken Blätter
Und sie tanzen im Novemberwind
Bis sie ganz verloren sind.

Er hält auch den Gedanken fest
Mancher Baum verlässt sein Wurzelnest
Kein Monat spielt so ein Theater
Da braucht man keinen Berater

Wie ist da dieser Mensch zu loben
Der dieses stürmsiche toben
Im voraus schon hat bedacht
Und sein Haus winterfest gemacht

So ist es wohl auch jedes Jahr
Ein guter Wille ist immer da
Es sind die trüben kalten Tage
Da hilft leider auch keine Klage


Die Nachtigall