Donnerstag, 21. November 2013

Plätzchen backen - Erinnerung





Gestern unterhielt ich mich mit einer Bekannten und sie meinte, dass sie nun bald mit dem Backen von Plätzchen anfangen würde.
Bei unserem Gespräch kamen wir auch auf das uns Unverständliche, dass es bereits im September schon Lebkuchen zu kaufen gibt.
Nimmt das denn nicht den ganzen Zauber und auch die Vorfreude auf den Advent und das Weihnachtsfest.
Wie kann man sich noch auf etwas freuen, wenn man nicht verzichten muss.
Ich kann mich noch errinnern, früher gab es ja nicht jeden Tag feine Milchbrötchen, doch jeden Freitag kochte meine Mutter einen riesigen Topf Kakao und dazu gab es Semmel mit echter Bauernbutter.
Das war dann immer ein besonderer Tag für uns und wir freuten uns darauf.
Ebenso haben wir die Plätzchen am Heiligen Abend genossen, denn für jeden gab es einen extra Teller von diesem herrlichen Gebäck.
Ich kann mich noch erinnern, wie schön die Zeit war und welch herrliche Düfte das Haus durchzogen, wenn meine Mutter Plätzchen backte.

Wir saßen in der Küche, mein Vater las aus einem dicken Märchenbuch vor, oder wir sangen Winterlieder, das Lieblingslied von mir war 
"In Mutters Stüberle, da weht der Wind" und meine Mutter backte und der köstliche Duft schmeichelte unseren Nasen.



Manchmal durften wir die angekokelten essen, doch die guten Plätzchen wurde nach dem Abkühlen in Dosen abgefüllt und diese dann versteckt.
Umso mehr freuten wir uns dann am Heiligen Abend  über unseren Weihnachtsteller und genossen jedes Stück.
Manchmal bin ich traurig, dass unsere Kinder so im Überfluss aufwachsen und vieles gar nicht mehr zu schätzen wissen.
Liegt nicht oft im Verzicht schon die Vorfreude?