Samstag, 18. Januar 2014

Der gute Kobold Teil 3


Frau Rotkehlchen erzählt ihrem Mann von Mateos Missgeschick, während sie eifrig ihre kleinen Schreihälse mit Würmern füttert.
„“Schrecklich, wie hungrig unsere Lieblinge heute wieder sind!“
Herr Rotkehlchen, der ständig hin und her fliegt, um neue Nahrung zu bringen, brummt ungeduldig vor sich hin.
Endlich sind die kleinen Nesthocker satt, kuscheln sich zusammen und sind bald eingeschlafen.
Was für ein Glück!“ ruft der geplagte Vater erleichtert und lässt sich erschöpft auf einen Ast sinken.
Ich dachte schon, wir bekommen sie heute gar nicht mehr satt!“
Sorgfältig putzt er sein Gefieder.
Argwöhnisch beobachtet ihn seine Frau.
Du willst doch nicht mehr weg?“
Ach, ich...,“ stottert Herr Rotkelchen ertappt.
Ich dachte, eigentlich dachte ich... , Mateo braucht doch Hilfe?“
Seine Frau lacht, dass die roten Federn an ihrer Kehle sich auf plustern.
Deine Hilfe kenne ich, du willst doch nur mit dem Fink und dem Sperber in den Waldkrug.“
Herr Rotkehlchen zuckt verlegen mit den Flügeln und seine Frau meint gutmütig:
Nun flieg schon los, aber komme nicht zu spät nach Hause und wegen Mateo werde ich morgen mit Lilofee sprechen.“
Ihr Ehemann atmet erleichtert auf.
Liebling, du bist doch die Beste!“
 
Noch ein Küsschen auf den Schnabel und weg ist er.
Frau Rotkehlchen aber kuschelt sich zu ihren Kindern ins Nest und schließt die Augen.
Friedliche Stille liegt über dem Wald.

1 Kommentar:

  1. Liebe Lore
    Habe doch gar nicht gewusst, dass es bei den gefiederten Freuden auch ein Wirtshaus gibt.
    Nun weiß ich auch warum mancher Vogel so hin und her fliegt, der hat wahrscheinlich etwas zuviel getrunken.--lach-- Aber Spaß muss sein.Wunderbar geschrieben dieses Märchen. Danke
    Macht richtig neugierig auf die Fortsetzung.
    Liebe Grüße von Joachim

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.