Freitag, 28. Februar 2014

Das Findekind Teil 23


Wie staunt Beatrice als die Kinder all die feinen
Sachen auf dem Tisch ausbreiten.
Schnell stellt sie Wasser auf und dann schüttet sie Bohnen in die Kaffeemühle, klemmt sie zwischen die Knie und während sie den Kaffee mahlt , berichten ihr die Kinder wo sie Mariella begegnet sind, wie sie lebt und dass es ihr gut geht.
Ach die arme Kleine, so ganz allein in der Höhle, wenn ich nur helfen könnte.“ seufzt Beatrice traurig.
Sie haben ihr doch schon damals sehr geholfen und ohne ihre Hilfe wäre sie heute im Armenhaus,“ tröstet Vanessa.
Mariella ist doch ein Findelkind, gab es denn gar keine Hinweise auf ihre Herkunft,“ fragt Peter, denn sie konnten ja schlecht sagen was sie von den Elfen erfahren haben.
Beatrice löffelt den Kaffee in den Filter und gießt das kochende Wasser darüber.
Plötzlich dreht sie sich um und eilt ins Nebenzimmer.
Gleich darauf kommt sie zurück ein kleines Tuch in der Hand.
Sie legt es auf den Tisch.
Daran habe ich all die Monate nicht mehr gedacht.
Kurz vor ihrem Tod gab mir Signoria Elena ein Medaillon, das sie in Mariellas Sachen gefunden hatte.
Sie bat mich es dem Mädchen zu geben, wenn sie in Sicherheit wäre, als hätte sie geahnt, was nach ihrem Tod geschieht.
Kurz darauf ist sie gestorben, ich wurde
entlassen, meine Mutter war dann viele Monate sehr krank und ich habe nicht mehr daran gedacht. Vielleicht hilft es euch weiter.“
Sie wickelt es vorsichtig aus.
Eine Frau in einem altmodischen Kleid mit weißen hoch getürmten Haaren war auf dem Bild zu sehen.
Peter nimmt das Schmuckstück in die Hand und betrachtet es aufmerksam von allen Seiten.
Dann holt er sein Taschenmesser.
Willst du es kaputt machen!“ ruft Vanessa.
Ihr Bruder wirft ihr nur einen genervten Blick zu.
Ich denke man kann es öffnen, hier ist eine kleine Schraube. Ha!“
Das Medaillon springt auseinander.
Ein kleiner Zettel liegt darin.
Peter entfernt ihn, legt ihn auf den Tisch und nun sind zwei Bilder zu sehen.
Das ist ja die Baronin und ihr Mann, wie sie noch jünger waren,“ ruft Vanessa und schnell erzählen sie von der Ähnlichkeit die Mariella mit der Baronin hat und ihrer Vermutung, dass sie das entführte Kind wäre.
Ja, ich kann mich erinnern von der Entführung gehört zu haben, aber niemand hat damals vermutet, dass das Findelkind das entführte Kind ist.
Außerdem hatte es auf dem Po ein Muttermal in Form eines Sterns, das aber nach einigen Wochen verschwand.
Das ist ja wunderbar wenn Mariella die Baroness wäre.
Aber ob das Medaillon als Beweis genügt?“
Vielleicht gibt es ja noch mehr Beweise,“ ruft Araianne, die den kleinen Zettel an sich genommen hat.
Sie übersetzt:
Verzeih mir meine Kleine was ich dir angetan habe, suche in der Buche, dort sind Beweise für deine Herkunft versteckt.“
Vanessa und Peter sehen sich an.
Das geht ja einfacher als sie dachten, nun brauchten sie sich keine umständlichen Erklärungen mehr auszudenken.
Wir wollten uns sowieso den Fundplatz ansehen, wo unser Freundin gefunden wurde, wenn wir schon in der Gegend sind.“ murmelt Peter.
Arianne wird euch hinführen, passt aber auf, der Wald gehört den Epositos.
Ach wäre das schön, wenn ihr wirklich etwas finden würdet.“
Beatrice ist nun genauso aufgeregt wie die Kinder.
Wenig später stehen sie vor der Buche.
Von einer Vertiefung ihm Stamm ist aber nichts zu erkennen.
Peter geht langsam mit den Händen tastend um den Baum herum.
Hier ist etwas!“ ruft er aufgeregt.
Vorsichtig beginnt er die Lücke zu erweitern, da ertönt ein Schrei.
Arianne hat Walderdbeeren entdeckt und ist etwas zurück geblieben, um sie zu pflücken.
Plötzlich ist Filippo aufgetaucht und hat sie an den Haaren gepackt und als gemeine Diebin beschimpft.
Arianne schreit vor Schmerz auf.
Die Geschwister eilen ihr zu Hilfe.
Als Filippo Vanessa sieht werden seine Augen ganz klein vor Wut.
Duuuu!“ schnaubt er, lässt Arianne los und stürzt sich mit geballten Fäusten auf Vanessa.
Peter stellt sich schützend vor seine Schwester und meint verächtlich.
Du Feigling traust dich wohl nur an Mädchen.“
Mit einem Wutschrei stürzt sich Filippo auf ihn und bald liegen die beiden Jungen am Boden und kämpfen erbittert miteinander.
Arianne beide Hände erschrocken an die Wangen gepresst beobachtet fasziniert den Kampf der beiden Buben.
Vanessa aber geht zurück zu dem Baum und erweitert die Lücke und bald hält sie die blaue Blechdose in den Händen.
Sie verstaut sie in ihrem Rucksack, dann sieht sie grinsend nach oben.
Der Ast über ihr ist voll mit Elfen, die mit verbissenen Gesichtern ihre geballten Fäuste abwechselnd in die Luft schleudern, als würden sie mitkämpfen.
Vanessa geht hinüber zu den Buben und in dem Moment windet sich Filippo unter Peter hervor
und rennt mit blutender Nase und zerrissenen Hosen heulend davon.
Peter steht auf und klopft sich gelassen den Schmutz von den Kleidern.
Vanessa reicht ihm ein Taschentuch.
Deine Nase blutet.“
Peter grinst.
Das ist es wert. Es juckt mir schon in den Fäusten, seit mir Mariella erzählt hat wie gemein er zu ihr war.“
Arianne stolpert herbei und himmelt Peter an, als wäre er ein Ritter in weißer Rüstung.
Etwas verlegen brummt der Junge:
Lasst uns gehen, der kommt bestimmt bald mit seiner Maaaamaaaaa wieder!“
Lachend laufen sie zurück zur Hütte von Beatrice, die sie schon voll Spannung erwartet.
Gleich wird der Inhalt der Büchse untersucht.
Feine Babykleider, ein Schnuller in Form eines Schmetterlings und mehrere Seiten mit dem Geständnis des ehemaligen Kindermädchens sind darin verstaut.
Beatrice, die den Brief vorgelesen und gleich ins Deutsche übersetzt hat, lässt die Blätter sinken.
Sie blickt in die strahlenden Gesichter ringsum.
Es ist wahr, unsere Mariella ist eine Baroness!
Aber wie geht es jetzt weiter?“
Wir werden diese Unterlagen dem Baron bringen und dann sehen wir weiter, aber ich denke
die Beweise sind ausreichend und dann noch
Mariellas Ähnlichkeit mit der Baronin.“ erklärt Vanessa.
Peter hat inzwischen alles wieder in die Kiste gepackt und verstaut sie in seinem Rucksack.
Lass uns gehen.“
Nein, nein ich habe gekocht, esst noch etwas außerdem solltet ihr in der Mittagshitze nicht wandern.“
Ja, bleibt doch noch zum Essen, meine Mutter macht die beste Tomatensoße,“ bittet auch Arianne und wundert sich, warum die Geschwister plötzlich lachen.
Nach dem Essen machen sie sich auf den Weg.
Als sie an dem Wald vorbeikommen fliegt eine Elfe zu ihnen.
Der Markt in M. schließt um 18 Uhr, ihr könnt mit Alfredo mitfahren, wenn ihr euch beeilt.
Übrigens Peter du bist ein toller Kämpfer!“
Kichernd fliegt die Elfe davon.
Die Geschwister sehen sich an und grinsen.
Vanessa erzählt ihrem Bruder, dass die Elfen während seines Kampfes auf dem Baum gesessen hätten und vor Begeisterung in die Luft boxten.
Sie treffen Alfredo noch auf dem Markt und dürfen mitfahren.





Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Lore
    Ach wie schön, nun klärt sich ja alles auf und es wird hoffentlich ein glückliches Ende nehmen. Da werden doch wohl keine Hindernisse mehr kommen.#
    Lieben gru´Joachim

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  2. Alles sieht nach einem glücklichen Ende aus - Gott sei Dank! LG Martina

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.