Samstag, 15. Februar 2014

Das Findelkind Teil 10

Ein Eichkätzchen kommt in langen Sprüngen aus dem Wald.
Was ist los? Warum habt ihr heute Mariella keine Milch gebracht?“
Tut mir leid, aber Salvatore, der Knecht hat mich heute morgen ganz früh schon gemolken, da Gäste aus Germania erwartet wurden.“ bedauert die Kuh.
Und eigentlich wäre Noemi dran, wenn ich nicht kann, aber sie weigert sich mal wieder.“
Kann ich helfen, ich gehöre zu den Gästen aus Germania und wer ist denn Mariella?“ fragt Vanessa.
Das Eichkätzchen wendet sich ihr zu.
Du kannst uns verstehen ?“
Ja, meine Mutter ist eine Fee? Kann ich etwas tun?“
Das Eichkätzchen überlegt einen Moment, dann schüttelt es bedauernd den Kopf.
Wer Mariella ist darf ich dir leider nicht verraten, es ist ein Geheimnis der Elfen.
Und die störrische Ziege dazu zu bewegen in den Wald zu kommen, wird dir nicht gelingen.“
Wer sagt das,“ lacht das Mädchen.
Mit langen Schritten geht sie auf die andere Seite der Weide.
Die Tiere folgen ihr neugierig.
Die Ziege wendet kurz den Kopf, als sie die kleine Gesellschaft kommen hört, dann dreht sie sich wieder hochmütig um.
Vanessa aber beugt sich hinunter, packt die Hörner des Tieres und bringt ihr Gesicht ganz nahe an deren Kopf.
Und mit weit aufgerissenen Augen und dunkler Stimme sagt sie:
Mein Großvater ist der mächtige Feenkönig und wenn du nicht sofort in den Wald läufst, dann wird er dich in eine schleimige, ekelige Kröte verwandeln und ich werde dich eigenhändig im Brunnen ertränken.“
Noemi meckert erschrocken, windet ihren Kopf aus den Händen des Mädchens und läuft über die Wiese und verschwindet im Wald.
Die Tiere lachen und auch Vanessa muss grinsen.
Das Eichkätzchen bedankt sich und folgt der Ziege.
Peter kommt herüber.
Giovanni ist mit den Hausbesuchen fertig und nun ist er mit ihrem Vater zu dem Grundstück gefahren.
Da Peter nicht mit wollte, haben sie ihn hier abgesetzt.
Vanessa erzählt nun von der Ziege und Peter grinst.
Und wer diese Mariella ist, konntest du nicht herausfinden?“
Die Tiere haben sich inzwischen auf die andere Seite begeben.
Vanessa meint zögernd, „ vielleicht ist es eine Elfe? Das Eichkätzchen sprach von dem Geheimnis der Elfen.“
Peters Augen blitzen.
Das klingt nach einem Abenteuer.“
Verena steht plötzlich neben ihnen.
Einen schönen Gruß von eurer Tante Viola soll ich ausrichten.“
Ein Ruf lässt sie zum Haus blicken.
Sie sehen wie Francesca mit beiden Armen aus dem Küchenfenster winkt.
In der Küche stehen herrliche Kuchen auf dem Tisch und eine große Schüssel mit Sahne.
Willst du uns mästen,“ lacht Verena.
Aber nicht doch, du sein schlank wie ein Reh, aber ich bin ein Walross.“lacht Francesca und tätschelt ihren Bauch.
Außerdem ich muss essen für zwei. Sieh doch dein Sohn Pietro auch sein wieder hungrig.“
Peter, der sich gerade eine riesige Portion Schlagsahne auf seinen Erdbeerkuchen gehäuft hat, sieht hoch und errötet.
Verena lacht.
Aber das ist gar nichts gegen Hieronymus.“
Wer sein das?“
Ein Freund meiner Kinder der 24 Stunden nur ans Essen denkt.
Vanessa und Peter kichern.
Später kommen dann die Männer und beide erzählen begeistert von dem Grundstück, das sich hervorragend für einen Naturpark eignen würde.
Ach die arme Baronin, „ seufzt Francesca,
sie sein immer traurig, seit das schlimme Unglück passiert ist.“
Und dann erzählt sie von der Entführung der kleinen Baroness und der langen schweren Krankheit der Baronin.
Sie sein wieder gesund, aber immer traurig, arme Frau.“
Francesca streicht über ihren Bauch.
Wenn ich denke meinem Bambino würden passieren so etwas.“
Vanessa hat aufmerksam zugehört, dann fragt sie:
Wie hieß denn das Mädchen?“
Evangelina!“
Das Mädchen ist enttäuscht, dachte sie doch vielleicht wäre es Mariella.

Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Lore
    Manchmal denke ich, es wäre doch auch schön, wenn wir die Sprache der Tiere verstehen würden, man könnte sich viel besser mit denen unterhalten als mit manchen Menschen, denn Tier dinfdnicht so falsch wie mancher Mensch.
    Lieben Gruß Joachim

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  2. Francescas Sprache ist einmalig, liebe Lore!

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.