Freitag, 21. Februar 2014

Das Findelkind Teil 16




Als sie am Abend ins Bett geht hat sie sehr viel zum Nachdenken, aber trotzdem schläft sie bald tief und fest.
Sie wird wach, weil sie etwas an der Nase kitzelt.
Verschlafen öffnet sie die Augen und sieht direkt vor sich eine kleine Elfe.
Als sie sich aufsetzt, fliegt diese hoch und setzt sich auf die Bettdecke zu den anderen beiden Elfen.
Vanessa hebt die Arme und gähnt geräuschvoll.
Die Elfen kichern.
Noch immer nicht ganz wach, schüttelt das
Mädchen den Kopf.
Was wollt ihr denn hier, mitten in der Nacht?“
Wieder kichern die Elfen.
Es dämmert bereits!
Mariella hat uns von deinem gestrigen Besuch erzählt. Wir sind froh, dass du endlich da bist, denn seit acht Jahren warten wir auf dich.“
Aber vor acht Jahren wurde ich doch erst geboren!“
Ja, am 12. Mai, am selben Tag wie Mariella. Übrigens ich habe vergessen uns vorzustellen.
Ich bin Hortensie, das ist meine Schwester Rosemarin und die Kleine da ist unsere Kusine Vergissmeinnicht.“
Die zwei Elfen winken ihr fröhlich zu.
Alle drei setzen sich auf das Kopfkissen und erzählen ihr von dem Tag, an dem Mariella ausgesetzt wurde.
Sie berichten, dass sie beobachtet haben, wie die Frau die blaue Dose in der Buche versteckt hat.
Auch wie Moira sie gehindert hat das Geheimnis zu lüften, weil die Zeit dazu noch nicht gekommen war.
Doch jetzt ist es endlich soweit und es ist Vanessas Aufgabe die Beweise zu holen und Mariella zu helfen.
Ich habe Mariella sehr gern und werde ihr gerne helfen,“ verspricht das Mädchen feierlich.
Erfreut lachen die Elfen und drücken ihr ein Küsschen auf die Wange.
Mit einem fröhlichem Winken fliegen sie aus dem Fenster.
Begleitet von den Glühwürmchen, die draußen auf sie gewartet haben verlassen sie das Anwesen in Richtung Wald.
Vanessa stellt sich ans Fenster und sieht ihnen nach, bis die gelben Pünktchen in den dichten Bäumen nicht mehr zu sehen sind.
Langsam erwacht der Hof zum Leben.
Der alte Salvatore tritt gähnend aus dem Stall, geht zum Brunnen und lässt sich das eiskalte Wasser über den Kopf laufen.
Es scheint in wach gemacht zu haben, denn pfeifend geht er zurück in den Stall.
Kurze Zeit später trabt der Wallach heraus, neben ihm springt der Esel umher, die Kuh folgt gemächlich, geht aber nicht durch das weit geöffnete Gatter sondern trabt ihn Richtung Wald davon.
Salvatore kratzt sich am Kopf und sieht ihr nach.
Als er sich umwendet stößt ihn die Ziege an und meckert lautstark.
Vanessa hört wie sie ihm erzählt, dass Sofia in den Wald gelaufen war um einem Mädchen,das dort ganz alleine lebt, Milch zu bringen.
Salvatore , der ja die Tiersprache nicht versteht, gibt ihr einen Klaps auf das Hinterteil und treibt sie Richtung Weide.
Vanessa grinst, trotzdem ärgert sie sich über die Ziege.
Was für ein böses hinterhältiges Geschöpf.
Aus dem Hühnerhaus stolziert der Hahn und stellt sich in Pose und beginnt laut die Sonne zu
begrüßen, die aber noch gar nicht so recht aus dem Bett kommen mag.
Hinter ihm beginnt es zu gackern und zu rascheln und ein Huhn nach dem anderen schlüpft durch die Klappe.
Auf dem Boden angekommen beginnen sie sofort eifrig zu scharren.
Salvatore schlurft mit einem Eimer in der Hand heran und streut ihnen Körner hin, auf die sie sich sofort stürzen.
Auch die Gänse sind bereits munter und schnatternd, umgeben von ihren gelben Küken watscheln sie zu dem nahegelegenen Teich.
Vanessa hört die Terrassentür leise klappen und beugt sich vor, um besser sehen zu können.
Ihre Mutter steht unten mit einer Tasse Kaffee zwischen den Händen und beobachtet den erwachenden Hof.

Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Lore

    Interessant den Bauernhof erwachen zu lassen,denke nun wird sich bald alles Aufklären und die Freude wird groß ein.
    Lieben gru´Joacvhim

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  2. Jetzt haben wir gemeinsam den Hof erwachen lassen - schön, liebe Lore!
    Bis bald! Martina

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.