Dienstag, 25. Februar 2014

Das Findelkind Teil 20

Sehr früh am nächsten Morgen brechen sie auf.
Mit reichlich mangiare und auch Geld versehen geht es ins Abenteuer.
Kurz halten sie noch bei Mariella und lassen sich noch einmal den Weg erklären, dann wandern sie den steinigen Bergpfad hinauf.
Oben angekommen bleiben sie stehen und genießen den Blick über die schöne Landschaft.
Dann laufen sie lachend den Pfad hinunter und lassen sich atemlos ins Gras fallen.
Da die Sonne inzwischen ziemlich hoch und die Luft vor Hitze flirrt, lagern sie im Schatten einer Trauerweide an der ein Bach vorbei fließt.
Sie hängen ermattet die Füße in das Wasser und auf einmal beginnt Vanessa übermütig zu strampeln und bespritzt ihren Bruder.
Bald stehen beide ihm Bach und bewerfen sich mit Wasser.
Lachend und erschöpft fallen sie auf die Wiese.
Die Sonne hat ihre Kleider bald getrocknet und nach einem gemütlichen Picknick wandern sie weiter.
Es wird schon dunkel, als sie an einen Wegweiser kommen, der ihnen zeigt, dass es bis R. noch
15 Kilometer sind.
Das schaffen wir heute nicht mehr,“ meint Peter,
wir sollten uns einen Platz zum Übernachten suchen.“
Forschend sehen sie sich um und entdecken in der Ferne einen Bauernhof.
Sie nehmen die abwärts führende Abkürzung über eine Weide.
Die Tür steht offen und laute Musik klingt aus einem Raum.
In einer kleinen bäuerlichen Küche steht eine alte Frau am Ofen und rührt in einem großen Topf aus dem köstliche Düfte steigen.
Die Kinder klopfen an die Tür und rufen laut
Bonjorno Signoria!“
Die Frau reagiert nicht, durch die laute Musik hat sie wohl nichts gehört.
Dann dreht sie sich zur Tür und erschrickt ein wenig aber dann lächelt sie breit, sodass man eine Zahnlücke erkennen kann, tippt auf das Radiogerät und die Musik verstummt.
Ein Schwall Italienisch stürmt nun auf die Kinder ein, bis Peter es gelingt „Germania“ dazwischen zu rufen.
Die Alte nickt grinsend.
Ah, Germania!“ Sie deutet auf die Bank und zeigt mit einer Geste , dass sie sich setzen sollen.“
Die Kinder legen ihre Rucksäcke auf die Bank und rutschen hinein.
Ein dicker grauer Kater springt hoch, schnuppert an den Rucksäcken und setzt sich dann zwischen die Kinder.
Wenn ihr mir von der Wurst etwas gebt, die ihr dabei habt, dann übersetze ich für euch.“
Die Kinder lachen.
Woher weißt du überhaupt, dass wir deine Sprachen verstehen können,“ will Vanessa wissen.
Ich komme weit herum!“ schnurrt der Kater.
Die Bäuerin, die meint Vanessa hätte zu ihr gesprochen nickt freundlich und lässt wieder einen Schwall Italienisch los.
Abgemacht, also was sagt sie?“
Sie meint die Tomatensoße und die Spagetti wären bald fertig und werden euch bestimmt gut schmecken.
Alfredo ihr Mann würde auch bald kommen und der könnte ein wenig eure Sprache.
Er hat in M. einen Stand auf dem Wochenmarkt und da kommen auch viele Touristen.“
Sie hören einen Traktor und gleich darauf kommt ein alter Mann in die Küche.
Die alte Frau redet auf ihn ein und gestikuliert mit beiden Armen.
Lächelnd tritt der Mann zu den Kinder.
Ich sein Alfredo, das meine Frau Maria, ihr kommen von Germania?“
Si,si, wir wollen ein klein wenig wandern und wollten sie fragen, da es schon dunkel ist, ob wir vielleicht in der Scheune übernachten dürfen?“ fragt Peter.
Si,si,si aber zuerst mangiare, meine Marie machen die beste Tomatensoße von Italien.
Die Kinder müssen grinsen.
Scheinbar meint jede italienische Frau, ihre Soße wäre die beste.
Als sie mit gutem Appetit die wirklich guten Spagetti essen, strahlt Maria beglückt.
Sie erzählen nun, dass sie morgen ganz früh,
weiter nach R. wollen und Alfredo bietet ihnen an sie mitzunehmen bis M.
Von dort wären es nur noch gute 5 Kilometer, das würden sie in einer Stunde schaffen.
Dann zeigt er ihnen wo sie im Schuppen schlafen können, der graue Kater folgt ihnen.
Fernando scheint mögen euch,“ lacht der alte Mann und die Kinder sehen sich an und grinsen.
Beide denken sie dasselbe.
Fernando war wohl mehr an der Wurst in ihrem Rucksack interessiert.
Und die bekommt er auch sobald Alfredo die Scheune verlassen hat.
Ich werde euch morgen wecken, wenn der alte Mann aufsteht.
Er fährt schon immer sehr früh zum Markt.
Jetzt muss ich meine Runde machen, habe da ein paar Miezen die schon sehnsüchtig auf mich warten.“
Die Kinder sehen ihm lachend nach als er gemächlich hinaus stolziert.
Da sie sehr müde sind, schlafen sie bald ein.




Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Lore
    Wieder ein neues Abenteuer für die Kinder, bin neugierig wie das endet
    Lieben Gruß Joachim

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  2. Sehr früh am Morgen brechen sie auf!!
    Liebe Lore, was ist denn mit dir los -
    du warst heute aber spät dran!! HaHa!!

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.