Samstag, 8. Februar 2014

Das Findelkind Teil 3



Sieben Jahre sind inzwischen vergangen.
Mariella hat sich zu einem hübschen klugen Mädchen entwickelt, das von ihrer Pflegemutter sehr viel Liebe bekam.
Der Bauer ein hochfahrender Klotz, begegnet dem Mädchen nur mit Unfreundlichkeit.
Wollte er doch seinen unehelichen Sohn als Erben für den Hof und nun sah es so als würde die Bäuerin ihre Pflegetochter als Erbin einsetzen.
Mariella aber ging dem mürrischen Mann aus dem Weg.
Sie liebte ihre Mutter innig und auch an Beatrice, die wie eine zweite Mutter für sie war, hing sie sehr.
Und Arianne, die Tochter von Beatrice war ihr wie eine Schwester.
Eben wieder laufen die beiden kichernd über den Hof und versuchen eines der kleinen Kätzchen einzufangen.
Signoria Elena liegt auf einem Liegestuhl, eine Decke über den Knien und beobachtet lächelnd das fröhliche Herumtollen der Kinder.
Ein heftiger Husten schüttelt sie.
Seit einer schweren Lungenentzündung im Winter hat sie sich nicht mehr richtig erholt.
Mariella kommt zu ihr, das kleine Kätzchen auf dem Arm.
Sie nur Mama, Pietrona hat Junge bekommen.“
Sie setzte das maunzende kleine Bündel auf der Decke ab.
Das Kätzchen beginnt sofort mit den
Vorderpfötchen zu treten, wobei es das Mäulchen mit den kleinen Milchzähnchen weit aufreißt und miaut.
Die Bäuerin streichelt es und zufrieden rollt sich das kleine Geschöpf zusammen und fängt zu schnurren an.
Signoria Elena sieht liebevoll ihre kleine Pflegetochter an.
Mariella habe ich dir eigentlich schon gesagt wie lieb ich dich habe?“
Ach Mutter so oft! Und ich habe dich doch auch ganz schrecklich doll lieb!“
Sie umarmt ihre Mutter und läuft zurück zu ihrer Freundin Ariane.
Lächelnd sieht die Bäuerin ihr nach, doch dann wird ihr Blick düster.
Sie fühlt, dass ihre Zeit auf Erden bald abgelaufen ist und was wird dann aus dem Mädchen?
Sie weiß, dass ihr Mann nur darauf wartet den Hof zu erben und dass dann seine Geliebte mit ihrem gemeinsamen Sohn hier einziehen wird.
Zwar hat sie ein handschriftliches Testament gemacht, in dem sie Mariella den Hof vermacht hat und Anna und Beatrice als Zeugen unterschreiben lassen.
Somit wäre das Testament rechtsgültig.
Aber was ist, wenn ihr Mann es findet und verschwinden lässt?
Sie muss unbedingt einen Notar kommen lassen.
Doch dazu kommt es nicht mehr.
In der Nacht stirbt sie.
Mariella ist untröstlich, schluchzend wirft sie sich über ihre tote Mutter bis Beatrice sie weg holt.
Alle trauern um die Signoria, war sie doch eine gute Herrin gewesen und bei allen beliebt.
  
Nur der Bauer kann seinen Triumph kaum verbergen.

Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Lore
    Es ist so wie im richtigen leben, das gute muss gehen und das schlechte bleibt.Aber ich denke es wird sich noch einiges ändern in Deiner Geschichte.
    Lieben Gruß Joachim

    AntwortenLöschen
  2. Ach herrje, wir wird es nur weitergehen?
    LG Martina

    AntwortenLöschen
  3. Eine sehr spannende Geschichte, liebe Lore!
    LG Calendula

    AntwortenLöschen

Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.