Mittwoch, 5. März 2014

Aschermittwoch






Heute ist Aschermittwoch, er beendete die närrische Zeit und ist der Anfang der 40tägigen Fastenzeit bis Ostern.
Ich habe mal im Kalender nachgezählt, eigentlich sind es dieses Jahr 46 Tage.
Woher aber kommt der Name Aschermittwoch, der sich ja offensichtlich von dem Wort Asche ableitet.
Nun bereits im Alten Testament wurden die Menschen die eine schwere Sünde begangen hatten in ein Bußgewand gehüllt mit Asche bestreut und aus der Kirche vertrieben.
Da zu den damaligen Zeiten die Asche auch als Putzmittel galt, sagte man dieser reinigende Wirkung nach.
Im Laufe der Zeit wurde das öffentlich an den Pranger stellen abgeschafft.
Obwohl ich mir da nicht so sicher bin, die Methoden haben sich nur verfeinert.
Wenn ich beobachte wie heute in den Medien mit manchen Menschen umgegangen wird.

Papst Urban II ordnete im 11. Jahrhundert an, die Asche zu segnen.
Während das Aschenkreuz auf der Stirn des Gläubigen aufgetragen wird spricht der Priester den Segen mit den Worten:
Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurück kehrst.“

Wozu dient die Fastenzeit?
Hauptsächlich als Buße und Besinnung, aber sie sollte auch an das 40tägige Fasten Jesus in der Wüste erinnern.
Während der Fastenzeit sollte man auf einige Dinge verzichten, besonders der Verzehr von blutigem Fleisch war untersagt.
Deshalb aß man Fisch, denn dieser blutet nicht.
Noch heute gibt es in vielen Haushalten mittags Fisch am Aschermittwoch.
Übrigens Bier und Schnaps waren erlaubt, zwecks der Verdauung.
Ein kleiner boshafter Teufel flüstert mir gerade zu, dass damals die Gesetze nur von Männern gemacht wurden.

Ich selbst mochte den Aschermittwoch überhaupt nicht.
Wir gingen gemeinsam mit der ganzen Schulklasse in die Kirche, mussten uns vor dem Altar hinknien und während der Pfarrer irgendwelche lateinische Worte murmelte bekamen wir mit Asche ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet.
Wie ich das hasste und am liebsten hätte ich es sofort weg gewischt, vor allem weil sich immer wieder kleine Teilchen lösten und man befürchten musste sie ins Auge zu bekommen.
Aber es ist gut, dass es noch solche Rituale gibt und uns auch daran erinnern, wie vergänglich unser Leben ist.
Deshalb sollten wir keine Zeit vergeuden und trachten die
Welt ein wenig besser zu machen.


Ich wünsche euch einen besinnlichen Aschermittwoch