Samstag, 1. März 2014

Das Findelkind Teil 24





Maria empfängt sie strahlend und nach reichlich mangiare übernachten sie wieder im Schuppen.
Am nächsten Morgen nach Milchkaffee und Marmeladenbroten, mit reichlich mangiare für unterwegs und einem liebevollen Abschied von den beiden lieben alten Leuten geht es weiter.
Diesmal trödeln sie nicht, denn es zieht sie nach Hause.
Und es ist kurz nach Mittag, als sie bei der Höhle von Mariella ankommen.
Von dem Mädchen ist aber weit und breit nichts zu sehen.
Ein Eichkätzchen kommt den Weg entlang.
Eure Mutter hat sie gestern Abend mit genommen.“
Als Peter und Vanessa den Hof betreten, läuft ihnen Mariella freudestrahlend entgegen.
Doch wie sieht sie aus, nicht wiederzuerkennen.
Ihre Haar sind zu zu einer hübschen Frisur geschnitten und sie trägt ein weißes Kleid, das mit Margeriten bestickt ist.
Wow! Du bist ja eine kleine Prinzessin!“ staunt Peter.
Mariella strahlt, hebt das Röckchen und dreht sich geziert im Kreis.
Schön nicht? Francesca hat mir die Haare geschnitten und eure Mama hat mir das Kleid gekauft. Aber nun kommt, sie warten schon alle auf euch!“
Sie dreht sich um und rennt zurück ins Haus, als wäre sie hier schon immer daheim.
Kopfschüttelnd folgen ihr die Kinder.
Im Flur legen sie ihre Rucksäcke ab und werden von Francesca begrüßt, als sie die Küche betreten
Mariella eilt zum Kühlschrank, holt einen Krug Zitronenlimonade heraus , schüttet sie in zwei
Gläser und bringt sie ihren Freunden.
Du kennst dich ja hier schon ganz schön aus,“ grinst Peter.
Sie helfen mir soviel, dabei sollte sie doch gar nicht, schließlich ist sie eine Principessa!“ sagt Francesca und streicht dem Mädchen liebevoll über die Haare.
Aber mir macht es doch großen Spaß, basta!“
Peter und Vanessa grinsen.
Das scheue Waldkind war ja sehr selbstbewusst geworden.
So musste sie gewesen sein bevor man sie vertrieben hatte.
Verena kommt herein.
Ach da seid ihr ja, und Erfolg gehabt?“
Die Kinder nicken.
Mariella sei doch so nett und suche Giovanni und Michael, sie möchten bitte in die Küche kommen.
Wie der Blitz saust die Kleine hinaus.
Francesca sieht ihr mit Tränen in den Augen nach.
Wenn man bedenkt, da lebt dieses arme Kind ganz in der Nähe in einer Höhle und wir wissen von nichts.“
Aber wenigsten hat sich jetzt aufgeklärt, warum unsere Kuh jeden Morgen bevor sie auf die Weide ging einen ausgiebigen Waldspaziergang machte,“ lacht Giovanni, der gerade mit Michael in die Küche kommt.
Hallo, ihr zwei Helden!
Mariella hat uns ja gestern schon erzählt wie es ihr ergangen ist und eure Mutter hat uns auf die Ähnlichkeit mit der Baronin hingewiesen, die wirklich erstaunlich ist.
Und auch, dass ihr nach R. gegangen seid, um nach Beweisen zu suchen, hattet ihr Erfolg?“
Die Kinder nicken und beginnen den aufmerksam Lauschenden ihre Abenteuer zu erzählen.
Als sie an die Stelle mit dem Mehl kommen wird herzlich gelacht und als dann Peter erzählt wie Filippo Arianne an den Haaren gezogen, dann auch noch Vanessa angreifen wollte und er ihn tüchtig verkloppt hat, springt Mariella auf, fällt ihm um den Hals und drückt ihm einen Kuss auf die Wange.
Entsetzt schuppst Peter sie weg und fährt sich mit dem Handrücken über die Backe.
Igitt, lass das bloß sein sonst bin ich die längste Zeit dein Freund gewesen.“
Aber Peter in zehn Jahren denkst du sicher anders darüber,“ lacht Giovanni.
Niemals!“ ruft Peter im Brustton der Überzeugung.
Schallendes Gelächter erfüllt die Küche.
Während Peter im Flur die Blechdose aus dem
Rucksack holt, erzählt Vanessa noch den Rest ihrer Erlebnisse und gibt auch die lieben Grüße von Beatrice und Arianne an Mariella weiter.
Dann wird der Inhalt der Dose auf dem Tisch ausgebreitet.
Giovanni liest das Geständnis vor.
Er lässt die Blätter sinken und blickt in die Runde.
Das Geständnis des ehemaligen Kindermädchens dürfte Beweis genug sein, dass es sich bei Mariella um die entführte Baroness Evangelina handelt.“
Er streichelt dem Mädchen das zwischen ihm und Francesca sitzt, und ganz vertieft die Bilder ihrer Eltern in dem Medaillon betrachtet, über den Kopf.
Mariella legt das Medaillon vorsichtig auf den Tisch und murmelt so leise, dass man sie kaum verstehen kann.
Und wenn sie mich nun gar nicht haben wollen?“
Francesca nimmt sie in ihre molligen Arme und knuddelt sie.
Du Dummerchen, warum sollten sie so etwas liebes wie dich nicht haben wollen, dann bekommen sie es aber mit mir zu tun.“
Mariella lacht.
Vanessa aber sieht sich suchend auf dem Tisch um.
Wo ist eigentlich der kleine Zettel, der in dem Medaillon war?“
Keiner hat ihn gesehen.
Verena räuspert sich und als Vanessa zu ihr hinüber sieht, schüttelt ihre Mutter leicht den Kopf.
Das Mädchen zuckt die Schultern und meint:
Dann haben wir ihn verloren, aber ich denke nicht, dass er wichtig ist.“
Giovanni schüttelt den Kopf.
Das Medaillon und das Geständnis genügen, auch habt ihr gesagt, dass Beatrice euch den Zettel vorgelesen hat.“
Es wir nun ausgemacht, dass Giovanni und Michael zum Baron gehen und mit ihm sprechen und der kann dann entscheiden wie es weitergeht.
Peter nehmen sie mit, kann er doch alles besser erzählen.
Francesca, die sich sehr gefreut hat, als Mariella ihr erzählt hat, wie gut ihr der Mandelkuchen geschmeckt hat, will nun backen und das Mädchen möchte ihr helfen.
Vanessa setzt sich mit ihrer Mutter auf die Veranda.
Als sie alleine sind fragt sie nach dem verschwundenen Zettel.
Verena lacht.
Es befand sich gar kein Zettel in dem Medaillon.
Die Elfen haben am Abend bevor ihr zu Beatrice gekommen seid, den Zettel erst hinein gelegt.
Sie wollten die Sache für dich und Peter einfacher machen.“
Das hat uns auch wirklich sehr geholfen.“
Verena erhebt sich.
Will mal sehen, ob ich in der Küche helfen kann.“
Vanessa aber schlendert hinüber zu den Tieren und setzt sich auf das Gatter.
Nun erzählt sie den aufmerksam Lauschenden
was inzwischen alles geschehen ist und dass
Mariella eine Heimat gefunden hat.
Alle freuen sich sehr nur die Ziege meckert:
Dann brauche ich wenigstens nicht mehr mitten in der Nacht in den Wald zu laufen.“
Vanessa wirft ihr nur einen Blick zu und die Noemi dreht sich um und versteckt sich in der entferntesten Ecke.
Der Jeep des Tierarztes kommt zurück und Vanessa läuft ins Haus.
Sie stutzt, denn auch der Baron ist da.
Er hält Mariella an den Händen und betrachtet sie lächelnd.
Ich bräuchte die Beweise gar nicht, mein liebes Kind, du siehst deiner Mutter so ähnlich.“
Gerührt nimmt er das Mädchen in die Arme.
Bald verabschiedet sich der Baron und nimmt Mariella mit.
Die Zurückbleibenden sind in einer seltsamen Stimmung.
Wie wird die Baronin wohl reagieren?
Das Telefon schrillt und Giovanni nimmt den Hörer ab, grinst und stellt auf laut.
Mariella ruft mit übersprudelnder Stimme:
Meine Mama hat sich ganz doll gefreut und kann gar nicht mehr aufhören zu weinen, aber sie sagt das ist vor lauter Freude. Sie sind alle so lieb hier. Es ist wunderschön hier und ich muss nun wieder zu meiner Mama!
Danke Peter, danke Vanessa!“
Der Hörer wird aufgelegt.

Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Lore
    Ein glückliches wiederfinden und eine Freude für alle Beteiligten, auch für dieleser.
    Lieben Gruß Joachim

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  2. Libe Lore,
    ich möchte mich auch mal wieder melden.
    Ich lese jeden Tag bei dir und bin immer gespannt,
    wie es weitergeht.
    Einen schönen Abend wünscht Dir
    Irmi

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.