Sonntag, 30. März 2014

Die Sache mit der Zeit



Nun haben sie uns also wieder die Stunde gestohlen, die uns im Herbst geschenkt wurde.
Mein Nachbar, der Schicht arbeitet, stöhnte, weil er heute Nacht eine Stunde weniger schlafen darf.
Ich weiß zwar nicht, ob diese Zeitumstellung überhaupt einen Sinn hat.
Die Natur jedenfalls hat sich nicht umgestellt, denn meine Vögel vor dem Fenster jubilierten erst um fünf statt um vier.
Lange konnte ich mir nicht merken, wann die Stunde vor und wann sie zurück gestellt wurde.
Doch dann gab mir eine Bekannte einen Tipp.
"Im Sommer stellt man die Blumen vor das Haus, im Winter wieder zurück!"
Ist doch einfach und leicht zu merken.
Ich jedenfall weiß jetzt Bescheid.




Ich habe ja unlängst über Dialekte geschrieben und ich liebe ja die Bayern, schon allein wegen ihrem schlitzohrigen Humor.
Wie das folgende Gedicht (Verfasser unbekannt) beweist.


Hier ruhen unter Fels und Eis
Ein toter Bayer und a Preiss
Bet für den Bayern, Wandersmann
Der Preiss geht dich an scheißdreck an
Doch wenn du betest, dann bete leis,
Sonst wacht er wieder auf der Preiss

Dieses Gedicht hat meine Schwiegermutter für uns gemalt, leider ist das Foto nicht gut gelungen.
Aber so ist es, nichts kann brennen so heiß, wie die heimliche Liebe zwischen Bayern und Preiss.

Nun wünsche ich euch einen schönen Sonntag.