Sonntag, 23. März 2014

Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch

Zuerst einmal möchte ich Anita begrüßen, die eine neue Leserin ist und auch eine, die kommentiert, das freut mich ganz besonders.
Guten Tag Anita

Obwohl die Vögel vor meinem Fenster bereits fröhlich ihr Morgenlied angestimmt haben, sieht es doch nicht so toll aus. Es scheint es liegt Regen in der Luft.
Aber macht nichts, wir haben ja Sonne im Herzen.
Vor einigen Tagen besuchte mich eine Freundin und brachte mir, wie so oft schon eine neue kleine Elfe für meine Sammlung mit.




Ist sie nicht süß, wie sie so verschämt guckt.
Erinnert mich ein bisschen an mich in meiner Kindheit. Ich wurde auch bei jeder Gelegeneheit rot wie eine Tomate. Oh, wie ich das hasste.
Ja, ich wurde sogar rot, wenn andere was angstellt hatten und das ließ mich dann wie der arme Sünder persönlich wirken.
Manchmal ist es direkt von Vorteil, wenn man älter wird! Lach!
Nun wünsche ich euch einen schönen Sonntag, doch bevor ich gehe möchte ich euch noch ein wenig von den Amseln erzählen,dazu hat mich eine Begegnung gestern im Garten inspiriert.


Die Amsel

Früher war die Amsel ein scheuer Waldbewohner, den man selten zu sehen bekam.
Davon bemerkte ich nichts, als ich gestern mit meinem Rollator im Garten spazieren fuhr.
Stand doch nicht nicht weit von mir ein frecher kleiner Amselmann und sein gelboranger Schnabel bewegte sie heftig, als wollte er mir  etwas erzählen oder mich auch schimpfen.
Schade, dass ich die Vogelsprache nicht beherrsche.
Die Amsel gehört zur Familie der Sperlingsvögel und ist unsere dunkelste Drosselart.
Während die Männchen in einem schwarzes Gefieder glänzen, sind die Weibchen bräunlich gefiedert und wirken eher unscheinbar.
Die Amseln sind sehr lebhaft, was ich an meinem kleinen Freund im Garten sehr wohl bemerken konnte, denn Angst hatte er keine vor mir und sein Schnabel ging ziemlich aufgeregt.
Auch können sie wunderschön flötend singen und sie haben auch Talent als Stimmenimitator.
Ihr Gesang ist besonders im Frühjahr bei Tagesanbruch zu hören, wenn das Männchen sein Revier absteckt.
Es sitzt dann auf einem Baum oder Dachfirst, lässt seine Lieder erklingen und fordert damit seine Artgenossen heraus.
Die Amsel ist sehr robust und Anpassungsfähig und der frühere scheue Waldvogel ist heute oft in Dörfern und Städten zu sehen.
Sein mystisch schwarzes Gefieder lässt ihn in Geschichten oft als Begleiter von Zauberern und Druiden auftreten.
So erzählt die Legende von Rhibannan, dass drei Amseln auf dem Weltenbaum sitzen und mit ihrem Gesang setzen sie die Zuhörer in Trance und lassen sie in eine andere Welt reisen und mit geheimem Wissen wieder zurück kommen.
Nun meine Amsel hat mich nicht mit geheimen Wissen zurück gelassen, aber sie hat mich doch inspiriert über sie zu schreiben.






Ich habe sogar ein Gedicht von Frau Ammerich dazu gefunden.

Erster Amselschlag

Hörst du die Amsel im Garten
Sie singt ihr erstes Lied
Das nach langem Warten
Voll Glück ins Herz uns zieht

In geheimnisvolle Tiefen
Dringt seine Zaubermacht
Die Knospen, die noch schliefen
Sind farbenfroh erwacht

Und jedes Lied weckt auf`s neue
Blüten ohne End und Zahl
Es leuchtet des Himmels Bläue
Frühling wird`s überall

Die Menschen hoffen und träumen
Ihr Herz das weint und lacht
O Amsel sing ohne Säumen
Hast ein Wunder vollbracht

E. Ammerich





Kommentare:

  1. Guten Morgen, liebe Lore! Ja, das Vogelgezwitscher wieder zu hören ist einfach schön.
    Was du über dich als Kind geschrieben hast, passt 1 : 1 zu mir. Ich war ganz genau so.
    Dieses rot werden war einfach ganz furchtbar. Ich habe sogar einmal angefangen zu weinen,
    als andere Kinder ausgeschimpft wurden. Ja, wir waren - oder sind - halt 'Seelchen'.
    Einen schönen Sonntag - hast du die neuen Reizwörter schon gefunden? LG Martina

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  2. Guten Morgen liebe Lore

    Die Amsel bleibt über den Winter hier, dagegen die Drossel ein Zugvogel ist und om Winter Richtung Süden fliegt.
    Wenn die Amsel auf der auf den Baum auf der Spitze oder außen am Ast sitzt und singt , so wird es schönes Wetter. Singt die Amsel im Geäst des Baumes, so bedeutet es Regenwetter. Das habe ich ein leben lang beobachtet.
    Liebe Grüße Joachim

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  3. Liebe Lore,
    eine ganz goldige Elfe. Ich wurde zwar nicht rot, sondern leichenblass -
    wie man immer sagte. Ist auch nicht so schön.
    Über die Amsel habe ich gestern auch einen langen Post gescshrieben.
    Das Gedicht gefällt mir sehr gut.
    Einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Irmi

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  4. Liebe Lore,
    so eine hübsche Elfe, sie guckt wirklich ganz verschämt, niedlich!
    Als Kind hatte ich ein gutes Selbstbewusstsein, ich traute mir alles zu und versuchte auch alles. Mein Papa fand das toll und er war sehr stolz auf mich, als ich meinen ersten gesanglichen Auftritt in einer Kirche hatte. Meine Mutter war d eher ängstlich, sie traute mir das nicht zu und sagte oft: Das kannst du (noch) nicht. Das hat mich immer ein wenig gebremst. Ich bin aber trotz allem ein "Bühnenmensch", habe weniger Angst allein mit mir oder einem Instrument auf der Bühne zu stehen, als davor in einer großen Menschenmenge zu sein und nicht weg zu können. So sind wir alle unterschiedlich und das macht das Leben wohl spannend!
    Liebe Grüße am Sonntag
    deine Regina

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  5. Liebe Lore,

    ich habe mich soooo gefreut über deine herzliche Begrüßung, vielen Dank!
    Es ist schon ein besonders Gefühl, auf einmal den eigenen Namen zu lesen.
    Die Schüchternheit habe ich auch so wie du erlebt und bin froh, dass ich sie im Alter fast ganz ablegen konnte. Nur noch selten fühle ich mich sofort Schuldig, wenn etwas passiert ist.
    Manchmal bin ich noch ganz erschrocken darüber und auch sehr dankbar, wie ich mich geändert habe. Hier muss ich mich bei meinem Mann tausendmal bedanken. Es lebt sich besser so!
    Ich habe mir viele Gedanken gemacht und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Erziehung hierbei einen wichtige Rolle spielt. Heute werden Kinder in der Regel ganz anders erzogen, so dass sie über eine starke Persönlichkeit mit einem gut ausgeprägten Selbstwertgefühl verfügen.
    Deinen Liebe zur Amsel teile ich und freue mich über deine guten Informationen. Die Beobachtungen von Joachim waren mir auch neu, schön dass er sie weitergibt. Ich danke euch beiden!
    Hier noch ein kurzes Amselgedicht, vielleicht kennst du es nicht!?

    Amsel singt im Himmelssaal.
    Eine kahle Pappelspitze
    wählte sie sich aus zum Sitze
    für ihr Lied hoch überm Tal.
    Wolken fliegen in den Raum,
    wie die Pferde ohne Zaum,
    jagen an dem Berg entlang,
    leidenschaftlich von Gebärde
    wie der frische Amselsang.

    Max Dauthendey
    (1867 – 1918)


    Hab noch einen schönen Restsonntag liebe Lore und alles Gute für dich

    Anita

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.