Samstag, 15. März 2014

Traurigkeit - Gedicht: Tränen








Auch die Traurigkeit gehört zum Leben. 
Zur Zeit hat mich wieder eine große Traurigkeit umfasst.
Mein Mann ist nun seit einem halben Jahr schon in der anderen Welt, von wo es keine Wiederkehr gibt.
An manchen Tagen bin ich voller Zuversicht und mit klaren Blick in die Zukunft, die ja nun ohne ihn statt finden muss.
Aber dann wird mir wieder bewusst, dass er niemals mehr mit grummeligen Gesicht frühmorgens in die Küche schlurft und erst nach der ersten Tasse Kaffee mir ein Lächeln schenkt.
Dass ich nie wieder sein Lachen hören kann und er hat gerne gelacht.
Auch vermisse ich sein  liebevolles  "na du Vogel!" Zugegeben am Anfang unserer Beziehung war ich sein Spatz, da kann ich doch froh sein, dass sich im Laufe der Jahre die Tier nicht vergrößert haben.
Ich vermisse seine Geradlinigkeit und Ehrlichkeit, in einer Welt in der man diese Tugenden immer seltener antrifft.
Ich kann mich noch erinnern, als er mit der Seefahrt aufhörte und seinen ersten Job an Land annahm, wie frustriert er war, über das "hintenherum Gemauschel" seiner neuen Kollegen.
Ich vermisse einfach ihn.
Irgendwann wird er Schmerz sich lindern, Zeit heilt alle Wunden und die Erinnerung wird ewig bleiben.
Vielleicht versteht ihr jetzt auch, warum ich zur Zeit nicht in meinen Blog hier schreibe.
Mit einem Gedicht von "Die Nachitgall" wünsche ich euch ein schönes Wochenende.

 
 Tränen

Jedes Lebewesen wird mal weinen,
Auch wenn es nur will scheinen,
Tränen sind oft sehr nah,
Geben einen Ausdruck dar.

Wenn einer meint er darf niemals weinen,
Der werfe mal zuerst mit Steinen,
Als Kind und auch Erwachsen dann,
Fließen Tränen mal irgendwann.

Ist ein Schmerz mal ganz groß
Und man tapfer keine Träne vergoss,
Ist das vielleicht nur zur Schau gestellt,
Aber einmal kommen die Tränen hervor gequellt.

Wenn tiefe Trauer uns erschüttert,
Und das Leben ist total zerrüttet,
Da muss man weinen dann und wann,
Weil das uns dann erleichtern kann.

Tränen sind für Frau und Mann
Niemals eine Schande dann,
Der Körper wird gewaschen rein,
Von viel Schmerz und Pein.

Nun gibt es auch noch andere Tränen,
Die uns lassen vor Freude erbeben,
Hat jemand denn mal so gelacht,
So dass der Bauch uns Schmerzen macht?

Egal ob Trauer oder Fröhlichkeiten,
Tränen können vieles bedeuten,
Und zeigen sie sich dann im Gesicht,
Braucht man sich zu schämen nicht.

Warum kommen denn die Tränen an,,
Sie zeigen uns den Gemütszustand,
Worauf ein Jeder auch kann schließen,
Ist es Trauer oder Vergnügen.

Nicht verzagen, man kann es glauben,
Auch wenn sie strömen aus den Augen,
Weinen darf man zu jeder zeit,
Vor allem, man ist dazu bereit.

Die Nachtigall




Kommentare:

  1. Ach, meine liebe Lore, das klingt immer noch nicht gut. Ich wünsch dir ganz viel Kraft und dass der Schmerz über den Verlust deines lieben Mannes bald erträglicher wird. LG Martina

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  2. Ich denke an dich!!!!!!

    Alles Liebe
    deine Regina

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  3. Liebe Lore
    Grüble nicht über Vergangenes, es ist Gift für das eigene Wohlbefinden
    man schreibt oder sagt diese Worte so einfach dahin,aber was gewesen ist ist unwiederbringlich, man braucht es nicht zu vergessen,aber es bleibt in Erinnerung im herzen.
    Lieben Gruß Joachim

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.