Sonntag, 6. April 2014

Die teuerste Blume der Welt

Gerne lese ich historische Romane und da stolperte ich neulich über die unglaubliche Geschichte der Tulpenzwiebel.
Neugierig geworden recherierte ich ein wenig im Internet und fand erstaunliches über die uns heute so selbstverständliche Tulpe.
Wusstet ihr, dass die Tulpen den ersten Börschenkrach verursachten?












 Tulpen, die teuersten Blumen der Welt

Die Tulpen sind das Wahrzeichen Hollands.
Ursprünglich stammte diese Blumen aus Zentralasien, schmückte im Mittelalter die Gärten am persischen Hof und gelangte später zu den osmanischen Herrschern in Istanbul.
Dort entdeckte sie im Jahr 1554 der Flame Gislain de Busbecq, der eine österreichische Gesandtschaft zum Sultan begleitete.
Er brachte einige der Blumen unter dem Namen „Tulpian“ zu Carolus Clusius einem berühmten Botaniker, der in Wien die kaiserlichen Gärten verwaltete.
Als Clusius 1593 in Leiden in Südholland die botanischen Gärten übernahm begann eine wahre „Tulpomanie“.
Schnell erregte diese exotische wunderschöne Blume die Gier der Reichen und die Tulpe wurde zum Statussymbol der Vermögenden.
Da die Pflanzen sich aber nicht beliebig vermehren ließen, trieb dies die Preise enorm in die Höhe.
Die ersten Spekulanten und Geschäftemacher witterten das ganz große Geschäft. Kredite zu enorm hohen Zinsen wurden vergeben.
Da die schönsten Flammenmuster zufällig durch einen Blattlaus-Virus entstanden sind, konnten sie nicht gezüchtet werden, sondern galten als Einzelstück.
Das trieb die Preise noch höher.
Der Tulpenwahn wurde immer größer.
1633 wurde in der Hafenstadt Hoorn ein Haus für 3 Tulpenzwiebel verkauft.
Und die teuerste Tulpenzwiebel wechselte den Besitzer im Nov. 1636
für 17 280 Gulden, das entspricht heute 17 Millionen Euro!
Doch immer, wenn die Gier zu groß wird, platzt die Seifenblase.

1637 verdoppelten sich die Preise, doch am 7.2.1637 bei
einer Versteigerung in Harlem fanden sich keine Käufer mehr, denn niemand konnte sich noch eine Tulpenzwiebel leisten.
Panik brach aus und jeder wollte seine Zwiebel loswerden. Die Preise fielen um 95%.
Viele verloren ihr gesamtes Vermögen.
Der wohl Prominenteste ist der Maler Rembrandt.
Schließlich verfügt die holländische Regierung am
27.4.1637:
Tulpen sind nur gewöhnliche Blumen und müssen auch als solche behandelt werden.“

So können auch wir gewöhnlich Sterblichen uns an dieser schönen Blume erfreuen.

Die wohl teuerste Mahlzeit verspeiste übrigens 1637 ein Seemann.
Er war zum Fisch essen eingeladen und verspeiste die
25 000 Euro teure Tulpenzwiebel als Beilage.
Der Gastgeber hatte sie wohl auf den Tisch gelegt, um mit seinem Reichtum zu protzen.
Hochmut kommt vor dem Fall!
Ich denke mal, der Seemann wurde nie wieder zum Essen eingeladen.

 













Kommentare:

  1. Liebe Lore,
    ich habe über diese Geschichte vor einigen Jahren hier auch schon geschrieben. Es gab den Tulpenkrieg. Das ist heute kaum noch vorstellbar.
    Schön. dass du noch einmal darauf hingewiesen hast.
    Einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Irmi

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  2. Hallo liebe Lore,

    ich kannte die Sache mit der Tulpe und der Börse und es ist schön, dass du daran erinnerst.
    Es zeigt so deutlich, was die Gier mit den Menschen macht und auch, dass der Mensch nichts dazu lernt.
    Trotzdem mag ich diese Blume gerne, weil sie mit zu den ersten Frühlingsblumen im Garten gehört.

    Sonnige Sonntagsgrüße

    Anita

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  3. Hallo liebe Lore, für mich war die Geschichte neu und ich habe wieder einmal etwas dazu gelernt. Also hier in den Blogs gibt es immer wieder so viel Neues und Tolles. Danke und einen schönen Sonntag! Martina

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  4. Guten Morgen liebe Lore
    Das hast Du schön beschrieben mit der Tulpenzwiebel.
    Die Geschichte kenne ich auch

    Einen schönen Wochenstart und liebe Grüße von Joachim

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  5. Liebe Lore,
    ich habe gerade diesen interessanten Post bei Dir entdeckt. Ob der Seemann wohl die Tulpenzwiebel vertragen hat? Und welches Glück, dass es uns heutzutage möglich ist, unendlich viele Tulpenzwiebeln zu kaufen. Die Tulpe bringt uns immer so viel Farbe nach dem langen Winter, dass ich sie nicht missen möchte.
    LG und einen schönen Tag
    Astrid

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.