Montag, 1. September 2014

Morgen ist wieder Reizwort-Geschichtentag







Zuerst einmal Danke für die lieben Kommentare zum Todestag meines Mannes und dir lieber Joachim danke für das tröstende Gedicht.
Meine Freundin, die ich schon über vierzig Jahre kenne und die eine begeisterte Leserin meines Blogs ist, stand gestern dann überraschend vor meiner Tür mit den Worten: "Jetzt muss ich doch mal nach dir sehen."
Danke liebe Uschi und da du meine Geschichten so liebst werde ich mir weiterhin große Mühe geben, um dich und all die netten Leser hier zu unterhalten.

Morgen ist also wieder Reizworttag.
Da in meiner Geschichte eine Taube einen kurzen Auftritt hat, will ich euch heute ein Gedicht von meinem Mail-Freund "Die Nachtigall" vorstellen, das dazu passt.



Das Taubenpaar


Taubenfrau und Taubenmann,
die sehen sich ganz verliebt an,
sie gurren ihre Liebesworte,
sitzen an ihrem Lieblingsorte.



So geht das schon ein ganzes Jahr,
immer sitzen beide da,
nie ist ein Täubchen ganz allein,
wie schön muss doch die Liebe sein.

Einmal saßen sie wieder auf dem Dach,
das Weibchen sagt, ich fliege jetzt fort,
ich fliege jetzt wirklich dahin,
wo das Leben hat einen Sinn.

Das Männchen sprach, das kann nicht sein,
denn dann bin ich ja ganz allein,
das Weibchen sieht ihn zärtlich an,
dann flieg doch mit, lieber Mann.
 




Das Fliegen war für sie eine große Wonne,
eine Fröhlichkeit in der warmen Morgensonne,
sie flogen weit in das land hinein,
immer bei strahlenden Sonnenschein.

Doch dann kam ein Wetter böser Art,
es regnet und es windet stark,
sie suchten einen stillen Ort,
und fanden ihre Ruhe dort.




Sie sahen sich an und gurrten leise,
am Besten lebt man nach seiner Weise.
Wir sitzen hier am fremden Ort,
und die Heimat ist so weit fort.

Das hörte auch der Sonnenschein,
und lud die Täubchen zu sich ein,
zeigte ihnen den Weg nach Haus,
und das Gedichtchen ist nun aus.