Sonntag, 30. November 2014

Advent bei Oma und Opa

Regina und ich haben etwas Neues ausprobiert. Wir haben eine Geschichte gemeinsam geschrieben.
Wie das geht?
Nun Regina fing  an, schickte die Zeilen per Mail an mich und ich musste dann die Geschichte fortsetzten, und das ging dann immer fröhlich hin und her.
Das erinnert mich an ein Spiel in meiner Kindheit, dass ich mit meinen Freunden immer gespielt habe.
Wir setzten uns in einem Kreis zusammen. 
Mit einem Los wurde ein Spieler ausgewählt, der dann eine Geschichte begann, abrupt aufhörte und dann musste der rechts neben ihm weitererzählen, das ging dann den Kreis herum, bis einer nicht mehr weiter wusste.
Nun bin ich gespannt wie euch unsere gemeinsame Geschichte gefällt.

Viel Spaß beim Lesen







 Advent bei Oma und Opa


In den Fenstern des Dorfes war das letzte Licht erloschen. Die Menschen hatten sich unter ihre Decken gekuschelt und ruhten sich aus. Großvater Schinkel hatte eine Nachtmütze aufgesetzt, weil er kein Haar mehr hatte und am Kopf immer so fror. Seine Frau hatte sich zuerst darüber lustig gemacht, dann aber sah sie ein, dass es sich mit warmem Kopf besser schlafen ließ und sie gewöhnte sich an den Anblick.
Im Zimmer nebenan schliefen die Enkelkinder, die für ein paar Tage zu Besuch waren, weil die Eltern eine Geschäftsreise machen mussten. Die Großeltern glaubten jedenfalls, dass die Kinder längst im Land der Träume angekommen waren.
In seinem Korb im Flur schlief Leo, der Neufundländer.
Doch die Mädchen hatten sich mucksmäuschenstill unter der Bettdecke verkrochen und erst als sie den Opa leise aus dem Nebenzimmer schnarchen hörten, kamen sie hervor.
Sie setzen sich auf die Fensterbank, die schön warm war, da darunter der Heizkörper stand. Renate hatte die Arme um die angezogenen Knie geschlungen und sah hinaus in die dunkle Nacht. Vereinzelt fielen Schneeflocken vom Himmel.
Meinst du es liegt morgen so viel Schnee, dass wir rodeln können?“, fragte sie ihre, um ein Jahr jüngere, Schwester Susi.
Diese schrak aus ihren Gedanken auf.
Mir egal.“ Susi zuckte mit den Schultern.
Was hast du denn? Du bist den ganzen Tag schon so muffig und als Mama und Papa sich verabschiedeten, hast du sie kaum eines Blickes gewürdigt. Mama hat richtig traurig geguckt.“ Renate sah ihre Schwester vorwurfsvoll an.„Ach, das findest du wohl in Ordnung, dass sie uns hier abliefern, wie ein Paket“, ereiferte sich Susi.
Das ist doch Unsinn! Papa muss geschäftlich vereisen und wollte Mama unbedingt mitnehmen. Wir sind doch schließlich keine Babys mehr und bei Oma und Opa ist es doch auch schön!“
Susi schluckte und Tränen traten ihr in die Augen.
Aber wir waren doch noch nie von Mama getrennt!“, schluchzte sie. Ihre Schultern bebten. Renate versuchte die kleine Schwester zu trösten. „Komm!“, sagte sie und stand auf. Sie hob ihre Bettdecke einladend an. „Du darfst mit in meinem Bett schlafen und ich erzähle dir eine Geschichte. Magst du?“
Das ließ sich Susi nicht zweimal sagen. Mit einem Satz hüpfte sie ins Bett und zog die Decke bis zum Kinn.
Fang an!“, forderte sie Renate auf.
Die Große überlegte einen Moment und begann dann zu erzählen:
„Es waren einmal zwei Mädchen …“
„Die hießen Susi und Renate“, setzte Susi fort und schaute ihre Schwester gespannt an.
„Na gut, die hießen Susi und Renate und sie lebten mit ihren Eltern in einem kleinen Haus am Rande der Stadt. Eines Tages erzählte ihnen die Mutter, dass sie eine Überraschung für sie habe. Sie mussten nur noch warten, bis der Vater von der Arbeit nach Hause kam. Gemeinsam richteten sie das Abendessen her und die Mädchen deckten den Tisch ganz besonders schön, mit Servietten und Blumen, die sie aus Seidenpapier falteten. Schön sah das aus. Die Augen der Mutter strahlten und dann war es auch bald soweit, der Vater kam nach Hause.
Lächelnd musterte er den gedeckten Tisch.
„Was ist denn heute für ein besonderer Tag. Habe ich etwa Susis Geburtstag vergessen oder war es Renates?“
Vergnügt zwinkerte er ihnen zu.
Die Mädchen kringelten sich vor Lachen.
„Aber Papa du vergisst doch nie unseren Geburtstag und außerdem würde Mama dich dann daran erinnern.“
„ Ja, aber warum ist dann hier alles so schön und feierlich gedeckt, wenn niemand Geburtstag hat?“
Der Vater setzte sich auf seinen Stuhl und die Mädchen schmiegten sich rechts und links an seine Seite.
„Die Mama hat eine Überraschung für uns, aber sie will es erst sagen wenn du da bist“, erklärte Susi.
„Na, das bin ich ja dann wohl!“, erklärte der Vater und die Mutter sah drei erwartungsvoll blickende Augenpaare auf sich gerichtet.
Du machst es aber spannend! Nun sag schon, Renate, was ist es für eine Überraschung?“, fragte Susi, die wie gebannt an den Lippen ihrer Schwester hing. „Bekommt Susi etwa endlich die Puppe, die sie sich schon lange wünscht?“
Du denkst immer nur an dich!“, schimpfte Renate. „Es ist doch eine Überraschung für alle, also auch für mich und Papa.“
Susi schob die Unterlippe vor und schmollte. Aber nur einen kleinen Moment, dann wollte sie unbedingt wissen, wie es weiter geht.
Ich hätte dich auch mal mit der Puppe spielen lassen und sicher hätte ich sie Rena genannt, weil du doch dann ihre Tante gewesen wärst!“, schmeichelte sie.
Renate lachte. Sie konnte ihrer kleinen Schwester nicht böse sein, also erzählte sie weiter:
Lieber Heinz, liebe Kinder“, begann die Mutter. „Wir werden demnächst ein neues Familienmitglied bei uns begrüßen dürfen.“
„Oh!“, rief die kleine Susi, die es nicht erwarten konnte. „Bekommen wir einen Hund?“
„Pst!“, machte die große Schwester.
Die Eltern lachten und Mama sprach weiter.
„Nein, es ist kein Hund. Wir bekommen ein Kind und ihr Mädchen bekommt ein Geschwisterchen!“
Papa sprang auf und nahm Mama in den Arm und die Kinder waren außer sich vor Freude.
Och, das ist aber keine tolle Überraschung“, maulte Susi, „deine Geschichte gefällt mir gar nicht.“
Dann krauste sie die Stirn.
Oder willst du mir damit sagen, dass Mama schwanger ist?“
Unsinn, woher soll ich das wissen!“
Ist auch besser so, ein Hund wäre mir nämlich viel lieber“, trotzte Susi.„Du hast ja bloß Angst, dass du dann nicht mehr das Nesthäkchen bist. Außerdem hast du doch Minka. Wo ist sie überhaupt?“Suchend sah Renate sich um.
Die Katze, die auch mitkommen durfte zu Oma und Opa, schließlich konnte man sie ja nicht allein zu Hause lassen, war nirgends zu sehen.
Besorgt schlüpfte Renate aus dem Bett und tappte barfuß zur Tür, die sie leise öffnete.
Dann grinste sie und winkte ihre Schwester heran.
Das kleine graue Fellbündel schlief eng an den Neufundländer geschmiegt. Leo öffnete die Augen, sah die Mädchen kurz an, dann schlief er weiter.
Kichernd schlüpften diese wieder ins Bett.„Aber nun erzähl weiter“, forderte Susi energisch. „Nö, dir gefällt ja immer nicht, was ich erzähle, außerdem ist es schon spät und wir sollten endlich schlafen!“ Renate gähnte und drehte sich auf die Seite.
Ich kann aber nicht schlafen!“, jammerte Susi. „Du, Renate, könnte es wirklich sein, dass Mama noch ein Kind bekommt?“
Ja klar, warum auch nicht. Sie ist ja noch jung – und ich würde mich sehr freuen. Du doch auch, gib es zu!“
Susi antwortete nicht mehr. Wenn sie sich auch gewehrt hatte, so war die Müdigkeit doch stärker gewesen. Behutsam deckte Renate ihre kleine Schwester zu. Sie lag noch eine Weile wach und dachte darüber nach, wie es sein würde, wenn ein Baby ins Haus einziehen würde. Der Gedanke gefiel ihr und lächelnd schlief sie ein.
Renate wachte auf, weil eine große schlabberige Zunge ihr über das Gesicht fuhr. Leo stand vor dem Bett und wedelte mit dem Schwanz.
Igitt!“ rief das Mädchen und fuhr sich mit dem Ärmel über das Gesicht. Hinter ihr quietschte Susi: „Minka, lass das sein!“
Die Katze war mit allen Vieren auf das Mädchen gesprungen, drehte sich im Kreis und sauste dann über das Bett.
Die Oma stand an der Tür und hielt sich den Bauch vor Lachen.
Haben sie euch endlich wach gekriegt ihr Langschläfer.“
Wie spät ist es denn?“, fragte Renate.
Neun Uhr, ab ins Bad, dann runter zum Frühstück!“
Bald saßen sie in der Küche und verzehrten mit sichtlichem Appetit die riesigen Marmeladenbrote, die Oma ihnen geschmiert hat und dazu gab es leckeren Kakao.
Der Opa kam durch die Hintertür.
Ach die Damen sind auch schon wach, hab schon gedacht ich muss ganz alleine in den Wald gehen.
Was sollen wir denn im Wald?“ fragte Susi mit vollem Mund.
Na Morgen ist doch der erste Adventssonntag, da wollen wir Grünzeug holen, damit wir das Haus schmücken können.
Nun waren die Kinder nicht mehr zu halten.
Schnell wurde noch der letzte Kakao ausgetrunken und kurze Zeit später liefen sie dick vermummt neben dem Opa, der einen leeren Leiterwagen hinter sich her zog.
Obwohl es in der Nacht geschneit hatte und alles weiß gepudert aussah, war es für den Schlitten noch zu früh. Aber es machte auch so Spaß, die ersten Spuren in den Schnee zu machen und zu beobachten, welche Tiere schon ihre kleinen Fußabdrücke hinterlassen hatten.
Auf einmal rief Susi:
Schaut doch mal hier. Es sieht aus, als sei ein winzig kleiner Mensch hier lang gegangen. So kleine Füße haben doch eigentlich nur Babys.“
Renate beugte sich tief über die kleinen Spuren, um sie ganz genau zu betrachten.
Opa, komm!“, rief sie aufgeregt, „Susi hat Recht!“
Auch der Opa schaute sich die Fußabdrücke an. Er nickte wissend.
Ja, ja, das war sicher der Hermann. Der läuft immer am frühen Morgen durch die Gegend und besucht seine Freunde!“
Der Hermann?“, riefen beide Mädchen im Duett.
Ja, das ist ein Troll, der hier im Wald wohnt. Ich kenne ihn schon sehr lange.“
Ein Troll, das sind doch furchtbar hässliche und böse Geschöpfe, pfui und du kennst ihn!“, rief Susi.
Renate aber lachte.„0pa, du flunkerst!“
Der Opa zog ein beleidigtes Gesicht.
Aber nein, Hermann gibt es wirklich und außerdem ist er ein ganz lieber Troll, deshalb hat ihn ja der Feenkönig auch verschont, als er auszog um die bösen Trolle zu vernichten.“
Oh“, Susi sah sich vorsichtig um“, glaubst du, dass wir ihm begegnen?“
Na ja, er ist ziemlich scheu, ich weiß nicht?“, zweifelte der Großvater.
Renate aber verzog spöttisch den Mund.
Seht mal hier der Baum hat schöne Zweige!“ rief Großvater und steuerte auf eine Tanne zu. Er nahm das kleine Beil und hackte einige Zweige ab, die er dann in den kleinen Wagen legte.
Dann ging er suchend weiter und bald lagen auch noch einige Fichtenzweige daneben.
Er deutete unter den Baum und befahl den Mädchen: „Fegt mal den Schnee beiseite und dann löst vorsichtig etwas Moos aus dem Boden.“
Wofür brauchen wir das denn?“
Für die Krippe“, sagte der alte Mann geheimnisvoll.
Wir bauen eine Krippe!“, quietscht Susi begeistert.„Ja, das heißt, der Stall und die Figuren sind schon vorhanden, aber das ganze drum herum baue ich jedes Jahr neu und ihr dürft mir diesmal helfen.“
Ich kann mich noch erinnern, wie schön deine Krippe immer war“, meinte Renate nachdenklich.
Aber jetzt lasst uns nach Hause gehen, es ist kalt“ schlug der Opa vor und betrachtete zufrieden die Schätze in dem Leiterwagen.
Vergnügt schritten sie durch den Wald und der Schnee knirschte unter ihren Schuhen.
Hinter einem Busch kauerte ein kleiner Wicht und sah ihnen grinsend nach.
Zu Hause angekommen luden die drei die Zweige im Schuppen ab. Später wollte Großvater sich dann darum kümmern, dass sie in die rechte Form gebracht würden.
Jetzt aber ab ins Haus, Oma macht uns einen heißen Kakao, damit wir wieder warm werden!“, ordnete Großvater an.
Oma wartete schon in der Küche, wo es gemütlich warm war. Sie setzte einen Topf mit Milch auf den Herd und fragte:
Na, wie war es im Wald?“
Wir haben Fußspuren gefunden und Opa hat erzählt, dass sie von einem Troll stammen“, erzählte Susi aufgeregt.
Das war sicher der Hermann!“, rief Oma.
Nun hatten die Mädchen keine Zweifel mehr, wenn Oma das auch sagte. Sie bedrängten den Großvater, am nächsten Tag wieder in den Wald zu gehen, um nach Hermann zu schauen. Vielleicht hätten sie ja Glück.
Wir sollten ihm etwas zu essen mitnehmen, vielleicht können wir ihn so aus seinem Versteck locken“, schlug Renate vor.
Gute Idee! Sollen wir heute noch Plätzchen backen?“, fragte Oma und begeistert stimmten die Kinder zu.
Oh ja, das machen wir und dann nehmen wir morgen einige mit in den Wald!“, rief Susi.
Bald darauf sah die Küche wie ein Schlachtfeld aus und die Mädchen standen mit hochrotem Kopf am Tisch und stachen verschiedene Formen aus. Einige Bleche voll standen schon zum Abkühlen neben der Spüle und gerade holte die Oma ein neues aus dem Ofen. Der herrliche Duft kitzelte in der Nase und lockte auch den Opa an.
Kann man schon kosten?“
Später, du Naschkatze, hast du die Zweige zurecht geschnitten?“
Liegen bereits im Wohnzimmer, was ist Kinder wollt ihr beim Schmücken helfen?“
Ja geht nur, für heute sind wir mit dem Backen fertig,“ nickte die Oma und schnell zogen die Mädchen die riesigen Schürzen aus, warfen sie auf einen Stuhl und folgten dem Opa ins Wohnzimmer.
Hier roch es wie im Wald und die Zweige lagen auf einem Haufen vor dem Kamin.
Der Opa deutete auf einen Karton in der Ecke.
Dort sind Schleifen und Weihnachtsschmuck, ihr schmückt die Zweige und ich hänge sie auf.
Sehr viel später dann war das ganz Wohnzimmer geschmückt und der Opa kehrte noch die kleinen Ästchen Tannennadeln zusammen und warf sie in den Kamin.
Das riecht dann schön wenn wir Feuer machen.“ erklärte er.
Die Oma kam herein und bewunderte ihr Werk.
Nun aber kommt, es gibt Kakao und Plätzchen.“
Als sie dann um den liebevoll gedeckten herum saßen, da stand das Plappermäulchen der Kinder keine Minute lang still. Die alten Leute aber sahen sich lächelnd an. Schön war es, wenn die Kinder im Advent bei ihnen waren.
Später als Renate und Susi im Bett lagen, murmelte die Kleine schon halb im Schlaf:„Schön war es heute und morgen bringen wir Hermann Weihnachtsplätzchen.“
Dann fielen ihr die Augen zu und sie bekam gar nicht mehr mit, dass Minka aufs Bett sprang und sich zwischen sie kuschelte.
Renate streichelte die Katze, die zu schnurren begann, dann schlief auch sie ein.
Am nächsten Morgen.
Es war Sonntag und der erste Advent am Abend mussten die Mädchen wieder nach Hause, denn bevor es in die Weihnachtsferien ging, waren noch einige Schultage angesagt.
Oma war schon früh auf den Beinen und richtete das Frühstück für Opa und die Kinder. Während sie dann in die Kirche ging, wanderten die Kinder mit dem Opa in den Wald.
Renate trug eine kleine Schüssel mit Plätzchen in ihrem Rucksack, die sie Hermann mitbringen wollten.
Im Wald kam ihnen der Förster entgegen. Opa und er unterhielten sich. Die Mädchen warteten ungeduldig und atmeten erleichtert auf, als der Förster sich verabschiedete.
Sie stapften neben dem Opa durch den tiefen Schnee. Vor einer großen Tanne hielt er und meinte dann : „Oje!“
Was ist?“
Seht ihr hier an der Tanne den roten Streifen?“
Die Mädchen nickten.
Förster Baumann hat mir gerade berichtet, dass morgen die Holzfäller den Weihnachtsbaum für die Kreisstadt fällen und das ist ausgerechnet dieser Baum.“
Aber das ist doch eine wunderschöne Tanne!“ riefen die Mädchen.
Ja, aber es ist auch Hermanns Zuhause.“
Oje!“ Nun waren auch Renate und Susi besorgt.
Der Opa klopfte kräftig an den Stamm.





Eine bisher verborgene Tür öffnet sich knarrend und der zottelige Kopf des Trolls sah heraus.
Was willst du?“ fragte er grimmig.
Du hast ja heute wieder eine Laune!“
Wer sind die Langhaare?“ Der Kleine deutete mit dem Finger auf die Mädchen.
Das sind meine Enkelinnen, Renate und Susi, sie wollten dich kennen lernen.“
Na nun kenne sich mich!“
Der Troll wollte zurück in seine Wohnung, doch blitzschnell packte ihn der alte Mann am Rockzipfel und zog ihn zu sich heran.
Hiergeblieben, du kannst hier nicht bleiben, dieser Baum wird morgen gefällt.“
Was heißt gefällt, niemand kann meine Wohnung fällen, ich werde sie alle verzaubern!“
Du vergisst nur, dass dir deine Zauberkräfte genommen worden sind. Aber ich habe eine Lösung, du kannst bei mir im Schuppen überwintern und im Frühjahr suchen wir einen Baum, der bestimmt nicht gefällt wird.“
Ich will aber nicht bei dir wohnen, ich will hier im Wald bleiben!“
Wütend stapfte der kleine Gnom mit dem Fuß auf, dann setzte er sich plötzlich in den Schnee und begann lauthals zu heulen.
Mitleidig beugten sich die Mädchen zu ihm hinab
Renate aber nahm die Plätzchen aus ihrem Rucksack und als sie den Deckel öffnete, versiegten die Tränen so schnell wie sie gekommen waren. 
Die kleine Hand des Trolls fuhr in die Schüssel, stopfte sich die Plätzchen in den Mund und ruckzuck waren sie weg.
Opa und die Mädchen lachten.




Du kannst aber geschwind essen,“ staunte Susi.
Der Kleine gab ihr keine Antwort, sprang auf und verschwand im Baum.
Kurze Zeit später kam er mit einem Bündel wieder heraus und stapfte los.
Die drei sahen sich grinsend an und gemeinsam ging es nun zurück nach Hause.
Auch die Oma, die inzwischen wieder von der Kirche zurück war, half mit, um es Hermann so gemütlich wie möglich im Schuppen zu machen.
Als spät abends die Eltern kamen, um die Mädchen abzuholen, zogen diese lange Gesichter.
Der Vater lachte. „ Erst wolltet nicht hierher, weil es hier ja sooo langweilig ist und jetzt habt ihr keine Lust mehr mit uns zu kommen.Aber Morgen ist leider Schule.“
Aber wir wollten doch mit Opa die Krippe noch bauen.“
Bis Weihnachten ist ja noch hin,“ tröstete der Opa, „ wie wäre es, wenn ihr jedes Wochenende zu uns kommt, dann können wir gemeinsam die Krippe bauen und in den Weihnachtsferien bleibt ihr dann hier.“
Jubelnd fielen die Mädchen ihm um den Hals.


© Regina Meier zu Verl
© Lore Platz


Nun wünsche ich euch einen schönen und besinnlichen ersten Advent.


Kommentare:

  1. Danke für diese wunderschöne Geschichte zum 1. Advent!
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen lichterfüllten 1. Advent!!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  2. Ich bedanke mich auch für eure wunderschöne Geschichte. Für den Troll wird der Schuppen der richtige Platz zum überwintern sein ... :-)
    Wünsche dir einen ganz tollen 1. Advent, Regina natürlich auch.
    Liebe Grüße, Margot.

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  3. Liebe Lore, liebe Regina
    das "Experiment" hat sich gelohnt - Eure Gemeinschaftsarbeit ist wunderschön geworden!
    Ihr solltet mal ein gemeinsames Buch herausgeben - so wie die beiden Autoren der "Kluftinger"-Krimis...
    Es macht Spaß, die Geschichte zu lesen! Vielen Dank dafür, und einen schönen Adventssonntag!
    Liebe Grüße
    Christine

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  4. Das habt ihr suuuuuper gemacht!!! Ganz tolle Idee. Obwohl ich euch und euren - ja eigentlich besonderen Schreibstil einer jeden, - kenne, könnte ich nur schwer sagen, wer von euch welchen Anschnitt geschrieben hat. Es ist euch wirklich sehr gut gelungen und außerdem war es eine tolle Überraschung zum 1. Advent!!! LG Martina

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.