Mittwoch, 21. Januar 2015

Plaudern





Das letzte Jahr ist ja irgendwie so an mir vorüber gegangen und wenn meine Freundinnen und die Reizworgeschichten nicht gewesen wären, hätte ich ein kreativ armes Jahr gehabt.
Die Trauer um meinen Mann hat mich immer wieder in ein Tief gestürzt, doch bereits an Weihnachten habe ich bemerkt, dass der Schmerz leichter wird.
Und das neue Jahr habe ich mit dem Vorsatz begonnen, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Denn ich muss ja nun die Straße meines Lebens alleine weiter gehen.
Einige meiner guten Vosätze habe ich schon in die Tat umgesetzt.
Ich habe alle 470 Posts der vergangenen drei Jahre in sieben Rubriken aufgeteilt. Ihr könnt sie oben neben Startseite sehen.
Das soll euch das Lesen auch älterer Geschichten erleichtern.
Wenn ihr ein Märchen lesen wollt, dann klickt "Märchen " und den Link des entsprechenden Märchens an.
Ebenso bei Erinnerung, Gedichte usw.

Noch einer meiner Vorsätze ist, wieder öfter hier präsent zu sein und nicht nur am Dienstag.

Ist es nicht erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht? Bald ist der Januar wieder vorbei und ich habe doch noch soviel vor!

Ich bedanke mich für eure Treue, die ihr mir auch in der schlechten Zeit bewiesen habt und hoffe euch noch mit vielen schönenGeschichten unterhalten zu können.

 
 

Keine Zeit

Das größte Übel weit und breit,
ist der Satz: „Hab keine Zeit“!
Alles hektisch, alles rennt,
keiner den Nachbarn mehr kennt.

Die Autos fahren schneller daher,
ein Fußgänger zählt nicht mehr,
zu Hause sitzt man an den Flimmerkasten,
drückt fleißig auf den Fernbedienungstasten.

Und schon hat man wie vorbestellt,
das ganze Drama dieser Welt,
vom Bildschirm lässt man sich berieseln,
Erinnerungen fangen an zu kriseln.

Man spricht kaum noch ein einzig Wort,
in Gedanken ist man ganz weit fort,
so kommt es wie es so ist heut,
keiner hat für den anderen mehr Zeit.

Besuchen will man sich auch nicht mehr,
sogar der Briefkasten bleibt leer,
und fragt man an per Telefon,
na wie geht’s? Ich warte schon?

Hab doch keine Zeit dich zu besuchen,
wir tun gerade unsern Urlaub buchen,
wollen diesmal nach Mallorca hin,
das Prospekt machte für uns Sinn.

Habe heut noch etwas zu besorgen,
vielleicht besuch ich dich morgen,
oder ich schreibe dir eine Karte,
worauf ich heut noch warte.

Kein Mensch hat für den anderen mehr Zeit,
dieses Übel macht sich immer mehr breit,
Doch einmal geht die Zeit zu Ende,
dann kommt die große Wende.

Es kommt der Tod – bist du bereit,
er fragt nicht lange nach der Zeit,
fragt auch nicht nach arm oder reich,
bei ihm sind wir ja alle gleich.

Drum nimm dir Zeit so lang es geht,
so lang du noch im Leben stehst,
denn wenn man erst auf dem Friedhof ruht,
macht man so leicht nichts mehr gut.

Und auch der schönste Blumenstrauß,
holt niemand aus dem Grab heraus,
drum sage immer deinen Geist,
wie auch immer, „ Nimm die Zeit“!

© Die Nachtigall








 

Kommentare:

  1. Wie wahr, wie wahr!!! Doch wie sagte einmal ein schlauer Mensch: Wir haben immer für das Zeit, was uns wichtig ist!!! Also: Zeit, um in deinem Blog vorbei zu schauen und deine Geschichten zu lesen, werde ich immer haben!!!!!!! Grüß mir die Nachtigall, die uns immer wieder mit ihren (seinen) Gedichten erfreut!!! LG Martina

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  2. Schön dass du aus diesem tiefen Loch raus gekommen bist und probierst teil nehmen am Leben und die Zeit zu nehmen mache ich gerne um dich zu besuchen!
    Das Gedicht ist so wunderschön geschrieben danke an Nachtigall!
    Eile nicht an der Zeit vorbei
    gebe ihr die Hand
    um fest zu stellen
    sie gibt dir die Zeit
    jetzt gerade
    und es fühlt sich super an!

    Lieben Gruss Elke

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  3. Hallo Lore,
    ein wahres Gedicht, das mal wieder sehr nachdenklich macht, denn hier ist die Zeit gerade auch sehr knapp. Aber jeder hat es ja selber in der Hand, also machen wir das Beste daraus.
    LG
    Manu

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.