Donnerstag, 5. Februar 2015

Die Sache mit den Vornamen





Seid ihr eigentlich zufrieden mit euren Vornamen?
Ich war es lange Zeit nicht. Sicher meine Mutter war eine kluge gebildete Frau und ihr gefiel der Namen sehr und viele berühmte Frauen trugen den Namen vor mir, wie ihr aus der nachstehenden Liste sehen könnt.
 Aber stellt euch doch bloß einmal vor, im tiefsten Bayern, wo alle Vroni, Liesel, Kati, Seppi, Hansi und Alois heißen, dann kommt eine Eleonore.
Das ist doch, als wäre ich von einem anderen Stern.
Dementsprechend wurde mein Name dann auch verstümmelt.
Nona, Norle, Elinor, Leone usw.
Bis ich mit ungefähr acht Jahren ein Machtwort sprach:
"Von nun an heiße ich Lore!" verkündete ich und mit der Zeit gewöhnten Klein und Groß sich daran.
Übrigens bekam ich in der ersten Klasse mal wegen diesem Namen mit einer Lehrerin ganz schön Ärger.
Mein Taufname ist nämlich Elisabeth, nach meiner Patin und der zweite Name dann Eleonore.
Wie gesagt meine Mutter war in den Namen Eleonore verliebt und so wurde dies mein Rufname.
Aber der Lehrerin lag meine Geburtsurkunde vor und sie rief mich Elisabeth.
Natürlich reagiert ich nicht darauf. 
Frau Hartleitner, den Namen habe ich nie vergessen, wurde so wütend,dass sie mit der Kreide nach mir warf.
Und als ich immer noch nicht reagierte, stürzte sie wie eine Furie auf mich zu und schlug mir das staubige Handtuch, mit dem man normalerweise die Kreide von der Tafel wischt, um die Ohren.
Erst als meine Mutter in die Schule kam klärte sich das Ganze.
Aber Freunde wurden wir nie.
Und wenn heute in einer meiner Geschichten eine böse Lehrerin vorkommt, dann heißt sie bestimmt Hartleitner.
Eine kleine späte Rache von mir.
Aber eigentlich kann ich ja noch froh sein, dass ich nicht:
Tarzan, Winnetou, Pumuckl, Sonne, Pepsi-Carola, Emma- Tiger, Ikea, Sundance, Jesus und Galaxina.
heiße.
Ja, diese Namen sind tatsächlich alle erlaubt.
Arme Kinder.

Nun wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende.
 


Kommentare:

  1. Hallo Lore,
    früher fand ich meinen Namen auch ganz schrecklich und wollte lieber Monika oder Susanne heißen. Heute finde ich es in Ordnung, der Name gehört mir. Eigentlich würde ich ja Melanie heißen, aber ein paar Tage vor meiner Geburt war die Mama einkaufen und da gab es wohl einen neuen Weichspüler der so hieß und das wollte sie ihrem Kind nicht antun, also hat sie sich ja schwer Gedanken um meinen Namen gemacht.
    So wie wir beim Tochterkind... EIn ganz einfacher Name sollte es sein, nichts kompliziertes und dann kam alles ganz anders...
    LG
    Manu

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  2. Das ist ein tolles Thema, Lore - Entschuldigung: Eleonore!!! Mensch, das wusste ich gar nicht, dass du 'in echt' Eleonore heißt. Aber Lore passt besser, glaube ich. Mir ging es als Kind so wie Manu - ich wollte auch lieber Monika heißen. Heute bin ich mit meinem Vornamen allerdings ganz zufrieden. Ich finde, es hätte mich schlimmer treffen können! Als ich geboren wurde, war es noch so, dass jede Gemeinde ihren eigenen Standesbeamten hatte, der die Geburten und Sterbefälle beurkundete. Ich weiß nicht, ob er nicht wusste, wie mein Name geschrieben wird, denn er beurkundete ihn so: Matina! Immer, wenn ich ganz offiziell etwas unterschreiben musste, dann musste ich daran denken und durfte mich nur ohne 'r' schreiben. 1972 wurde das dann von Amts wegen richtig gestellt. Seither darf ich mich so schreiben: Martina!! ;-) LG

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  3. Anscheinend bin ich die einzige, die mit ihrem Namen glücklich ist! Ich wollte nie anders heißen. Auch meine Schwester (sie heißt Brigitte) ist mit Ihrem Namen zufrieden. Offenbar haben unsere Eltern ein glückliches Händchen bei der Namenswahl bewiesen ...
    Liebe Grüße
    Christine

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  4. Hallo Lore, das ist lustig! Dein Post ähnelt meinem, nämlich mit Kinderbild und Puppengeschirr, sehr niedlich! Was die Namen angeht, gefällt mir Deiner immer noch besser als meiner: Anna ist mein zweiter Vorname, der erste lautet Edelgard (brr)! Was soll man machen, jedenfalls sind unsere Namen besonders!
    Ganz liebe Grüße
    Anna (Edelgard)

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  5. Die Vornamen der Kinder sind meistens Zeitgeschmack, so heißt unser Sohn Uwe, damals war
    Uwe Seeler der Fußballspieler schlechthin. Wenn ich heute in den Geburtsanzeigen die Namen
    der Kinder lese, denke ich oft "die armen Kinder". Unser Sohn hat sich bis heute über seinen
    Namen nicht beschwert.. LG Christa

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  6. Lore, ich hatte als Kind auch meine Last mit meinem Namen. Ich wurde immer wieder damit gehänselt mit der Frage "Eva, wo ist der Adam?" Das hat mich:-) sakrisch geärgert. Heute liebe ich meinen Namen, die Frage stört mich auch nicht mehr, dann witzele ich darüber. Liebe Grüße Eva

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.