Sonntag, 19. April 2015

Ein Morgenlied

Meine schönsten Stunden, sind die, wenn der Morgen zum Leben erwacht. Und besonders im Frühjahr ist das einfach nur schön.
Denn ich finde, um diese Zeit ist der Gesang der Vögel besonders laut, besonders fröhlich und besonders mehrstimmig.
Sie zwitschern und jublieren und haben sich viel zu erzählen und vor allem begrüßen sie die aufsteigende Morgensonne.
Wie habe ich dies alles im Winter doch vermisst.
Ich wünsche euch mit einem Gedicht von meinem Freund 
"Die Nachtigall" einen schönen Sonntag.


Der Gesang der Vögel


Ein Vogel singt oder pfeift,
ruft oder krächzt,
einer es nicht begreift,
den anderen ist es nicht recht.

Wenn nun ein Vogel singen will,
sucht er sich einen Ast,
die Lerche aber im Fluge singt,
trägt ihre eigene Last.

Doch der Fink und die Nachtigall,
auch der muntere Spatz,
wählt, wenn sie singen all,
für den Fuß einen Platz.

Sagt mir wo ich singen soll,
gebt mir ein Gebiet,
dann werd' ich ganz stimmungsvoll,
singen mein schönstes Lied.

Wenn auch weht der Wind,
und der Ast schaukelt hin und her,
dann der Vogel auch geschwind,
mit ihm auf und nieder fährt.

Im tiefen Forst da dunkelst tief,
es riecht nach Pech und Harz,
in den Zweigen nisten sie,
Dohlen ganz in schwarz.

Kauz und Eulen auch am Platz,
gucken einem Astloch raus,
und der Starmatz dieser Schatz,
sitzt bequem zu Haus.

Tiefer unten aber steigt,
auf den Boden aus dem Sumpf,
vom Frosch das Quaken leis,
oben hört man es nur dumpf.

So geht es jeden Früh,
zur Erde und in der Luft,
jeder gibt sich große Müh,
zu bekunden seinen Gruß.


Die Nachtigall