Sonntag, 24. Mai 2015

Frohe Pfingsten





Heute ist Pfingstsonntag und ich hoffe ihr seid nicht der Pfingstochse gewesen.
Im altbayrischen nennt man denjenigen, der an Pfingstsonntag zuletzt aufsteht scherzhaft einen Pfingstochsen.
In manchen Dörfern wird der Langschläfer zum Gaudium der Dorfbewohner auf einer Schubkarre durch den Ort gefahren.



Der Pfingstochse ist auch ein noch vereinzelt gepflegtes Brauchtum.
Das Vieh wird am Pfingstsonntag zum ersten Mal auf die Weide gebracht und in einer Prozession durch den Ort geführt.
Das kräftigste Tier wird mit Blumen, Stroh und Bändern geschmückt und führt die Herde als Pfingstochse an.
Daher auch die Redensart:
Geschmückt wie ein Pfingstochse.
Nun wünsche ich euch schöne Feiertage und am Dienstag treffen wir uns wieder.


 Pfingsten

Wenn es Pfingsten sieht nach Regen aus,
und man schaut nach dem Wetterhaus,
steht das Wettermännchen mit gespreizten Beinen,
da und lässt die Sonne gar nicht scheinen.

Schäme dich du alter Wettermann,
zu Ostern gabst du noch dicke an,
zu Pfingsten das schönste Wetter sei,
der Mai wär heuer doch da vorbei.





Wenn es regnet, du liebe Not,
der macht dann all die schönen Blumen tot,
sie würden liegen wie nasser Schnee,
und auf den Wegen wäre See an See.

Wenn wir darinnen baden könnten,
Wie die Spatzen und die Enten,
da aber wird doch gar nichts daraus
wir sehen dann wie die Maulwürfe aus.




Der Kuchen riecht so lecker her,
das schöne Wetter lockt so sehr,
und in unserem Feiertagsgewand,
das Pfingsten nun kam aus dem Schrank.

Nun schäme dich du böser Wettermann,
wir haben heut die schönsten Kleider an,
verschwinde in dein Wetterhaus,
und schicke schnell die Sonne raus.

Und der Wettermann der hört,
der Regen uns nun nicht stört,
weg ist der böse Wettermann,
die Sonne scheint doch schön warm.




Die Nachtigall