Dienstag, 23. Februar 2016

Glück im Alltag - Gedicht


Gestern schrieb Regina in ihrem Blog 
"Von Tag zu Tag", dass sie der Geruch nach Bohnerwachs  an ihre Tante Guste erinnerte.
Auch ich kann mich noch daran erinnern wie wir den Boden einwachsen und dann mit einem 'Blocker' zum Glänzen bringen mussten.
So ein Blocker sah aus wie ein Besen, aber anstelle der Borsten war ein schwerer grauer rechteckiger Block mit kleinen Borsten.
Wir waren ja das Dreimädelhaus und unter uns wurden die Aufgaben verteilt.
Ich musste den Boden bohnern, besonders gemocht habe ich das nicht. Aber immer wenn ich eine langweilige, eintönige Arbeit machte, drifteten meine Gedanken ab.
Einmal wurde ich aus meinen Träumereien aufgeschreckt, meine Mutter und meine Schwestern standen im Flur und lachten herzlich.
Denn ganz in Gedanken versunken hatte ich schon eine beträchliche Zeit das Gerät immer wieder auf derselben Stelle hin und her geschoben.
Ich war halt ein Träumerle.
Nun wünsche ich euch einen schönen Tag, lasst euch von den schlechten Nachrichten nicht zu sehr die gute Laune verderben.
Das Leben ist nicht immer leicht, aber wir müssen es leben und das Beste daraus machen.

Nun noch ein Gedicht meines Freundes
 "Die Nachtigall"


 
Das Glück im Alltag

Ein Sonnenstrahl am Morgen,
oder ein Licht in dunkler Nacht,
vertreibt alle Sorgen,
und das Leben schöner macht.

Ein Kind das herzlich lacht,
und lachen steckt uns an,
ob am Tag oder in der Nacht,
wie glücklich sind wir dann.

Nachts ein sternenklarer Himmel,
ein Farbklecks an der Wand,
ein liebes Glockengebimmel,
ein Blümchen am Straßenrand.

In der Nacht ganz ruhig schlafen,
und ein schöner Traum,
lieblich im Ehehafen,
ein blühender Fliederbaum.

Kein Geld kann es ersetzen,
ist der Reichtum noch so groß,
wenn in der Ehe fliegen Fetzen,
dann ist alles Glückslos.

Gesund und glücklich leben,
ist doch oberstes Gebot,
von Zufriedenheit umgeben,
lindert alles, auch die Not.

Des Glückes holdes Wesen,
kein Gold bringt es zurück,
wie wichtig ist doch im Leben,
des Alltags kleines Glück.



(c) Die Nachtigall


Kommentare:

  1. Liebe Lore,
    wie herrlich! Ich kann mir genau vorstellen, wie Klein-Lore verträumt den Fußboden poliert.
    Ich kann mich noch sehr dunkel erinnern, dass der Boden mit Bohnerwachs eingerieben wurde. Ich meine auch ganz leicht noch den Geruch wahrzunehmen. Allerdings nur ganz leicht, denn ich war damals noch ziemlich klein. Auch habe ich nicht selbst gebohnert, aber meine Mutter erzählte mir davon. Ich bin ja ein Kind der Sechziger und ich glaube, man machte das dann nicht mehr so lange.
    LG
    Astrid

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  2. Guten Tag liebe Lore
    Hier kann ich nur eines, Danke sagen und lieb grüßen
    Joachim

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  3. Oh, erinnere mich nur nicht daran. Das Bohnern übernahm mein Vater - oder besser gesagt: Ein elektrisches Gerät, das einen Höllenlärm verursachte - und zwar immer am Sonntagmorgen. NEEEEIIINNNN, er weckte ja seine Kinder nicht früh, war ja schließlich Sonntag, da sollten sie ja ausschlafen - jaaaaaa, das hätten sie können, wenn er nicht das Gerät angestellt hätte - lach!!! Schön, dass du mich daran erinnert hast - und danke der Nachtigall für das liebevolle Gedicht! LG Martina

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  4. Hallo Lore, auch ich kenne diese Blocker noch aus meiner Kindheit. Diese Arbeit hat immer mein Vater übernommen. Er machte das immer mit viel Schwung und dabei hat er einmal einen großen Weinballon zerschlagen. Da waren ca. 20 Liter Wein drin, der noch nicht fertig war. Unser Wohnzimmer roch mehrere Wochen wie ein Weinfass... Vielen Dank für die schöne Geschichte, die mich daran erinnert hat. LG von Gabielli

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.