Freitag, 25. März 2016

Karfreitag




Heute ist Karfreitag, der Tag an dem Jesus für uns am Kreuz gestorben ist, um uns zu retten.
Manchmal wenn ich mich so umschaue in der Welt frage ich mich, ob sein Opfer nicht umsonst gewesen war.
Der Name Karfreitag leitet sich übrigens ab von dem althochdeutschen Wort 'kara', das soviel wie Klagen, Kummer, Trauer bedeutet.
Als Kind mochte ich diesen Tag gar nicht. In der Kirche waren alle Jesusbilder mit einem lila Tuch verhängt, die Glocken waren angeblich nach Rom geflogen, was mir immer komisch vorkam und ich stellte mir vor, wie der Himmel voll war mit all den Glocken die Richtung Italien unterwegs war und wo wurden sie dann alle untergebracht?
Im Radio kam nur traurige Musik und im Fernsehen Filme von Jesus, der gegeißelt, mit einer Dornenkrone verspottet, sein Kreuz schleppte und dann gekreuzigt wurde.
Ich bekam Albträume davon.

Mit dem Gründonnerstag beginnt die dreitägige strenge Fastenzeit bis zum Ostersonntag, an dem die Glocken wieder zurück aus Rom kommen um mit ihrem Läuten die Auferstehung Jesus zu verkünden und in unsere Herzen wieder Hoffnung zu legen.
Als Kind verstand ich immer nicht, warum wir an diesem Tag nur Grünes essen durfte. Jedenfalls gab es meistens Spinat, Kartoffel und Spiegelei.
Gemüse essen entspricht dem Fasten in der Karwoche und auch den vorchristlichen Vorstellungen, dass damit auch die Heilkraft des Frühlings aufgenommen wird.
In vielen Regionen hat der Gründonnerstag auch eine Bedeutung für das Bestellen von Feld und Garten, als Tag der ersten Aussaat.
Auf jeden Fall wünsche ich euch einen ruhigen besinnlichen Tag, ein innehalten im oft chaotischen Alltag um neue Kraft zu schöpfen für das nicht immer leichte und doch auch schöne Leben.