Mittwoch, 1. März 2017

Die schlafenden Blumen Reizwortgeschichte

Wie schnell die Zeit doch vergeht, schon haben wir wieder Reizwortgeschichtentag.
Ich hoffe ihr habt den Fasching alle unbeschadet überstanden und wünsche euch viel Spaß beim Lesen!


Reizwörter:


 Pflanzen, Erde, kritisch, freuen, nerven







Die schlafenden Blumen


Betrübt lugte Sternchen die kleine Blumenelfe durch die Wurzeln ihres Winterquartiers.
Es war schon Mitte März, der Winter hielt längst seinen wohl verdienten Schlaf und die Natur sollte zu blühen beginnen.
Doch die Pflanzen schliefen noch, keine Blume streckte ihr Köpfchen aus der Erde.
Sternchen schlüpfte aus ihrer Höhle nach draußen und betrachtete kritisch die große Blumenwiese ringsum, die noch genauso, wie der Winter sie verlassen hatte, aussah.
Der Schnee war durch die warmen Strahlen der Sonne weg geschmolzen und hatte eine braune trostlose Erde zurück gelassen.
Kein Grashalm, ja nicht mal ein Schneeglöckchen, die doch die ersten Boten des Frühlings sind, waren zu sehen.
Hallo, Sternchen, komm mit uns. Die Elfenkönigin will uns sprechen.“
Sternchen blickte nach oben zu ihrer Elfenfreundin Butterblume, die ihr auffordernd winkte und schloss sich den Elfen, die zum Palast der Königin schwirrten, an.
Der große Beratungssaal füllte sich mit kleinen und
großen Elfen und Butterblume und Sternchen fanden gerade noch ein freies Eckchen.
Das Gemurmel, Wispern und gelegentliches Kichern verstummte, als die Elfenkönigin den Raum betrat.
Mit ernstem Gesicht schritt diese zu ihrem Thron.
Sicher habt ihr bereits bemerkt, dass obwohl der Winter sich bereits zur Ruhe begeben hat, noch keine Pflanze zum Leben erwacht ist. Ich habe Rittersporn zu Mutter Erde gesandt, er müsste jeden Moment zurück kommen.“
Unruhe entstand am Eingang und der Elf Rittersporn kam mit schnellen Schritten auf die Königin zu.
Er verneigte sich ehrfurchtsvoll, dann berichtete er, dass die Flöte des Frühlings während er schlief gestohlen wurde. Mutter Erde und auch der Frühling haben sich bereits auf die Suche begeben.
Das war nun eine Aufregung!
Die Königin aber befahl nun, dass auch die Elfen sich auf die Suche machen sollten.
Sternchen und Butterblume saßen auf dem untersten Ast der noch kahlen Birke und überlegten, wer wohl Interesse hätte, das Blühen der Blumen zu verhindern, indem er die magische Flöte es Frühlings stahl.
Doch es fiel ihnen niemand ein. Mutlos erhoben sie sich in die Luft und überflogen das Land.
Etwas blinkte im Sonnenschein und sie sahen unter sich den unfreundlichen Kobold Garstig, der sich immer wieder lauernd umsah, bevor er in seiner Höhle verschwand.
Vorsichtig folgten die Elfen ihm in die Höhle. Als der Kobold sie sah, kam er mit grimmigen Gesicht auf sie zu.
Verschwindet ihr dummen Puten, was habt ihr hier verloren!“
Wir wollten nur nachsehen, was du in deine Höhle geschleppt hast.“
Das geht euch gar nichts an, ihr nervt mich, haut ab.“
Doch Sternchen hatte die Flöte des Frühlings bereits entdeckt.
Strafend sah sie den Kobold an.
Was willst du damit, das ist die Flöte des Frühlings!“
Geht dich nichts an, jetzt gehört sie mir, sie glänzt so schön und ich habe noch nie so etwas schönes gehabt.“
Du hast sie gestohlen!“ rief Butterblume empört.
Nun wird der Kobold verlegen.
Ich habe sie mir nur ausgeborgt, weil sie doch so schön ist und außerdem der Frühling schläft, der braucht sie doch gar nicht.“
Aber er ist bereits aufgewacht und sucht seine Flöte, denn damit muss er die Blumen wecken, damit sie blühen können.“
Was interessiert mich, ob die Blumen blühen!“ brummte Garstig trotzig.
Sternchen grinste.
Die Blumen vielleicht nicht, aber wenn die Walderdbeeren nicht blühen, dann gibt es auch keine Beeren und die isst du doch so gerne.“
Ooooh“ betroffen sah der Kobold die Elfen an, dann
hob er die Flöte auf und zu dritt gingen sie zum Frühling.
Dieser aber spielte seine liebliche Melodie und die Blumen und Pflanzen erwachten und streckten ihre Köpfe der Sonne entgegen.
Garstig wurde nicht bestraft, denn alle freuten sich viel zu sehr, dass die Blumen wieder blühten.


© Lore Platz




Kommentare:

  1. Das ist eine wunderschöne Geschichte, liebe Lore! Da bin ich aber froh, dass die Flöte wiedergefunden wurde. Wir warten doch alle sehnsüchtig darauf, dass die Blumen zu blühen beginnen und endlich der Frühling Einzug hält. - Bei uns ist momentan eher das Gegenteil der Fall. Heute morgen gab es einen mächtigen Schneeschauer. BRRR ich hab darauf keine Lust mehr!! Danke dir für die herrliche Geschichte! LG Martina

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  2. Liebe Lore,
    bei uns scheint die Flöte es Frühlings noch nicht angekommen zu sein - hier ist ein Wetter wie im April! Es stürmt, und es hängen viele fette Wolken am Himmel, hinter denen hie und da mal die Sonne hervorschaut - so, als wollte sie sagen: "Mich gibt es zwar noch - aber ihr müsst noch eine Weile warten. Ich bin noch sooooo müde ...". Hm. Da geh es der Sonne wie mir!
    Vielen Dank für diese interessante Erklärung, warum der Frühling noch auf sich warten lässt ... **zwinker**
    Liebe Grüße!
    Christine

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  3. Welch ein Glück, dass die Flöte wieder da ist. Ich habe mich nämlich auch schon gewundert, warum der Frühling so lange auf sich warten lässt. Aber jetzt ist ja alles in Ordnung und er wird wohl bald da sein. Hoffentlich, denn ich sehne mich so nach ihm.
    LG
    Astrid

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  4. Hoffe,die Flöten ertönt auch bald hier in Norge. Es ist noch so kalt 12 Grad Minus nachts und 5 Grad Minus tagsüber. Das war wieder eine schöne Geschichte.

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Für die lieben Kommentare möchte ich mich bedanken, ich freue mich über jeden einzelnen, auch wenn ich nicht immer dazu komme, sie zu beantworten.