Mittwoch, 5. Dezember 2018

Plaudern und Gedichte


Das Internet ist eine schöne Einrichtung, denn man begegnet hier oft ganz besonderen Menschen.
Vor vielen Jahren lernte ich eine Frau kennen, deren Lebensgeschichte mich faszinierte und die ich mit ihrer Erlaubnis in  -Ingelore findet Weihnachten - verwenden durfte.
Sie sammelt Puppen und stand mir beratend zur Seite, als ich  - die Puppe Namenlos - schrieb, denn sie ist auch Puppendoktor und erkärte mir genau wie eine Puppe repariert wird.
Ihr Lieblingshund ist der Mops und viele Hunde haben sie in ihrem Leben schon begleitet. 
Das inzwischen verstorbene Hannchen durfte auch in der 'Puppe Namenlos' mitspielen.
Obwohl sie als Kind nie Weihnachten feiern durfte, so ist sie heute die Königin von Weihnachten, niemand kann so schön dieses Fest feiern wie sie.
Und auch wenn sie als Kind nie Mutterliebe erfahren hat, so ist sie doch die bonmomo und wird von ihren Söhnen, Enkeln und Urenkeln vergöttert.
Ich habe sie gebeten ein Weihnachtsgedicht für meinen Adventskalender zu schreiben.
bonmomo ich danke dir für deine langjährige Freundschaft, deine Fröhlichkeit, deine Begeisterung und deine Herzlichkeit. Du bist ein Teil von diesem Blog auch durch deine Bilder.

Nun wollen wir gemeinsam das 5. Türchen öffnen

Viel Spaß beim Lesen!





 5. Türchen



bonmomo




Schnell kommt heraus aus eurem Haus!

Ist das schon der Nikolaus

Unser Mops der Franky spricht:

Nein der Nikolaus bin ich nicht!

Im Weihnachtsland da bin ich leider

nur aushilfsweise Gastarbeiter.“


© Bonmomo






bonmomo




 
Bei uns kam der Nikolaus bereits am 5. Dezember und obwohl ich sehr brav war, zitterte ich jedesmal.
Bei uns in Bayern wurde der heilige Mann ja vom Knecht Rupprecht begleitet ein grauseliger Geselle. Unter der scheußlichen Maske steckten junge Burschen, denen es Spaß machte die Kinder zu erschrecken und die auch nicht zimperlich waren. Meine Schwester bekam einmal tüchtig eins mit Rute über gebraten.
Unsere Katze sprang nämlich auf den Sack, den der Geselle auf dem Rücken trug, und meine Schwester kicherte.
Als ich so in das Alter kam, da man am Nikolaus zweifelte, vertraute ich meiner großen Schwester an, dass ich glaube, dass unser Vater der Nikolaus ist.
Mein Vater war bei der Polizei und hatte oft Nachtschicht. Meine Schwester musste das meinen Eltern gesagt haben, denn mein Vater kam von der Arbeit zwischendurch extra nach Hause und stellte sich neben den Nikolaus.

Von meinem Mann wurde folgende Geschichte übermittelt.
Die Familie saß um den Tisch und wartete auf den Nikolaus. Der kleine Kurt stand breitbeinig mitten im Zimmer und prahlte: " Ich habe keine Angst vor dem Nikolaus. Den haue ich, dass er glaubt das Christkind ist ein Adler!"
Da klopfte es an der Tür und der kleine Prahlhans sprang quer über den Tisch auf den Schoß seiner Oma.
Nun wünsche ich euch einen schönen Tag.

Heute kommt der Nikolaus
Mit schwerem Sack trabt er von Haus zu Haus
Von Jahr zu Jahr wird größer seine Last
Die Wünsche der Kinder der Sack kaum noch fast
Krumm ist sein Rücken, seine Füße so schwer
Atmen kann er auch kaum mehr
Und wieder einmal beschließt er zu gehn in die Rente
Wenn die Maßlosigkeit nimmt keine Ende
Doch wenn die Schlepperei ist vorüber
Hofft er es wird nächstes Jahr vielleicht besser wieder

© Lore Platz